Links der Woche: Mit dem Besten und Schlimmsten von 2010
Links der Woche, Ausgabe 1/2011: Täglich stoßen wir im Netz auf interessante neue Texte über Comics, neue Interviews und Features, neue Webcomics, Forendiskussionen und Videos. Diese neue Rubrik sammelt einmal pro Woche (wenn nichts dazwischenkommt, immer freitags) eine kleine Auswahl lohnender Links. Hier unsere ersten Empfehlungen: The Wormworld Saga, Chapter 1: The Last Day of SchoolDaniel LieskeDer in Nordrhein-Westfalen lebende Illustrator und Designer Daniel Lieske arbeitet seit etwa einem Jahr an einem größeren Webcomic-Projekt, dessen Entstehung er auf seinem Blog dokumentiert. An Weihnachten ging nun das erste Kapitel seiner Wormworld Saga online: Im Zentrum steht ein kleiner Junge, der ständig Tagträumen nachgeht und große Angst vor Feuer hat. Neben der sehr schicken Optik, die an Animationsfilme erinnert, fällt vor allem das Format auf: Man klickt sich nicht von Seite zu Seite, sondern scrollt auf einer sehr sehr langen Seite von unten nach oben – ein Stilmittel, das Lieske sehr effektiv zu nutzen weiß. Entwickelt wurde das ganze Projekt komplett auf Englisch, es gibt also (noch?) keine deutsche Fassung. Die internationale Ausrichtung beschert ihm dafür …

Seit 30.12. im Kino: Stephen Frears‘ Verfilmung des Comics Tamara Drewe von Posy Simmonds (auf Deutsch bei Reprodukt). Hier unsere Rezension zum Film.
Riad ist acht Jahre alt, lebt in Syrien und möchte gerne ein cimmerischer Krieger sein, so wie Conan der Barbar. Beim gemeinsamen Pinkeln stellt er fest, dass sein Pimmel anders aussieht als die seiner Cousins. Denn, so wird es ihm erklärt: „Du hast nicht wie wir das Rad der Schmerzen ertragen.“ Dies soll sich aber bald ändern, denn Riads Vater eröffnet ihm, dass auch er bald beschnitten werden soll. Was so eine Beschneidung genau ist, was dabei passiert und welchen Zweck sie erfüllen soll, erfährt Riad allerdings nicht. Er muss es sich also selbst zusammenreimen.
Zu Weihnachten schenkt man lieben Menschen schöne Dinge – das können und dürfen natürlich auch Comics sein. Deshalb hat die Comicgate-Redaktion wieder Ideen gesammelt: Hier sind unsere 15 Geschenktipps, ordentlich nach Zielgruppe sortiert. Und weil wir nicht aufgepasst haben, hat sich auch ein DVD-Tipp unter die Comics verirrt.
Toonfish heißt das neue Label, mit dem der Splitter Verlag sein Programm um eine neue Geschmacksrichtung erweitert: Funny-Comics aus Frankreich, im quadratischen Hardcoverformat. Bei den drei Titeln, die zum Start vorliegen, handelt es sich, dem Namen „Toonfish“ zum Trotz, nicht um Cartoons, also klassische Ein-Bild-Witze, sondern um kurze Gag-Strips, die auf ein bis drei Seiten erzählt werden. Aushängeschild des neuen Imprints ist der Schweizer Künstler Zep, der mit seinen Comics um den pubertären Titeuf in Frankreich absoluten Bestsellerstatus erreicht hat.
Es beginnt wie in einer Naturdokumentation im Fernsehen: Eine menschenleere Welt, ein Bär fängt Lachse im Fluß, ehe er von einem noch größeren Bär angegriffen wird. Doch dann betritt ein kleiner Dinosaurier das Feld, der trotz seines grimmigen Blicks sehr niedlich aussieht. Er nimmt es mit dem riesigen Kodiakbären auf und liefert ihm einen ungleichen Kampf, denn der Kleine ist total überlegen. Anschließend frisst er sich an den Fischen satt und schläft, respektlos wie er ist, direkt auf dem Bauch des eben besiegten Bären ein.