Autor: Thomas Kögel

Links der Woche 38/14: Mama was queen of the Mambo

Unsere Links der Woche, Ausgabe 38/2014:    Die besten Comics des Jahres Der Tagesspiegel, Lars von Törne Zum dritten Mal in Folge hat der Tagesspiegel wieder eine neunköpfige Jury gebeten, ein Ranking der zehn besten Comics des ablaufenden Jahres zu erstellen. In der Endauswertung landet Barbara Yelins Graphic Novel Irmina knapp vor Mawils Kinderland. Bongoland: Kohäsion Startnext, Jeff Chi So geht erfolgreiches Crowdfunding: Der in der deutschen Webcomicszene sehr umtriebige Nürnberger Zeichner Jeff Chi möchte aus seinem 24-Stunden-Comic Bongoland (“mit Abstand das blödeste was ich je kreiert habe”) ein gedrucktes Buch in Farbe machen. Bis zum 1. März 2015 wollte er auf der Plattform Startnext 800 Euro sammeln, um das Projekt zu verwirklichen. Ein Ziel, das bereits nach sechs Tagen erreicht war. Mitmachen kann man in den nächsten Monaten trotzdem noch, so dass vielleicht weitere Ziele erreicht werden. Extrem sehenswert ist auf jeden Fall schon mal das Video, in dem die Aktion vorgestellt wird. Erotik im Comic ­– Ein Versuch, das Ungreifbare zu greifen intellectures, Thomas Hummitzsch Die Onlinefassung eines Überblicksartikels zu erotischen Comics, der …

Stille Nacht

Man gerät leicht in Versuchung, die Comics von Frank Flöthmann als „stumme Comics“ zu bezeichnen. Das sind sie aber nicht, ganz im Gegenteil. Auch bei Flöthmann gibt es Geräusche aller Art, nur werden sie hier nicht wie üblich als Text, sondern in Form von Piktogrammen dargestellt.

Links der Woche 37/14: Don’t look back in anger

Unsere Links der Woche, Ausgabe 37/2014:   Beste Listen – 2014 im Rückblick dreimalalles, Christian Maiwald Die Zeit der Jahresbestenlisten ist in vollem Gange, allerorts poppen Empfehlungen und Lieblingscomics des Jahres auf. Bei dreimalalles wird im großen Stil gesammelt, ebenso bei tradepaperback. Bei Graphic Policy versucht man sich sogar an einer Gesamtauswertung aller Bestenlisten, freilich beschränkt auf den amerikanischen Raum. Momentan in Führung: Die Autobiografie Can’t We Talk about Something More Pleasant? von Roz Chast sowie Brian K. Vaughans Serienerfolg Saga. Emanzipation als Lebensform Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus Gestern verstarb im Alter von 92 Jahren Marie Marcks, die seit den 1960er Jahren bis ins hohe Alter als Karikaturistin tätig war, unter anderem für die Süddeutsche und Die Zeit, aber auch für Satireblätter wie pardon und Titanic. Ihre Bücher Marie es brennt (1984) und Schwarz-weiß und bunt (1989) können als frühe Variante der heute bei uns so etablierten autobiografischen Comics gelten. Erforschung von Online-Bilderwelten – Im Gespräch mit Björn Hammel ComicRadioShow, Maqz Ein Interview mit dem Autor des Buches Webcomics – Einführung und Typologie, das …

Der Attentäter – Die Welt des Gavrilo Princip

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Male. Steht dieser Krieg hierzulande immer noch sehr im Schatten des Zweiten Weltkrieges, ist dies in anderen Ländern, vor allem in Frankreich, anders. Was daran liegen mag, dass die Schlachten zum größten Teil auf französischem Boden ausgetragen wurden und wenig auf dem deutschen.

Links der Woche 36/14: You took me to your library and kissed me in the stacks

Unsere Links der Woche, Ausgabe 36/2014: Neues Leben auf alten Seiten Der Tagesspiegel, Martin Jurgeit Seit 1998 hat Eckart Sackmann die Webseite mit dem eingängigen Namen comic.de betrieben, zunächst als Online-Abteilung seines Magazins RRAAH!, das 2001 eingestellt wurde, danach als allgemeines Infoportal über Comics, das vor allem mit reich bebilderter Messeberichterstattung punktete. In den letzten Jahren gab es immer weniger neue Inhalte und nun wechselte sie den Besitzer. Ab März 2015 möchte Peter Poluda, Inhaber des Comic-Fachhandelsvertriebs PPM, auf comic.de “ein verlagsübergreifendes Informationsportal für die ganze Comic-Szene” aufbauen. Möglicherweise wird das in eine ähnliche Richtung gehen wie der News-Bereich auf der PPM-Website, der seit 2008 geführt wird. Ein Teil der alten Inhalte von comic.de ist inzwischen auf patrimonium.de, Eckarts Sackmanns Website zur Comicforschung, umgezogen. »Comics hat er immer gehasst« kreuzer, Tobias Prüwer Das Leipziger Stadtmagazin kreuzer interviewt Mark Lehmstedt, Autor und Verleger des Buchs Die geheime Geschichte der Digedags über den kürzlich verstorbenen Hannes Hegen und die Geschichte des von ihm geschaffenen Mosaik. Comicsammlung John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Bibliothek Die Bibliothek am Amerikanistik-Institut der FU Berlin …

