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Cäsar Gesamtausgabe

Im Reigen der Gesamtausgaben hat es auch dieser Klassiker der Funny-Strips zu einer Wiederveröffentlichung gebracht. Cäsar von Maurice Tillieux (Jeff Jordan) wurde ab 1959 in Le Moustique und Spirou abgedruckt und wurde durch Rolf Kauka auch bei uns bekannt.

Links der Woche: Mit alten Damen, Gartenzwergen und Superhundekacke

Unsere Links der Woche, Ausgabe 26/2012: „An jeder Ecke waren Altnazis“Spiegel Online, Anne Haeming Ein Interview mit der Karikaturistin Marie Marcks zu ihrem Neunzigsten Geburtstag. There’ll be some changes made: Comics in den kommenden ZeitenDer Comic im Kopf, Frank Plein Im Blog zu seinem (frisch erschienenen!) Buch Der Comic im Kopf sinniert Frank Plein alias Spong darüber, wie sich das Medium Comic in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Zum Boom der „Graphic Novels“ schreibt er: „Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass viele gestandene Comiczeichner wegen ihrer Vorurteile gegenüber dem Begriff Graphic Novel an dieser Entwicklung nicht teilhaben werden, während alle möglichen Figuren aus dem ‚ernsthaften‘ Kunstbetrieb eine Graphic Novel zurechtkrakeln, die dann durch die Feuilletons gereicht und gefeiert wird.“ Wave and Smile: Comics ziehen in den KriegInformationsstelle Militarisierung e.V., Michael Schulze von Gasser Eine umfangreiche Studie (8 Seiten, PDF) für die Informationsstelle Militarisierung, ein politisch linksgerichteter, antimilitaristischer Verein, analysiert unter dem Titel Das gezeichnete Schlachtfeld Arne Jyschs Comic Wave and Smile und zieht ein sehr kritisches Fazit. Biss hierhin und nicht weiter!1LIVE, Sarah Burrini Die …

Wave and Smile

Der Comic dreht sich um Chris Menger, einen fiktiven deutschen Hauptmann in Afghanistan, der stellvertretend als Prügelknabe für gefühlt alles herhalten muss, wovon man im Zusammenhang mit dem Krieg gegen arabische Extremisten schon mal irgendwann gehört hat: Hinterhalte, Raketenbeschuss, Sprengfallen, tote und entführte Kameraden, plötzliche amerikanische Drohnenangriffe ohne Rücksicht auf Kollateralschäden, Haft ohne Anwalt in einem US-Geheimgefängnis, Frau weg, Entfremdung vom Alltagsleben inklusive Gewaltausbrüchen, posttraumatischer Stress – und so weiter und so fort. Fehlt eigentlich nur der Tripper.

Any Empire (US)

In Any Empire verwebt Powell die Entwicklung dreier Jugendlicher im mittleren Westen der USA in den 1980ern miteinander und stellt dabei die Frage, wie ihre Kindheitserfahrungen sie zu jenen jungen Erwachsenen werden lassen, die den zweiten Teil seiner Geschichte dominieren. Da ist Lee, der wenig Anschluss findet, weil seine Familie aufgrund der Militärkarriere seines Vaters regelmäßig umziehen muss, da ist Purdy, der mit seinen gewaltfixierten Freunden zum Spaß Schildkröten quält, und da ist Sarah, die sich liebevoll um die malträtierten Schildkröten kümmert und herausfinden will, wer ihnen so etwas antut. Die Geschichten der drei Figuren überschneiden sich dabei immer wieder, gehen dann auseinander und verschränken sich am Ende des Comics ein weiteres Mal für die inzwischen erwachsenen Figuren.

