Autor: Thomas Kögel

Links der Woche: Mit deutschen Comicforschern, japanischen Menschenmassen und indischen Ureinwohnern

Unsere Links der Woche, Ausgabe 1/2012:   Die Nachbarn kommen jetzt auch reinBerliner Zeitung und Frankfurter Rundschau, Brigitte HelblingEin Artikel über die „neue Generation von Comic-Läden“, die nicht mehr dunkle Geekhöhlen, sondern helle und freundliche Buchläden für jede Art von Comicinteressierten sind. Comicwissenschaft in Deutschland: Ein EinschätzungsversuchGesellschaft für Comicforsching, Daniel SteinDie Website der ComFor veröffentlicht die deutsche Übersetzung eines englischsprachigen Aufsatzes über den Stand der hiesigen Comicforschung. Die Braut trug SchwarzWelt am Sonntag, Herrmann WeißEs muss nicht immer Reprodukt sein: Man kann als große Zeitung auch mal andere Comicverlage porträtieren, wenn man über das „Nicht mehr nur für Kinder“-Medium berichten will: Die WamS besucht Rossi Schreiber (Schreiber & Leser) in München. Bloggen mit Pinsel und Zeichenstiftheute.de, Alfred KrügerDie ZDF-Nachrichtenwebsite stellt deutsche Webcomics vor (u.a. Das Leben ist kein Ponyhof und Zwarwald). Nichts Neues für jene, die sich eh damit auskennen – aber immer erfreulich zu sehen, wenn ein „großes“ Medium mit vielen Lesern berichtet und Links streut. Liste der Comics 2012Forum des Gratis-Comic-Tags im Comicforum, Bernd GlasstetterDie Liste der Comcis, die dieses Jahr beim Gratis-Comic-Tag …

Stuck Rubber Baby

Unter dem deutschen Titel Am Rande des Himmels erschien dieses Werk schon einmal, 1996 beim Carlsen Verlag. 15 Jahre später hat sich die Comiclandschaft stark verändert – ein Comic, der teilweise autobiografisch auf über 200 Seiten von Rassismus und Homosexualität, Politik und Gesellschaft erzählt, muss längst nicht mehr als exotische Besonderheit gelten, sondern passt formal und inhaltlich hervorragend in die mittlerweile etablierte Marktnische der „Graphic Novels“. Grund genug für den Verlag Cross Cult, eine Neuauflage des vergriffenen Comics zu machen, diesmal unter dem englischen Originaltitel.

Links der Woche: Mit Jahresrückblicken und Comics, die im Nirvana verschwunden sind

Unsere Links der Woche, Ausgabe 43/2011: The Wormworld Saga, Kapitel 2: Die Reise beginntWormworldsaga.com, Daniel LieskeVor genau einem Jahr veröffentlichte Daniel Lieske das erste Kapitel seines extrem erfolgreichen Onlinecomics und versprach den zweiten Teil für Weihnachten 2011. Das hat geklappt, das neue Kapitel steht seit Heiligabend im Netz. Inzwischen arbeitet Lieske dank einer erfolgreichen Kickstarter-Finanzierung hauptberuflich an dem Projekt, eine Printausgabe erscheint im kommenden Jahr bei Tokyopop. Der Superknall – fünf Jahre KriseZeit Online, Miriam Migliazzi, Mart Klein und diverse AutorenDie Zeit versucht, den Verlauf der Finanzkrise seit 2007 zusammenzufassen und zu erklären – und tut es in Form eines siebenseitigen Comics, der als PDF verfügbar ist. RUDI Update v2.011peter-puck.de, Peter PuckEin Lebenszeichen von Peter Puck, dessen Rudi-Comics schon seit längerem pausieren. In dem kurzen Strip blicken Rudi und Fred zurück in ihre eigene Vergangenheit. Filmpodcast Nr. 266: Poulet aux prunes, Marjane Satrapi.Sennhausers Filmblog, Michael SennhauserIn der aktuellen Folge von Kino im Kopf, dem Filmmagazin des Schweizer Radios DRS (für Filmfans generell sehr empfehlenswert) geht es diesmal um Marjane Satrapis Verfilmung ihres Comics Huhn mit …

