Alle Artikel in: Rezensionen

In dieser Rubrik finden sich alle Arten von Comic-Besprechungen, von den Kurzrezensionen im „Kri-Ticker“ bis hin zu ausführlicheren Einzelvorstellungen bestimmter Titel.

Der Kri-Ticker #66

 Kurz vor Weihnachten haben wir nochmal etliche Kurzrezensionen zusammengestellt. Und weil es schon seit vielen Wochen keine neue Folge des Kri-Tickers gab, bekommt ihr diesmal gleich 17 (!) Besprechungen zu lesen, wie gewohnt querbeet durch alle Genres, Stilrichtungen und Herkunftsländer.

Diesmal mit dabei: Robur, Der Heckenritter, Der Leuchtturm, Der Verlag, 5 Songs, Lenas Reise, Fables 4, B.U.A.P. 3, Hieronymus B., Einzelgänger, The Boys 1, Torpedo 3, Lin_c 3, Die Gilde 1, The Hills Have Eyes – Der Anfang, Jungle Town und The Red Star 2.

 

Liebe schaut weg

Comics als Abschlussarbeiten an Kunsthochschulen sind seit Mawils Wir können ja Freunde bleiben kein Novum mehr. Neu dagegen ist an Line Hovens Liebe schaut weg die Wahl des Handwerkszeugs: der Schabkarton. Das Endprodukt ihrer dreijährigen Arbeit ist ein schwarz-weißes Familienalbum, das drei Generationen von Hovens Familie umspannt und sich von der Jugend ihres Großvaters während der NS-Zeit bis hin zu ihrer eigenen Kindheit erstreckt.

The Secrets of Coney Island

Mit The Secrets of Coney Island veröffentlicht Reinhard Kleist innerhalb von zwei Jahren nun schon seinen dritten Comic. Nach den Erfolgen von Cash – I see a Darkness und Elvis hat der Wahlberliner ein weiteres Mal die amerikanische Populärkultur als Thema für seine Erzählung gewählt. Im Gegensatz zu den beiden bekannteren musikalischen Größen illustriert Kleist in seinem neuesten Werk die Welt des Vergnügungsparks vor den Toren New Yorks: Coney Island. Obwohl der diesjährige Gewinner des Sondermann-Preises für den besten deutschen Comic graphisch wieder einmal überzeugt, fällt ihm auf thematischer Ebene der transatlantische Spagat zwischen amerikanischem Inhalt und deutschem Leser nicht so leicht. Erst im Laufe der Handlung arbeitet sich Kleist langsam vor, um seinem Publikum die groteske Welt von Coney Island näher zu bringen.

Hack/Slash 1 – Der erste Schnitt

 Mit dem ersten Band der US-Serie Hack/Slash expandiert der Verlag Cross Cult weiter im Genre der Horrorcomics. Ob die augenzwinkernde Hommage an blutige Schlitzer-Filme gelungen ist, daran scheiden sich die Geister. Für Comicgate haben zwei Redakteure den Comic unter die Lupe genommen und kamen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, wie man in unserer Besprechung in Dialog-Form nachlesen kann.

Hellblazer 2 – Der Rote Tod

 Vom Nebendarsteller zur Hauptfigur: John Constantine gehört seit langer Zeit zum festen Repertoire der US-Comic-Welt. Der Straßenmagier im Trenchcoat und seine Serie Hellblazer stehen für erwachsenen Horror und gute Qualität. Im September ist der zweite Band „Der Rote Tod“ bei Panini erschienen.

Post Mortem Blues

 Nach längerer Pause gibt es wieder mal eine Comicbesprechung von zwei Redakteuren in Dialogform. Benjamin und Thomas beschäftigen sich mit Post Mortem Blues, dem aktuellen Werk von Horus. Der sogenannte „Wort-Bild-Roman“ erzählt von einem Mädchen, das eigentlich einen recht normalen Eindruck macht — dabei ist sie eigentlich schon tot.

Andrax 1: Experiment des Grauens

Andrax 1Michael Rush ist Andrax, Zehnkämpfer und Zeitreisender. Der Comic-Held aus den Siebzigern erlebt bei Cross Cult ein Revival. In fünf Bänden soll der Klassiker in den nächsten Jahren erscheinen, der erste ist vor kurzem erschienen. Den Leser erwartet eine Achterbahnfahrt durch das vierte Jahrtausend, Flugechsen und Vampire inklusive. Aber bitte nicht zu weit aus dem Wagen lehnen.

Perry – Unser Mann im All 133

 Seit 2006 beschäftigt sich das von Karl Nagel gegründete Hamburger Studio Alligatorfarm mit der Wiederbelebung einer Comic-Serie der 70er Jahre: Perry – Unser Mann im All war damals ein psychedelisches Pulp-Vergnügen im Geiste von Barbarella, das im Universum der langlebigen Romanreihe Perry Rhodanspielte.

 

Schattenbeschwörer

 Comicadaptionen von Romanen, besonders aus dem Fantasygenre, sind momentan sehr beliebt bei Comicverlagen. Werke von Wolfgang Hohlbein, Kai Meyer, George R. R. Martin oder Eoin Colfer werden fleißig in Comicform umgesetzt. Aus England kommt der Fantasyroman Schattenbeschwörer (Shadowmancer) von G.P. Taylor. Das Buch war dort ein Bestseller, ein Film ist in Arbeit und der britische Verlag Markosia setzte es als Comic um. Bei Ehapa gibt es nun eine deutsche Ausgabe.