Acht, neun, zehn
Arne Bellstorf legt ein Debütalbum vor, das mit einigen sehr guten Ansätzen überrascht, aber insgesamt trotzdem nicht vollends überzeugen kann.
Sein Comic „acht, neun, zehn“ orientiert sich stilistisch in etwa an den ruhigen Erzählungen von Daniel Clowes oder Adrian Tomine. Dabei versprüht Bellstorf mit seinem Werk vor allem eins: Langeweile. Aber das soll und muss in diesem Fall auch so sein.

In „Das Komplott“ geht der große Comicvisionär Will Eisner den so genannten „Protokolle der Weisen von Zion“ auf den Grund. Diese Protokolle sollen angeblich die Verschwörung der Juden zur Erringung der Weltherrschaft beweisen. Sie sind seit 100 Jahren im Umlauf, und obwohl sie immer wieder als Fälschung entlarvt wurden, nicht totzukriegen. Auf 152 Seiten, bei der einem auf jeder Seite sein Herzblut entgegentropft, zeigt Eisner die komplette Geschichte auf.
Als Milo Garret in den Spiegel blickt, muss er zugeben, dass er schon besser ausgesehen hat: Bandagen verdecken sein Gesicht, er gleicht einem überdimensionalen Pflaster mit Augen, Ohren und Mund. „Solch eine Visage würde nicht einmal eine blinde Mutter lieben“, stöhnt er.
Berlin im Jahre 2323 ist die Partystadt schlechthin. Die Einwohner und Besucher feiern im einen durch, aus dem Fernsehturm wurde ein Puff, und der Regierende Bürgermeister kam durch einen Putsch an die Macht.
Science-Fiction verbindet man spätestens seit der Zeit von Star Trek und Star Wars gerne mit riesigen Raumschiffen und spektakulären, technischen Erfindungen, mit Weltraumschlachten und feindlichen Aliens. Wer das vom fünfteiligen Aldebaran-Zyklus erwartet, könnte enttäuscht werden. Aldebaran ist das genaue Gegenteil. Es geht nicht um Hochtechnologie, sondern um das (Über-)Leben auf einem fremdartigen Planeten mit seiner fantastischen, aber teils auch sehr gefährlichen Flora und Fauna.
“Persepolis“ ist eine Autobiographie: Marjane Satrapi erzählt von ihrem Leben, ihrer Kindheit und ihrem Erwachsenwerden. Und doch ist „Persepolis“ viel mehr als das. Denn Marjane Satrapi stammt aus einem Land, das die meisten von uns nur aus den TV-Nachrichten kennen: dem Iran. Durch ihre – preisgekrönten – Comics will sie mit den Vorurteilen gegenüber ihrem Land aufräumen.
Normalerweise haben wir bei Comicgate seit jeher das ungeschriebene Gesetz, keine Rezension über Comics von Mitarbeitern zu verfassen.
Verflixt, ich wollte diesen Comic wirklich viel mehr mögen, als ich es am Ende getan habe. Das Problem an der Sache ist, dass ein Großteil der Witze einfach nicht richtig zündet. Dabei sind genug Ideen vorhanden, die mir richtig gefallen haben.
W.E.S.T. ist die Abkürzung für das „Weird Enforcement Special Team“, bestehend aus vier Veteranen des Wilden Westens. Allesamt sind coole, abgefahrene Typen, die nichts erschüttern kann, sei es die kurz bevorstehende, eigene Hinrichtung oder ein Russisches Roulette. Ihre Methoden sind rau, aber wirksam. Deswegen werden sie zusammengetrommelt und nach New York geholt. Denn ihr Feind ist noch weit gefährlicher und skrupelloser, als sie zunächst ahnen…
Einige von uns dürften das gut kennen: man hat vor ein paar Jahren die Schule abgeschlossen und seine ländliche Heimat Richtung Großstadt verlassen, um dort zu studieren. Dazu gehört natürlich auch ausgiebiges Abhängen mit den Kumpels, Herumphilosophieren und gegenseitiges Popkulturwissen-Abfragen.