Neueste Artikel

The Complete D.R. & Quinch

So groß das Angebot an deutschsprachigen Comicübersetzungen auch ist, so groß sind nach wie vor die Lücken. Eigentlich sollte man meinen, dass zumindest das Werk der ganz großen Namen inzwischen vollständig auf Deutsch vorliegen müsste. Dass dem nicht so ist, zeigt sich (nicht nur) am Beispiel von Alan Moore. Dessen Opus enthält neben den großen, selbstverständlich verfügbaren Klassikern wie Watchmen, From Hell oder V for Vendetta auch zahlreiche mehr oder minder obskure Seitenzweige sowie ein Frühstadium, bestehend aus Comics, die in den frühen 80er Jahren für die britischen Magazine Warrior und 2000 AD entstanden. Das meiste davon wurde nie auf Deutsch veröffentlicht.

Links der Woche: Mit Ausblicken auf Erlangen, Mythen über deutsche Manga und einer Doktorarbeit als Comic

Unsere Links der Woche, Ausgabe 10/2012:   Mort du dessinateur Jean Giraud, alias Moebius Le Monde, Frédéric Potet Die Hauptnachricht der Woche wurde erst vor wenigen Stunden öffentlich: Der französische Comiczeichner Jean Giraud alias Moebius ist tot. Er starb am Samstag morgen im Alter von 73 Jahren. Mit ihm stirbt einer der größten und einflussreichsten Künstler des Comics. In den kommenden Tagen werden sicher zahlreiche Nachrufe erscheinen, diese werden in den nächsten Links der Woche nachgereicht. Erstes Interview mit Bodo Birk Splashcomics, Bernd Glasstetter Bodo Birk, Leiter und oberster Organisator des Comic-Salons Erlangen, gibt einen ersten Ausblick auf das Festival in diesem Jahr. Außerdem wird darin auch dieses Thema angesprochen: Max und Moritz-Publikumspreis 2012, Runde 2 Comic-Salon Erlangen In der erstern Runde durfte frei vorgeschlagen werden, aus diesen Vorschlägen wurden nun in den drei Kategorien Manga, Amerikanische Comics und Alben/Graphic Novels jeweils 20 (oder etwas mehr) Kandidaten ermittelt, über die nun in den Foren von Animexx, Panini und Comic-Salon abgestimmt werden darf. Die Abstimmung läuft noch bis Donnerstag, den 15. März. Die drei Sieger kommen …

Sang Royal 2 – Schuld und Sühne

Auf den ersten Blick war der erste Band von Sang Royal eine wahre Schlachtplatte voller Blut und Sex. Das war nicht jedermanns Geschmack, obwohl es graphisch sehr ansprechend gestaltet war. Auf den zweiten Blick war dieser erste Teil aber auch eine Studie über Zeichen im semiotischen Sinne. Die Kraft der Symbole und der Zuschreibung von Bedeutung waren ein zentrales Thema. Auch in der Fortsetzung ist dieser Aspekt ein zentrales Thema, wenngleich noch weniger auffällig.

John Carter: Auf den Spuren eines Pulp-Helden

Das neueste 3D-Kinospektakel aus dem Hause Disney, John Carter – Zwischen zwei Welten, basiert auf einer Idee, die hundert Jahre alt ist. Die literarische Vorlage stammt von Tarzan-Schöpfer Edgar Rice Burroughs. Obwohl John Carter nie so berühmt wurde wie sein geistiger Bruder aus dem Dschungel, beeinflusste er die Popkultur der letzten Jahrzehnte nachhaltig. Wir gehen auf Spurensuche und legen dabei besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Comicversionen von John Carter.

Interview mit David Füleki

Interview mit David FülekiDavid Füleki zeichnet seit etwa einem Jahr die Comicstripserie seitwärts für vorwärts – die Zeitung der deutschen Sozialdemokratie. Zehn Strips sind bis jetzt erschienen. Die Folge in der aktuellen Ausgabe März 2012 des vorwärts erregte allerdings heftig die Gemüter der Genossen. Auf dem JuSo-Blog gab es einen offenen Brief an den vorwärts-Chefredakteur Uwe Knüpfer, die Facebook-Pinnwand des Magazins läuft heiß bis hin zur Androhung von Abonnementskündigungen und auch ins Lafontaine-Blog hat es die Folge geschafft.

