Alle Artikel in: Rezensionen

Faust #10

Drei Jahre hat es gedauert, bis der des öfteren bereits totgeahnte Verlag EEE (Extrem Erfolgreich Enterprises) den Nachfolgeband zu Faust #9 präsentieren konnte. Diese Comicreihe „ist eine wort- und bildgewaltige Horror-Saga, die sich an das klassische Goethe-Werk anlehnt und im typischen Stil der Comic-Underground-Stars David Quinn und Tim Vigil interpretiert.“ [Pressetext EEE]

Sin City 2: Eine Braut, für die man mordet

Frank Miller gilt als Garant für knallharte Action. Daredevil bricht dem Kingpin die Nase, Batman prügelt den Joker durch ein Schaufenster – immer geht es handfest zur Sache. Die Werke aus der Feder des amerikanischen Autoren und Zeichners haben inzwischen Comic-Geschichte geschrieben. Nicht wegen ihrer Brutalität, sondern wegen ihrer Kohärenz und Tiefe. Jetzt legt Cross Cult nach und präsentiert Frank Millers Klassiker Sin City neu, in einer Luxus-Edition.

Der Tod und das Mädchen

Diese skurrile Serie, in der eine junge Frau vom Tod in Person verfolgt wird, war ursprünglich ein Webcomic, der mehrere Jahre auf dem Comickanal des ORF On (Onlineangebot der „Österreichischen Rundfunks“) veröffentlicht wurde. Nachdem dieser eingestellt wurde, entschloss sich Nina Ruzicka dazu, Der Tod und das Mädchen als Printprodukt herauszugeben.

Bouncer 4

Bouncer ist ein knallharter Western, der keine Tabus kennt. Django und andere Italo-Western wirken gegenüber dieser Serie wie Gute-Nacht-Geschichten. Zimperlich sollte man also nicht sein, wenn man ein Album des einarmigen Saloon-Rausschmeißers (Bouncer) und Aushilfs-Henkers aufschlägt. Hier wird der Wilde Westen nicht glorifiziert, im Gegenteil, er wird negativ dargestellt. Jodorowsky schafft eine Welt voller Verdorbenheit, Gewalt und Menschverachtung, die Boucq in eindrucksvollen Bilder umgesetzt hat.

Horrorschocker 7

Der deutsche Independent-Verlag Weissblech-Comics veröffentlicht in seiner Horrorschocker-Reihe schon seit einiger Zeit Horrorgeschichten in alter Tradition. In der aktuellen siebten Ausgabe gibt es zum einen die längere Geschichte „Blutige Sümpfe“ mit fiesen Mördermücken – von Herausgeber Levin Kurio und Rainer F. Engel in Szene gesetzt -, sowie die Kurzgeschichte „Quarantäne“ von den INKies Yann Krehl und Michael Vogt.

Acht, neun, zehn

Arne Bellstorf legt ein Debütalbum vor, das mit einigen sehr guten Ansätzen überrascht, aber insgesamt trotzdem nicht vollends überzeugen kann.
Sein Comic „acht, neun, zehn“ orientiert sich stilistisch in etwa an den ruhigen Erzählungen von Daniel Clowes oder Adrian Tomine. Dabei versprüht Bellstorf mit seinem Werk vor allem eins: Langeweile. Aber das soll und muss in diesem Fall auch so sein.

Das Komplott

teaser_das_komplott.jpgIn „Das Komplott“ geht der große Comicvisionär Will Eisner den so genannten „Protokolle der Weisen von Zion“ auf den Grund. Diese Protokolle sollen angeblich die Verschwörung der Juden zur Erringung der Weltherrschaft beweisen. Sie sind seit 100 Jahren im Umlauf, und obwohl sie immer wieder als Fälschung entlarvt wurden, nicht totzukriegen. Auf 152 Seiten, bei der einem auf jeder Seite sein Herzblut entgegentropft, zeigt Eisner die komplette Geschichte auf.

100 Bullets 8: Der unsichtbare Detektiv

teaser100bullets8.jpgAls Milo Garret in den Spiegel blickt, muss er zugeben, dass er schon besser ausgesehen hat: Bandagen verdecken sein Gesicht, er gleicht einem überdimensionalen Pflaster mit Augen, Ohren und Mund. „Solch eine Visage würde nicht einmal eine blinde Mutter lieben“, stöhnt er.
Die Hauptfigur in Brian Azzarellos Der unsichtbare Detektiv hat einen schweren Autounfall hinter sich. Als ein mysteriöser Agent ihm offenbart, dass er das Opfer eines Anschlags geworden ist, macht Garret sich auf die Suche nach den Tätern. Bald wird er seine Entscheidung bereuen. Denn er findet mehr heraus, als ihm lieb ist. 

Berlin 2323

Berlin im Jahre 2323 ist die Partystadt schlechthin. Die Einwohner und Besucher feiern im einen durch, aus dem Fernsehturm wurde ein Puff, und der Regierende Bürgermeister kam durch einen Putsch an die Macht.
Dirk Schulz und Robert Feldhoff nehmen uns mit auf eine Reise in ein gewagtes Szenario des zukünftigen Berlins.

Update 08.01.2006: eine zweite Rezension zu diesem Comic

Aldebaran 1-5

Science-Fiction verbindet man spätestens seit der Zeit von Star Trek und Star Wars gerne mit riesigen Raumschiffen und spektakulären, technischen Erfindungen, mit Weltraumschlachten und feindlichen Aliens. Wer das vom fünfteiligen Aldebaran-Zyklus erwartet, könnte enttäuscht werden. Aldebaran ist das genaue Gegenteil. Es geht nicht um Hochtechnologie, sondern um das (Über-)Leben auf einem fremdartigen Planeten mit seiner fantastischen, aber teils auch sehr gefährlichen Flora und Fauna.