Links der Woche: Mit Nullnummern, Rückblicken und Nachrufen

In einer idealen Welt wäre das Ausgabe 51 der „Links der Woche“. Ganz haben wir es dann doch nicht geschafft, diese kleine Rubrik wirklich jede Woche zu befüllen. Vor allem am Jahresende gab es eine größere Lücke (die letzte Ausgabe stammt vom 18. November), aber – guter Vorsatz zu Weihnachten – künftig sollen hier wieder regelmäßig die interessantesten Comiclinks gesammelt werden. Hier nun also unsere Links der Woche, Ausgabe 42/2011:   Alfonz – Der Comicreporterwww.alfonz.deIn unserem Interview hatte sich Mit-Herausgeber Matthias Hofmann noch recht weit aus dem Fenster gelehnt: „Sag mal laut „Karacho“. Und dann stell Dir vor, 61.673 Comicfans stehen in Fußballarena „AufSchalke“ und intonieren „Karacho“. Da fliegt das Dach weg.“ Das Dach darf nun liegen bleiben, denn weil der Name „für ein regionales ostdeutsches Szene-Magazin bereits vergeben und rechtlich geschützt war“, benannte sich das neue Comicmagazin noch vor dem Start kurzfristig um und heißt jetzt Alfonz, angelehnt an den schon lange bestehenden Verlagsnamen „Edition Alfons“. Seit Donnerstag gibt es eine erste, 16-seitige Nullnummer, die einen Ausblick auf das Magazin gibt, das ab Sommer …

Comicgeschenkideen 2011

altZu Weihnachten schenkt man lieben Menschen schöne Dinge – das können und dürfen natürlich auch Comics sein. Deshalb hat die Comicgate-Redaktion wieder Ideen gesammelt: Hier sind unsere neuen Geschenktipps, ordentlich nach Zielgruppe sortiert.

All diese Geschenke sind natürlich auch für den eigenen Wunschzettel geeignet. 

Unsere Geschenktipps aus den Vorjahren sind hier zu finden:  2005, 2006, 2008, 2009 und 2010.

Die Comics werden diesmal empfohlen von Andreas Völlinger (av), Benjamin Vogt (bv) Marc-Oliver Frisch (mof), Thomas Kögel (tk) und Christopher Bünte (cb).

(Abbildung: Weihnachtskarte von Dark Horse Comics aus dem Jahr 1998, © Mike Mignola / Dark Horse)

 

Links der Woche: Mit Crowdfunding, Comicforschung und Occupy

Unsere Links der Woche, Ausgabe 41/2011:   Crowdfunding falsch gemachtSplashcomics, Bernd GlasstetterDas Team von PlemPlemProductions versucht seine nächsten Projekte rund um Whoa! Comics über die Crowdfunding-Plattform pling.de zu finanzieren. Anlässlich dessen macht sich Bernd Glasstetter Gedanken darüber, wann diese Form des Geldeinsammelns im Comicbereich funktionieren kann und wann nicht.  Invasion aus dem Alltagtagesspiegel.de, Christoph HaasLetztes Wochenende fand in Passau die Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung mit dem Thema „Reportagecomics. Dokumentarische Comics. Comicbiographien“ statt. Christoph Haas berichtete über die Veranstaltung in einem Artikel in der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung. Eine längere Online-Fassung davon erschien im Comic-Portal des Tagesspiegels.  It’s Called a Comic Book, Not Graphic NovelHuffington Post, Dave Scheidt„It doesn’t make you sound cooler when you tell people you read ‚graphic novels‘. Let’s get that straight, you read comics. Everyone knows people who read comics are total losers!“    Comics on the Kindle Fire and Nook Tablet hands-on (video)Engadget, Brain HeaterAuf dem noch jungen Markt der Tablet-Computer und eBook-Lesegeräte war das iPad von Apple lange Zeit so ziemlich das einzige Gerät, das sich in Sachen Größe, …

