Alle Artikel in: Rezensionen

Aliens 1

 Cross Cult läutet, wie gewohnt im A5-Format mit Hardcover, mit diesem Band eine Art Best-of-Reihe der Comics um die berühmt-berüchtigen Aliens ein. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Nicht nur langjährige Aliens-Fans dürften diesen Auftakt als grandios bewerten. Dabei setzt der Verlag, ganz puristisch, auf s/w-Stories von Zeichnern, die ohne Zweifel ihre Qualitäten gerade ohne Farben voll ausspielen können.

The Red Star 2 – Nokgorka

The Red Star 2 – Nogorka“Wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land, ho, ho, ho, ho, ho, hey!“ So sangen einst Dschingis Khan im Jahre 1979. Ralph Siegels Tanztruppe hatte offensichtlich eine Schwäche für den Wilden Osten. Bei Comic-Mastermind Christian Gossett und seinem Team dürfte das ähnlich sein. Mit The Red Star schufen sie einen Comic, der optisch und inhaltlich aus russischen Brunnen schöpft. Die Serie ist eine anspruchvolle Komposition aus Bleistiftzeichnungen und 3D-Computermodellen. Der zweite Band „Nokgorka“ erschien im August bei Cross Cult.

Vertraute Fremde

 Nach einer Geschäftsreise steigt Hiroshi Nakahara versehentlich in einen falschen Zug. Dieser bringt den Familienvater zufälligerweise in seine Geburtsstadt Kurayoshi. Beim Besuch des Grabes seiner Mutter verliert er das Bewusstsein und wacht schließlich als sein eigenes 14-jähriges Ich wieder auf.

Plaque 2

plaque_2_teaser.jpgNach fünfjährigem Warten erscheint nun endlich der zweite Band von Plaque, dem „Magazin für Wort und Bild“ aus dem avantVerlag. Die Herausgeber Johann Ulrich und Kai Pfeiffer, haben sich für Ihre Plaque 2 Zeit gelassen. Während dieser Zeit haben sich einige der im Band enthalten deutschen Erstveröffentlichungen den Status „mystischen Klassikern“ erworben. Es ist aber nicht nur der Status einzelner Geschichten, sondern die gut überlegte Auswahl, die Plaque 2 zu einem gereiften Unikat machen.

Love and Rockets Vol. II 20 (US)

Love and Rockets Vol. II 20Wenn ich an Mexiko denke, gibt es drei Dinge, die mir besonders einfallen: Lucha Libre, der Subcommandante Marcos – und vor allem Love and Rockets. Seit über 20 Jahren versorgen die mexikanisch-stämmigen Brüder Gilbert & Jaime Hernandez die Welt mit ihren Comics und erzählen einerseits (Jaimes Storys) von den Entwicklungen der beiden L.A. Hispanics Maggie Chascarillo und Hopey Glass – von Raketenmechanikerinnen über Punks bis ins Bürgertum – und andererseits (Gilberts Storys) vom kleinen mexikanischen Dorf Palomar und dem Schicksal seiner Bewohner. Dabei liefern die Brüder nicht nur eine gelungene Darstellung von Immigranten zweiter oder dritter Generation bzw. dem Leben in einem Schwellenland – sie liefern vor allem glaubhafte Darstellungen vom Leben an sich

The Hills Have Eyes – Der Anfang

The Hills Have Eyes: Der Anfang Wenn erfolgreiche Filmreihen ins Medium Comic übertragen werden, ist das Ergebnis ja leider nicht immer als qualitativ hochwertig anzusehen. Oft scheitert eine solche Umsetzung bereits daran, dass für solche Comics einfach die Handlung adaptiert wird. Eine gelungene Ausnahme, genauer gesagt die zweite bei Cross Cult nach 28 Days later: Die Zeit danach, erschien jetzt mit einem Comicband zu Wes Cravens The Hills Have Eyes.

 

Corona Hotel 1

Corona Hotel 1Es ist schon ein ungewöhnlicher Comic, den Walter „Ghepetto“ Pfau da mit Corona Hotel fabrizierte. Äußerlich cartoonhaft, innen ernsthafte Alltagskrisen und tiefe Emotionen. Grund genug also, den Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen und differenziert zu bewerten.

Hino Horror 1 und 2

 Horror im Comic ist in den letzten Jahren wieder zunehmend populär geworden. Keine Frage, Comics mit Zombies, Monstern oder Geistern können Spaß machen — aber verursachen sie wirklichen Horror? Vermitteln sie Grauen, Unbehagen, machen Sie Gänsehaut? Eher selten.
Einer, der tatsächlich Horrorcomics zu Papier bringt, die den Leser verstören und ihm auf den Magen schlagen, ist der japanische Mangaka Hideshi Hino. Shodoku, das Manga-Label des Verlags Schreiber & Leser, widmet ihm eine eigene Reihe namens Hino Horror, in der bisher zwei abgeschlossene Bände veröffentlicht wurden.

The Black Diamond Detective Agency (US)

 Eddie Campbell kennt man in Deutschland fast ausschließlich durch seine düsteren Zeichnungen für Alan Moores Jack-the-Ripper-Saga From Hell. Von seinen zahlreichen selbst geschriebenen Comics ist bisher nichts bei uns erschienen. Sein aktuelles Werk ist ebenfalls keine Eigenkreation, sondern beruht auf einem nicht verfilmten Drehbuch von C. Gaby Mitchell (war auch Co-Autor des Leo-DiCaprio-Films Blood Diamond).