Didi & Stulle 6: Der Plan des Gott
Kurt Krömer? Hat bis auf die Erfindung des Wortes Kackbratze noch nicht viel gerissen. Olli Dittrich? Ja ja, ganz toll und intelligent und so, aber wenn wir ganz ehrlich sind, auch ein bisschen langweilig. Mario Barth? Ach, hör mir auf mit. Nein, das größte komödiantische Talent, das dieses Land, achwasredich, diese Galaxie vorzuweisen hat, hockt in Berlin, hört auf den schönen Namen Fil und ist einigen wenigen Glücklichen durch seine in Berlin weltbekannte Fil-und-Sharkey-Show, Provinzlern wie mir durch seine Didi-&-Stulle-Comics bekannt.

Es ging Schlag auf Schlag mit der neuen Science-Fiction-Serie Universal War One von Splitter. Im Dezember kam der erste Band, im Januar nun schneit uns schon der zweite Band ins Haus. Und zu verdanken haben wir das einer Reihe von Problemen beim Verlag. Der für November angekündigte Band 1 wurde nämlich wegen eines Fehldrucks um einen Monat verschoben. Und der Band 2 wurde um einen Monat vorgezogen, weil der neue Band der Serie Marlysa noch nicht ausgeliefert werden konnte.
Mit Fables bringt Panini die erste neue VERTIGO-Serie heraus, seitdem sie die exklusiven Lizenzrechte für Deutschland des Unterverlags von DC besitzen.
Rote Fliegen, Fußball und Gehirnimplantate – nur ein paar Details aus „Rendevous in Paris“, dem neuen Werk von Enki Bilal. Optisch wie inhaltlich ist der Band ein schwerer Brocken. Aber Unterhaltung auf hohem intellektuellen Niveau ist man von dem französischen Altmeister ja gewohnt. Mögen muss man das nicht.
Yorick, der letzte Mann in einer Welt voller Frauen, ist endlich zurück!
London in naher Zukunft: Die Stadt befindet sich im fortdauernden Krisenzustand, die Regierung ist korrupt und intrigiert gegen das eigene Volk. Hintermänner ziehen die Fäden in einem Großbritannien, das finanziell am Boden liegt und sich dem moralischen Verfall ausgesetzt sieht. Im von einer Mauer begrenzten Londoner Stadtteil Soho leben überwiegend zwielichtige Gestalten und Außenseiter. Ein eben solcher ist Rupert Cain, ein ehemaliger Soldat, der jetzt im Auftrag der Regierung Attentate verübt. Cain gerät zwischen alle Fronten, als ein ehemaliger Kollege aus Militärzeiten umgebracht wird.
Frank Millers Epos über den dunklen Großstadttraum geht in die letzte Runde. Sicherlich, Sin City ist ein Meisterwerk des amerikanischen Comics. Der hard boiled-Siebenteiler von Frank Miller wird viel gelesen und viel gelobt. Die Themen sind hinlänglich bekannt: Gewalt, Sex, Kriminalität, Korruption und nochmals Gewalt. Sin City ist nicht bloß eine Stadt, sondern ein dunkler Kosmos. Zahllose verlorene Gestalten ringen hier um Macht und Geld, immer nahe am Abrund der menschlichen Seele. Es tobt der ewige Kampf zwischen böse und noch böser. Aber was bleibt übrig, wenn man das mythische Setting einmal außer Acht lässt, die Oberfläche durchstößt?
Neben den drei Hauptreihen der Donjon-Serie schufen Joann Sfar und Lewis Trondheim auch noch die Nebenserien Parade und Monster. Von letzterer sind die ersten beiden Bände frisch auf deutsch erschienen. Donjon Monster hat keinen Stammzeichner – hier wird jeder Band von einem anderen Künstler umgesetzt, und so bekommt jedes Album seinen ganz eigenen Charakter. Band 1 und 2, die gleichzeitig erschienen sind, machen dies sehr deutlich, denn die beiden Geschichten sind so verschieden wie Tag und Nacht.
Nach Held und Sag was ist Mädchen nun schon das dritte mehr oder weniger autobiographische Werk von Flix. Auch hier ist der Ich-Erzähler Felix Görmann der Hauptdarsteller, und auch hier schöpft der Autor viel aus dem alltäglichen Leben. Während in Held noch ein ganzes Leben, von der Kindheit bis zum hohen Alter, verhandelt wurde, und Sag was von einer langen Liebesbeziehung (und deren Ende) erzählt, spielt sich die Handlung von Mädchen an einem einzigen Tag ab.
Ein Comic, zwei Rezensenten: In einer gemeinsamen Besprechung in Dialogform tauschen sich Thomas Kögel und Benjamin Vogt über Shanna, the She-Devil aus, eine Miniserie, in der Zeichner und Autor Frank Cho (Liberty Meadows) eine fast vergessene Marvel-Dschungelheldin wiederbeleben durfte.