Empire USA 1+2
Empire USA ist, wie el Niño, die Doppelbandausgabe einer Serie, deren erster Band bereits in mehreren Teilen über das Comicmagazin ZACK veröffentlicht wurde. Auch hier tritt die Problematik auf, dass ZACK-Leser eine Hälfte dieses Albums schon kennen und auch schon dafür bezahlt haben.
Die Handlung spielt im Geheimdienstmilieu und dreht sich um einen geplanten Anschlag von Terroristen in den Vereinigten Staaten – also eine erstmal nicht unbedingt durch Originalität herausstechende Geschichte. Dabei ist sie allerdings in einer etwas verschobenen Welt angesiedelt. Autor Stephen Desberg erklärt die USA zu einem „Imperium“, das als Folge von Terroranschlägen die Trennung von Religion und Staat aufhebt. Die Thriller-Serie erscheint einem somit als eine Verarbeitung der Bush-Ära was bei manchen Lesern einen etwas faden Geschmack hinterlassen könnte. Wer auf viele undurchsichtige Handlungsfäden und Mitfiebern steht, der wird hier trotzdem seinen Gefallen dran finden.

Im Jahr 2002 veröffentlichte Neil Gaiman seinen Roman Coraline, der als gruseliges Märchen für Jugendliche konzipiert war. Kürzlich war die Filmadaption dieser Geschichte in den Kinos zu sehen. Noch während dieser Film entstand, arbeitete Comiczeichner P. Craig Russell an einer Comicversion von Coraline. Sie erschien 2008 in den USA und inzwischen auch auf Deutsch. Vergleicht man die beiden Adaptionen, sind zwei – vor allem visuell – völlig unterschiedliche Geschichten entstanden. 
2007 erschien im Berliner Tagesspiegel erstmals eine Episode mit dem Titel Da war mal was … Zeichner Flix gab darin eine persönliche Erinnerung an die Zeit zum Besten, in der es noch ein geteiltes Deutschland gab. Daraus wurde eine Serie, deren einzelne Folgen bis heute regelmäßig im Tagesspiegel erscheinen. In einer Buchausgabe vom Carlsen-Verlag kann man nun den Großteil davon auch gesammelt lesen. 
Eigentlich sollte es nur eine Fingerübung sein, kleine Comic-Episoden für das private Skizzenbuch. Der kanadische Comic-Künstler Seth (Eigentlich ist das Leben schön) kreierte hierfür die Figur des Wimbledon Green, eines sehr beleibten, verschrobenen und exzentrischen Comicsammlers. Und bald fand er an jenen Versuchen so viel Gefallen, dass er beschloss, mehr daraus zu machen und sie gesammelt als Buch zu veröffentlichen.