Der alltägliche Kampf 2
Die Nummer 1 von Manu Larcenets „Der alltägliche Kampf“ wurde schon sehr viel gelobt. Zu Recht. Die Reihe des Franzosen entpuppte sich als einfühlsames Melodram mit einer leicht nörgelnden, doch sympathischen Hauptfigur.
Die Nummer 1 von Manu Larcenets „Der alltägliche Kampf“ wurde schon sehr viel gelobt. Zu Recht. Die Reihe des Franzosen entpuppte sich als einfühlsames Melodram mit einer leicht nörgelnden, doch sympathischen Hauptfigur.
So muss das sein! Man hat Spaß am Comiczeichnen, sammelt Freunde um sich herum, kratzt Geld zusammen und veröffentlicht einfach mal die Nr. 1 seiner eigenen Comicreihe, anstatt nur davon zu träumen.
Kompliment!
“Usagi Yojimbo“ ist eine Comicserie, die nur schwer einzuordnen ist. Die dort beschriebene Welt wird von sich wie Menschen verhaltenden Tieren bevölkert, dementsprechend ist Usagi selbst auch ein Hase und sein bester Freund ein Nashorn.
Hunter S. Thompson hat die Natur von Präsidentschaftswahlen einmal als „von Grund auf bösartig“ bezeichnet, gleichzeitig aber anerkannt, dass sie auch eine „wilde und aufregende Zeit für Politikjunkies“ seien. Das ist eine Position, die ich vollkommen teile. Präsidentschaftswahlen sind in der Realität dermaßen spannend und dreckig, dass es schwer ist, eine ähnliche Dramatik in einer fiktiven Geschichte zu schaffen. Genau dies versucht Kaiji Kawaguchi allerdings in den 11 Eagle-Bänden.
Eine für mich überraschend positiv gelungene Anthologie präsentiert sich uns in der mit einem ansprechend bilderbuchartigen Cover von Nele Kehrwieder bedachten frisch erschienenen Ausgabe des Hamburger Comicmagazins „Orang“.
Das urbane Teenager-Leben, von dem Arthur Dela Cruz in „Kissing Chaos“ erzählt, hat rein gar nichts mit Daily-Soap-Klischees oder Zoten-Comedy à la „American Pie“ zu tun. Natürlich spielen auch hier die Liebe und ihre Probleme eine große Rolle, aber das Umfeld ist härter, dreckiger, realistischer.
Komplett heißt dieser Sammelband von Webcomics „Piled Higher And Deeper, Chapter 2: Life is tough and then you graduate“ – und ist mit das Witzigste, das ich je gelesen habe.
Ein Comic, zwei Besprechungen. Sowohl Ben als auch Thomas haben sich die „Hurengeschichten“ angesehen. Und beide waren überrascht.
Vielleicht bin ich ja einfach zu blöd dafür. Mir wurde „Marshal Law“ als eine bissige Abrechnung mit dem Superheldengenre angekündigt, als geistreiche Dekonstruktion, die mindestens so gut funktioniert wie „The Dark Knight Returns“ oder „Watchmen“, die aber oft übergangen wird. Das habe ich hier nun wirklich nicht entdecken können.
Ein kleines, eigenproduziertes Heft. Ein menschenumschlungener schwarzer Kreis ziert das Cover auf beigem Grund, ein kryptisch erscheinender Titel bildet mittig den Kontrast. Ein verzücktes „schau mal an, gar nicht uninteressant“ in meinen Gedanken lässt mich die erste Seite gespannt aufschlagen. Ähnliches sollte ich mir schließlich auch am Ende über das gerade Gelesene denken.