Alle Artikel in: Rezensionen

In dieser Rubrik finden sich alle Arten von Comic-Besprechungen, von den Kurzrezensionen im „Kri-Ticker“ bis hin zu ausführlicheren Einzelvorstellungen bestimmter Titel.

Hino Horror 1 und 2

 Horror im Comic ist in den letzten Jahren wieder zunehmend populär geworden. Keine Frage, Comics mit Zombies, Monstern oder Geistern können Spaß machen — aber verursachen sie wirklichen Horror? Vermitteln sie Grauen, Unbehagen, machen Sie Gänsehaut? Eher selten.
Einer, der tatsächlich Horrorcomics zu Papier bringt, die den Leser verstören und ihm auf den Magen schlagen, ist der japanische Mangaka Hideshi Hino. Shodoku, das Manga-Label des Verlags Schreiber & Leser, widmet ihm eine eigene Reihe namens Hino Horror, in der bisher zwei abgeschlossene Bände veröffentlicht wurden.

The Black Diamond Detective Agency (US)

 Eddie Campbell kennt man in Deutschland fast ausschließlich durch seine düsteren Zeichnungen für Alan Moores Jack-the-Ripper-Saga From Hell. Von seinen zahlreichen selbst geschriebenen Comics ist bisher nichts bei uns erschienen. Sein aktuelles Werk ist ebenfalls keine Eigenkreation, sondern beruht auf einem nicht verfilmten Drehbuch von C. Gaby Mitchell (war auch Co-Autor des Leo-DiCaprio-Films Blood Diamond).

Der Kri-Ticker #64

Es wird wieder mal höchste Zeit für eine neue Folge unserer Kri-Ticker-Kolumne, wie immer mit einer bunten Mischung aus kurzen Rezensionen von Comics der verschiedensten Genres und Stilrichtungen, die in der letzten Zeit erschienen sind. Diesmal u.a. dabei: entlassene Häftlinge, Wassernixen und Vampire. Und eine ganze Menge starke Frauen.

Galgenvögel 1

teaser_galgenvoegel1.jpgNachdem Angela aus dem kleinen Verlag Bunte Dimensionen ein wahrer Volltreffer in Sachen frankobelgischer Westerncomic war, legen die Augsburger mit einer vierteiligen Serie nach. Galgenvögel ist in den Südstaaten angesiedelt, die eben vor den Yankees aus dem Norden kapituliert haben. Das Land ist desolat und gerade wieder im Aufbau begriffen. Die fünftausend Dollar, die die Regierung für den Wiederaufbau der Kirche von Church Hill zur Verfügung stellt, werden sehnlichst erwartet. Doch als der Zug einfährt, spielt sich eine dramatische Szene ab, denn die Frau des verschollenen Colonel Granger samt Tochter Shannon und Sohn Williams reißen das Geld gewaltsam an sich und verschwinden damit in das Lager einer Gruppe Bushwackers.

28 Days Later – Die Zeit danach

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Mit 28 Weeks Later kommt demnächst endlich die Fortsetzung des Horrorschockers 28 Days Later in die deutschen Kinos, Grund genug also die Geschichte um ein von Zombies verseuchtes England mit vier Comicepisoden zu komplettieren. Sie verknüpfen die Filmhandlung mit der weiterführenden Vorgeschichte. Vor allem ist es interessant zu sehen, woher das Virus eigentlich kommt und wie es ausbrechen konnte. Außerdem sieht man im Comic das Chaos in der Bevölkerung während der Zeit des Umbruchs. Szenen, die man im Film nicht gezeigt bekommt, wo der Protagonist bereits zu Beginn die menschenleere Londoner Metropole vorfindet.


Travis 2 + 3

 Im Oktober letzten Jahres erschien der erste Band dieser vorzüglichen Near-Future-SF-Serie, und mittlerweile ist schon der dritte Band erhältlich. Schön, dass es mit Travis so flott voran geht, denn wer wartet schon gern auf Folgebände, nachdem er einmal von einem überzeugenden Serienstart angefixt ist? Und angefixt konnte man von „Huracan“, dem ersten Band der Reihe, aus guten Gründen sein, wie ich versucht habe in meiner Rezension darzulegen.

Komm zurück, Mutter

 Thomas Tennant ist 7 Jahre alt, als seine Mutter stirbt. Als selbsternannter Hüter des Reiches (verlassene Orte, die ihn an die Mutter erinnern) sieht er sich in der Pflicht, mit Umhang und Löwenmaske ihr Andenken zu wahren. Thomas will stark sein, auch für seinen Vater, den der Tod in emotionale Starre versetzt hat und der den Verlust einfach nicht verarbeiten kann. Er entfernt sich vom normalen Leben und bürdet Thomas damit unwissentlich große Verantwortung auf. Zu große für einen 7-jährigen Jungen.

Marvel Exklusiv 68: Daredevil – Dekalog

 Daredevil hat seinen Erzfeind, den Kingpin, der die kriminelle Szene im New Yorker Viertel Hell's Kitchen beherrscht, geschlagen und sich selbst zum neuen Kingpin erklärt. Seitdem ist ein Jahr vergangen, und diese Storyline soll erzählen, was in der Zwischenzeit passierte. Die Rahmenhandlung spielt im Keller einer Kirche, wo sich eine Art Selbsthilfegruppe von Leuten trifft, die mit Daredevil zu tun hatten. 

Jonny Double

teaser_jonnydouble.jpgKurze, knackige Krimis zu besprechen, ist immer eine knifflige Angelegenheit: Sobald man anfängt, etwas über die Handlung zu erzählen, entsteht daraus ziemlich schnell eine Rutschpartie, auf der der Leser Spannung verliert. Man läuft schlicht und einfach Gefahr, beim Erzählen zu viel zu verraten. Der Leser reagiert verärgert, vollkommen zurecht, weil er die Geschichte selber lesen, weil er selber gerne überrascht werden möchte. Mit dem neuen Einzelband Jonny Double aus der Lizenzschmiede Cross Cult verhält es sich eben genau so.