„Schreckliche Dinge in einem eigentlich schönen Land“: Interview mit Arne Jysch

Der Berliner Illustrator Arne Jysch, Jahrgang 1973, war bislang vor allem als Storyboard-Zeichner für Filme, Werbespots und Videoclips aktiv. Nun legt er seinen ersten Comic Wave and Smile vor, der aufgrund seiner Thematik gleich für ein recht großes Presseecho sorgte: Es geht um den Bundeswehreinsatz bei der ISAF-Mission in Afghanistan. Trotz des zeitgeschichtlichen Themas handelt es sich dabei nicht um einen dokumentarischen Comic, sondern um eine fiktive Erzählung. Unser Mitarbeiter Stefan Svik hat sich im Sommer 2012 per E-Mail mit Arne Jysch über das Projekt unterhalten.

Ralph Azham 1&2

In einem abgelegenen Dorf wächst ein Kind mit einer besonderen Gabe heran, das der lang ersehnte Auserwählte sein könnte, der die Terrorherrschaft des die Lande mit seinen wilden Horden terrorisierenden Oberschurken beenden soll … Ja, diese knappe Inhaltsangabe klingt wahrlich wie die schlimme Androhung einer in Klischees und Pathos ertränkten Fantasygeschichte vom Fließband. Da wir es aber mit dem neuesten Werk des französischen Ausnahmekünstlers Lewis Trondheim zu tun haben, darf man auf eine eher unkonventionelle Auslegung der alten Auserwähltenmär hoffen.

Links der Woche: Mit der Webcomic-Rakete, geklauten Ideen und Frauen in Comics

Unsere Links der Woche, Ausgabe 25/2012: Wer suchte wie er, der fand überreichlich Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus Das Kribbeln im BauchBörsenblatt, Nils KahlefendtZwei Nachrufe auf Armin Abmeier, der am 23. Juli in München verstarb. Abmeier war Verleger, Galerist und Herausgeber der Reihe Die tollen Hefte, die als bibliophile Schnittstelle von Literatur und Grafik auch Comickünstlern wie Atak, Anke Feuchtenberger oder Henning Wagenbreth ein Forum bot. In seiner Münchner Galerie fand letzten Herbst eine Ausstellung zum 20-jährigen Verlagsjubiläum von Reprodukt statt. Andreas Platthaus schreibt: „Armin Abmeier war der Nestor der deutschen Illustratorenszene, ein nimmermüder Ratgeber, Herausgeber, Geldgeber, Achtgeber.“ Kraftmädchen & Wunderfrauen Yay, Comics!, Ti Leo und Ein Comicleben Die aktuelle Folge des Podcasts Yay, Comics! dreht sich um Frauendarstellungen in amerikanischen Mainstream-Comics. In knapp 55 Minuten geht es um weibliche Superhelden, Sexismus, den Bechdel-Test und einiges mehr (MP3-Direktdownload hier). Danke! Und? Stefan Pannor Stefan Pannor dokumentiert in seinem Blog, wie sich der öffentlich-rechtliche SWR für einen Bildergag auf seiner Website und bei Facebook bei einem Cartoon von Michael Holtschulte bedient hat – ohne diesen vorher zu fragen oder gar …

Das Einhorn 4 – Der Tag der Taufe

Zwei Jahre musste man warten, bis das Abenteuer um die Fabelwesen, die Primordialen und die Ärzte in die letzte Runde geht. Und eines sei direkt zu Beginn gesagt: Man tut gut daran, vor der Lektüre noch einmal die drei vorhergehenden Bände zu lesen. Denn dieser Band ist nicht einfach nur ein actionreiches Finale, welches die letzten Handlungsfäden verknüpft und sich dann darauf beschränkt, die letzte Konfrontation der Gegenspieler darzustellen, wie man es so häufig in Serien beobachten kann.

Wonder Woman Vol. 1 – Blood (US)

Ich war ja schon letztes Jahr bei Begutachtung des ersten Hefts nicht restlos überzeugt. Und, nun ja, die Serie ist danach nicht besser geworden, sondern alberner, konventioneller und – in den letzten beiden Kapiteln des ersten Bandes –schlechter gezeichnet. Nun frage ich mich, wieso Brian Azzarello, der nach 100 Bullets ja doch einen gewissen Ruf zu verlieren hat, sich das überhaupt antut.