Struwwelpeter – Das große Buch der Störenfriede & Struwwelpeter – Die Rückkehr
Vor 200 Jahren wurde Heinrich Hoffmann geboren, der Frankfurter Arzt, Psychiater, Schriftsteller und Zeichner, dessen berühmtestes Werk Der Struwwelpeter ist. 1845 erstmals erschienen, wurde das Kinderbuch ein weltbekannter Bestseller, der aus heutiger Sicht vor allem durch seine brachiale Pädagogik beeindruckt. Der Struwwelpeter ist ein Reigen unartiger Kinder, die alle als schlechte Beispiele präsentiert werden. Die Kinder sollten sehen, mit welch schlimmen Konsequenzen zu rechnen ist, wenn man nicht brav und folgsam ist und beispielsweise ständig herumzappelt, am Daumen lutscht oder seine Suppe nicht aufisst.

Cyril Pedrosa ist Comiczeichner (bekannt geworden durch Ring Circus und Drei Schatten) und er ist bekennender Öko. Beide Fragmente seiner Persönlichkeit bringt er in dem Album Auto-Bio zusammen. Pedrosa schildert sein Leben als Freund der Umwelt und wie er dieses an strengen ökologischen Werten auszurichten versucht. In meist nur eine Seite des Albums einnehmenden Episoden umreißt Pedrosa Alltagsprobleme, auf die er als Öko gestoßen ist.
Für den Sonderband „Comics, Mangas, Graphic Novels“ der Reihe
Zum 25. Jubiläum feiert die Reddition, Deutschlands Zeitschrift für Graphische Literatur, sich selbst und das Medium „Comic“ mit einer fast hundert Seiten starken Doppelausgabe (Band 49 und 50) und dem Titelthema „Comics und Literatur“. Seit 1984 liefert dieses ambitionierte Projekt ausführliche Porträts und Dossiers über europäische, amerikanische und auch japanische Comics und deren Künstler. Dabei lag der Schwerpunkt der Publikation stets auf der exakt aufgearbeiteten Präsentation von historischen Fakten über Comics, interessanten Hintergrundinformationen über Künstler und original Bildmaterial der entsprechenden Publikationen. Zum Jubiläum versuchte man in gewohnter Qualität nachzulegen und auch endlich dem Untertitel der Zeitschrift für Graphische Literatur mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Seine erste Lenore-Geschichte zeichnete Roman Dirge bereits im Jahr 1992, der vorliegende Sammelband erschien 1999 in den USA. Weitere zehn Jahre später liegen die Comics vom „süßen kleinen toten Mädchen“ auch auf Deutsch vor. Dies besorgt der kleine Verlag UBooks, der unkonventionelle Literatur verlegt, u.a. auch Vampir-Romane, Gothic-Bildbände und die norwegische Comicserie Nemi.
Passend zum Wahljahr 2009 hat der Eichborn Verlag mit Miss Tschörmänie den ersten Comic über die Kanzlerin vorgelegt. Auf 64 Seiten bemühen sich der Karikaturist Heiko Sakurai und die Politik-Redakteurin Miriam Hollstein, nicht nur die politische Karriere von Angela Merkel ins rechte Licht zu rücken, sondern verweisen, stets mit einem Augenzwinkern, auf den gesamten Werdegang der ersten deutschen Kanzlerin.
Der von mir allein schon wegen Transmetropolitan geschätzte Autor Warren Ellis startete im Februar 2008 den kostenlosen Webcomic FreakAngels. Jede Woche erscheinen sechs neue, kolorierte Seiten, die jeweils eine Episode darstellen. Zentrales Thema sind zwölf junge Erwachsene, die telepathische Fähigkeiten besitzen und anscheinend in ihrer Pubertät derart Mist gebaut haben, das sich die Welt grundlegend geändert hat.