Berserk

Der erste Band, auf den ich mich hier hauptsächlich stütze, ist ein solide unterhaltsamer, leicht überdrehter Barbaren-Blödsinn (oder Low Fantasy, für Menschen mit ‘ner sehr präzisen Karte der Genre-Grenzen), der mir mehr Spaß macht als gefühlte drei Viertel der sonstigen Barbarencomics, wie zum Beispiel die weitgehend belanglos-öden Conan-Dinger, mit denen Dark Horse seine Messestände tapeziert, und die selbst Joe R. Lansdale zur harmlosen Beliebigkeit degradieren.

Prison Pit (US)

Bei Prison Pit haben wir’s mit einem futuristischen Endzeit-Szenario zu tun: Der als „Cannibal Fuckface“ bekannte, im Comic aber namenlose Protagonist wird auf einem öden Gefängnisplaneten abgeworfen und muss fortan um sein Leben kämpfen. Ende des Plots. Mit anderen Worten: Prison Pit ist ein Prügelcomic.

Links der Woche 35/14: Come on in and cover me

Unsere Links der Woche, Ausgabe 35/2014:   „Jeder Titel ist eine neue Herausforderung“ – Thomas Gilke über Cover-Gestaltung Dreimalalles, Christian Maiwald Thomas Gilke, bei Egmont Graphic Novel zuständig für die Gestaltung der Bücher, kümmert sich auch ums Design der Titelbilder. Im Interview spricht er über seine Arbeit und was es dabei zu beachten gilt. Spannender Einblick in einen Teil der Buchproduktion, über den man sich in der Regel als Leser wenig Gedanken macht. Die Kunst der Verdichtung 3sat, Nico Weber Zwar werden Comicschaffende mehr und mehr auch vom Fernsehen interviewt und porträtiert, aber über Kurzbeiträge von wenigen Minuten geht das selten hinaus. Die Regisseurin Nico Weber hat nun einen halbstündigen Film über Nicolas Mahler gedreht. Heute Nachmittag wurde er bei 3sat ausgestrahlt, außerdem nimmt der Film am Münchner Wettbewerb LiteraVision teil, dessen Preise am kommenden Wochenende vergeben werden. In der 3sat-Mediathek ist der Film (voraussichtlich bis zum 30.11.) komplett zu sehen. ADAGIO N°2 – Alltag in Berlin Comic Startnext, Annette Köhn Die aus Japan stammende Berlinerin Maki Shimizu erzählt in ihren Adagio-Comics aus ihrem Alltag, …

Die grüne Hölle von Troy

Bei dem enormen Output des französischen Starautors Christophe Arleston ist es kein Wunder, dass er sich in den letzten Jahren zunehmend Unterstützung von anderen Autoren geholt hat. Alleine kann man das ja kaum noch bewerkstelligen. Wobei sich natürlich etwas der Gedanke aufdrängt, wie sehr er selber noch die Skripte schreibt oder nur überwacht, was mit seinem Universum angefangen wird.

Links der Woche 34/14: At least we dig each other

Unsere Links der Woche, Ausgabe 34/2014   Mit Dig, Dag und Digedag um die Welt n-tv, Markus Lippold Am 8. November starb im Alter von 89 Jahren Hannes Hegen, Erfinder der Zeitschrift Mosaik und deren Helden Dig, Dag und Digedag. Mit dem Mosaik, dem ersten und einzigen regelmäßig erscheinenden Comicheft der DDR, prägte Hegen ganze Generationen von Lesern. Zwar erschien das Blatt im Verlag Junge Welt, der zur staatlichen Jugendorganisation FDJ gehörte, doch Hegen und seinen Mitarbeitern gelang es, staatliche Einflüsse relativ gering zu halten und so zu vermeiden, dass das Mosaik zum reinen Propagandainstrument der sozialistischen Regierung wurde. Längere Nachrufe gibt es u.a. auch beim Tagesspiegel, der Welt und der Berliner Zeitung. Sprechblasen, geplatzt Der Freitag, Georg Seeßlen Nach dem Bekanntwerden von Hannes Hegens Tod schafften es die Digedags letzten Freitag auf die Titelseite der Frankfurter Allgemeinen. Im Inneren der FAZ ist es dafür erst einmal vorbei mit Comics. Nach 14 Jahren wurde der tägliche Comicstrip im Feuilleton aus Kostengründen eingestellt (siehe Links der Woche 32/14). In der Wochenzeitung Der Freitag beklagt Georg Seeßlen …