Links der Woche: Mit Splitters E-Comics, Hakenkreuzen und den ersten Jahresbestenlisten

Unsere Links der Woche, Ausgabe 40/2011:   Splitter goes digitalComic-Report, Matthias HofmannDemnächst startet der Splitter-Verlag mit einem digitalen Comicangebot. Eine App für Tablets und Smartphones soll in wenigen Wochen für verschiedene Plattformen verfügbar sein. Verantwortlich für das Projekt ist Dominik Madecki, der im Interview Auskunft über die Pläne des Verlags gibt.  Der etwas andere ComicBauerfeind, A. Wagner und B. LengDie Sendung Bauerfeind stellt Craig Thompsons Habibi vor und meint es eigentlich gut, greift dann aber doch ziemlich daneben, wenn die besondere Qualität des Comics dadurch betont wird, indem der Rest der Comiclandschaft als „Meer von trivialen Sex- und Gewaltschmierereien“ bezeichnet wird. Auf Twitter gab es prompt ein kleines Shitstörmchen. Tintin und das Geheimnis des ErfolgesZündfunk Generator, Markus Metz und Georg SeeßlenDie öffentlich-rechtlichen können aber auch ganz anders: Zum Beispiel mit diesem knapp 50minütigen Radiofeature über Tim und Struppi, das zwar anlässlich der neuen Spielberg-Verfilmung ausgestrahlt wurde, sich aber hauptsächlich mit Hergés Comics beschäftigt. Direkt zum MP3-Download geht’s hier. Neurotitan : 50 Jahre super Comics – die Geburtstagsausstellung der Comicverlage REPRODUKT und EDITION MODERNEneurotitan.deEin virtueller Ausstellungsrundgang …

Code Word: Geronimo (US)

In der Nacht vom 1. zum 2. Mai 2011 tötete ein Spezialkommando der US Army den Staatsfeind Nummer 1, Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden, der bis dahin in einem Haus im pakistanischen Abbottabat gelebt hatte. Nur wenige Wochen später kündigte der Verlag IDW Publishing eine „Graphic Novel“ an, die das Geschehen dieser Nacht in Comicform nacherzählt. Im September ist das Buch nun erschienen – passend zu den Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September, die den Terroristen Bin Laden endgültig zum obersten Feindbild der USA gemacht hatten.

Links der Woche: Mit Charlie Hebdo, Gedanken zur Comic-Kritik und einem Incal-Trailer

Unsere Links der Woche, Ausgabe 39/2011:   Molotow-Cocktail zum ApéroFrankfurter Allgemeine Zeitung, Jürg AltweggKrass, ohne Angst – und unter PolizeischutzSpiegel Online, Carsten VolkeryZierfische der PressefreiheitSüddeutsche Zeitung, Joseph HanimannDas Thema der Woche ist sicher der Brandanschlag auf die Redaktion des Pariser Satireblatts Charlie Hebdo. Die Zeitschrift brachte letzte Woche eine bewusst provokante Ausgabe unter dem Titel Sharia Hebdo, mit dem Propheten Mohammed als Chefredakteur. Dass sich radikale Islamisten über diese Aktion aufregen würden, überrascht nicht und war wohl auch einkalkuliert. Dass aber am Erscheinungstag des Heftes die Redaktionsräume durch ein Molotov-Cocktail völlig ausbrannten, gehörte sicher nicht zum Plan. Außerdem wurde die Website des Magazins gehackt. Wer diese Attacken ausübte, ist bislang nicht bekannt. Die französischen Medien reagierten mit Solidaritätsbekundungen. Die Zeitung Libération nimmt die obdachlose Charlie Hebdo-Redaktion vorübergehend bei sich auf, in der Donnerstagsausgabe erschien auch eine gemeinsam produzierte Sonderbeilage. Tintin in the Congo not racist, says Belgian judicial adviserThe Guardian, ReutersDie Klage des Kongolesen Bienvenu Mbutu Mondondo gegen den belgischen Verleger von Tintin au Congo (Tim im Kongo), die ein Verkaufsverbot des Comics zum Ziel …