 

Links der Woche: Mit dem Erika-Fuchs-Haus und einem jungsozialistischen Shitstorm

Unsere Links der Woche, Ausgabe 9/2012:   Räte sagen Ja zum Museum Frankenpost, Andrea Hofmann Im fränkischen Schwarzenbach an der Saale, nahe der tschechischen Grenze, wird ein Museum zu Ehren von Dr. Erika Fuchs errichtet, der legendären Übersetzerin, die von 1951 bis 1988 zahlreiche Disney-Comics, nicht zuletzt jene von Carl Barks, ins Deutsche übertragen hat. Der Stadtrat des langjährigen Wohnorts von Erika Fuchs hat diese Woche „den Grundsatzbeschluss für den Bau des Museums gefasst“, wie die Lokalpresse berichtet. Circa 4,4 Millionen Euro soll das Museum kosten. Diese werden weitgehend aus verschiedenen Fördertöpfen bestritten, 10 Prozent trägt die Stadt Schwarzenbach. Das Ausstellungskonzept stammt von der Berliner Agentur m.o.l.i.t.o.r., eine Präsentation des Konzepts als PDF steht auf der Website des Museums zur Verfügung. Offener Leserbrief an den Chefredakteur des Vorwärts Uwe Knüpfer Juso Blog, Julian Zado In der SPD-Parteizeitung Vorwärts erscheint auf der satirischen Seite „Das Allerletzte“ regelmäßig ein kurzer Comic von David Füleki. In der aktuellen Ausgabe (hier im Flash-Format abrufbar) streitet sich die Karikatur eines Linksextremisten mit der Karikatur eines Neonazis. Das kommt bei Teilen …

Barracuda 1 – Sklaven

Kann man schon einen neuen Boom des Piratencomics ausrufen? Nach den Erfolgen der letzten Zeit mit durchwegs gelungenen Bänden wie JeronimusDas Testament des Captain Crown und An Bord der Morgenstern hat sich nun auch Comictausendsassa Jean Dufaux (Jessica Blandy, Giacomo C.) der Piraten angenommen.

Super – Shut Up Crime!

Filmbesprechung
»Reale« Superhelden funktionieren ja eigentlich gar nicht. Keinen Meter. Das Vorkommen von Menschen mit echten Superkräften ist bis jetzt noch nicht beweiskräftig belegt worden; und Typen, die sich tatsächlich Kostüme anziehen, um nächtens »das Böse« zu bekämpfen, sind mehrheitlich eher peinlich oder in psychiatrischer Behandlung. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist eine der weitest verbreiteten Fanboyfantasien die »Was wäre, wenn es wirklich Superhelden geben würde?«-Nummer.

In Deutschland wurde der Film – bis auf Ausnahmen wie dem Fantasy-Filmfest 2011 – nicht auf der Kinoleinwand gezeigt, sondern Ende Januar 2012 direkt für den Heimkinomarkt herausgebracht. Ihr könnt ihn bei uns gewinnen!
 

Links der Woche: Mit dem M&M-Publikumspreis und Frauendarstellungen im Comic

Unsere Links der Woche, Ausgabe 8/2012:   Max und Moritz-Publikumspreis 2012 Comic-Salon Erlangen Im Juni wird in Erlangen wieder der Max-und-Moritz-Preis vergeben. 2010 gab es erstmals einen Publikumspreis, damals konnten die Teilnehmer unter allen Comics abstimmen, die von der Jury für die regulären Kategorien nominiert waren. Diesmal wird das Prozedere geändert, dafür wird es etwas komplizierter: Für die endgültige Abstimmung soll die Liste der Jury diesmal um drei weitere Comics ergänzt werden, die das Publikum selbst vorschlagen darf. Die Ermittlung dieser drei Comics erfolgt in zwei Stufen. In Stufe 1 kann jeder seine eigenen Favoriten vorschlagen, aufgeteilt in drei Gruppen. Diese Runde (die noch bis Mittwoch, 29.3. läuft) findet in vier verschiedenen Foren statt: Bei CrossCult und Panini (US-Comics), im Forum des Comic-Salons (Alben/Graphic Novels) und bei Animexx (Manga). Pro Kategorie sollen auf diesem Weg 20 Comics ermittelt werden, über die dann in Runde 2 abgestimmt wird. Die Sieger jeder Kategorie landen dann, zusammen mit den offiziellen Jury-Nominierungen, auf dem endgültigen Wahlzettel. Lebensfenster Flausen, Ulf Salzmann Auch der Webcomic-Preis „Lebensfenster – Der Kurt Schalker-Preis für …