Autor: Thomas Kögel

Habibi

Schon die Erscheinungsweise macht deutlich, dass Habibi ein außergewöhnliches Werk ist. Der neue Comic von Craig Thompson, der langerwartete Nachfolger seines großen Erfolgs Blankets, an dem er sechs Jahre lang gearbeitet hat, kommt gleichzeitig in englischer, französischer und deutscher Sprache auf den Markt – das ist selten auf dem Buchmarkt, und bei Comics erst recht. Dieser Sonderstatus setzt sich in der Aufmachung fort: Habibi ist ein voluminöser Klotz von 672 Seiten, der mit Goldverzierung auf dem Hardcover-Einband, Lesebändchen und schwerem Papier sehr edel daherkommt. Wird Thompsons Erzählung dem pompösen Auftritt des Buches gerecht?

Links der Woche: Mit der Buchmesse und prominenten Gästen, Entlassungen bei Marvel und Turtle-Nasen

Unsere Links der Woche, Ausgabe 38/2011:   Die Faszination Comic im Umbruch – Ein ResümeeSplashcomics, Bernd GlasstetterDer Auftritt der Comics auf der Frankfurter Buchmesse hat sich diesmal im Vergleich zu den Vorjahren gravierend verändert. Was alles anders war und welche positiven und negativen Folgen – aus Sicht von Besuchern wie von Verlagen – das hatte, erklärt Splashcomics. „Habibi“ beeindruckt auf Frankfurter Buchmesse 2011YouTube, MediacontainerEines der Topthemen im Comicbereich der Buchmesse war sicher die voluminöse Graphic Novel Habibi von Craig Thompson, der sein neues Werk persönlich vorstellte. Auf Youtube gibt es einen Zusammenschnitt verschiedener TV- und Hörfunkbeiträge, die sich mit Habibi beschäftigen. Es sind die Charaktere, nicht die ZombiesSplashcomics, Marc-Oliver Frisch„Die Hauptfigur killen? Fände ich toll!“Spiegel Online, Stefan PannorThe Artist of the DeadThe Artist of the DeadTitel-Magazin, Boris KunzThe Walking Dead: Interview mit Comiczeichner Charlie Adlardserienjunkies.de, Adam ArndtZu den Stargästen auf der Buchmesse zählte auch der Brite Charlie Adlard, Zeichner der erfolgreichen Zombieserie The Walking Dead, der auch ein gefragter Interviewgast war. Direkt auf dem Messepodium sprach Walking-Dead-Übersetzer (und CG-Redaktionsmitglied) Marc-Oliver Frisch mit ihm, Splashcomics bietet …

Links der Woche: Mit Protesten gegen Persepolis, Frankfurter Preisträgern und Comicpiraten

Unsere Links der Woche, Ausgabe 37/2011:   Salafisten gegen Persepolis, Teil 2Telepolis, Thomas PanyDer tunesische Privatsender Nessma TV hat die Zeichentrickverfilmung von Marjane Satrapis preisgekröntem Comic Persepolis ausgestrahlt. In einer Szene gibt es ein Zwiegespräch zwischen der kleinen Marjane und Gott, der als bärtiger Mann dargestellt wird. Für bestimmte Strömungen des Islam (wie die in diesem Fall tonangebenden Salafisten) verstößt dies gegen das Verbot, Gott bildlich darzustellen. Mehrere hundert Menschen waren so empört, dass sie vorletztes Wochenende vor der Zentrale des Senders demonstrierten und offenbar beabsichtigten, das Gebäude in Brand zu stecken. In der vergangenen Woche zeigte der Sender nun eine Wiederholung des Films, was am letzten Freitag zu noch größeren Demonstrationen in mehreren tunesischen Städten führte. Interessant ist hier auch der Nachtrag in dem Telepolis-Beitrag, in dem betont wird, dass die Ausschreitungen das Meinungsbild einer kleinen Minderheit darstellen, die man jetzt, nach dem Ende des Ben-Ali-Regimes, öffentlich deutlicher zu sehen bekommt. Sondermann 2011 – Bericht und FotosSplashcomics, Skrollan KannengießerAuf der Frankfurter Buchmesse wurde am Samstag wie jedes Jahr der Comic-Publikumspreis „Sondermann“ verliehen. Splashcomics listet …

Interview mit Stephan Hagenow

Stephan Hagenow gehört seit vielen Jahren zu den produktivsten deutschen Comiczeichnern. Nachdem er sich lange Zeit eher trashigen Stoffen wie Rattenmeute, Samurella oder Joe Darling gewidmet hat, wendet er sich mit seiner Serie Kommissar Fröhlich dem klassischen Krimi zu. Thomas Kögel unterhielt sich per E-Mail mit dem norddeutschen Autor und Zeichner und traf auf einen selbstbewussten Künstler, der von sich und dem, was er tut, sehr überzeugt ist. Mit dem zynischen Kommissar Fröhlich hat er eine Figur geschaffen, die er als „eine Art großer Bruder“ bezeichnet, und einen Comic, von dem er sagt: „Ich habe zum ersten Mal im Leben das Gefühl, das absolut Richtige zu tun.“

 

Links der Woche: Mit neuen (Web-) Comics und ersten DCnU-Resumees

Unsere Links der Woche, Ausgabe 36/2011:   Comic-Reisejournal KairoGoethe-Institut, Barbara YelinComiczeichnerin Barbara Yelin ist derzeit im Auftrag des Goethe-Instituts für fünf Wochen in Ägypten. Sie leitet dort einen Comicworkshop mit einer Gruppe von Zeichnern aus Kairo. Ihre Eindrücke hält sie in einem gezeichneten Tagebuch fest, das täglich auf der Website des Goethe-Instituts veröffentlicht wird. Von der lustigsten GestaltFrankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas PlatthausIm Feuilleton der F.A.Z. ist wieder eine neue Comicstrip-Serie gestartet. Mit Don Quijote überträgt Flix nach Goethes Faust schon zum zweiten Mal einen literarischen Klassiker in die Moderne. Sein Zeitungsstrip (der 2012 auch als Buch bei Carlsen erscheinen wird) beginnt damit, dass Alonso Quijano einen Leserbrief an die F.A.Z. schreibt. Ein Einführungsartikel von Andreas Platthaus stellt die Serie vor, die einzelnen Episoden sind sowohl auf faz.net als auch bei derflix.de online abrufbar. Die DC 52’s – Persönliches Resümeeanimexx.de, RoterKaterDie erste Runde des DC-Neustarts mit seinen 52 neuen Nummer-1-Ausgaben ist durch, alle #1-Hefte sind inzwischen erschienen. Der Relaunch wurde auch von verschiedenen deutschen Lesern ausgiebig begleitet. Unsere eigene Serie 52 mal berührt ist noch mittendrin …

Links der Woche: Mit Asterix, 24-Stunden-Comics und dem Kindle Fire

Unsere Links der Woche, Ausgabe 35/2011:   Neuer Zeichner für AsterixFrankfurter Rundschau, Axel VeielDie meistverbreitete Comicnachricht der letzten Woche war eine alte: Albert Uderzo gibt Asterix in die Hände von Nachfolgern. Dass die Serie auch ohne Uderzo weitergehen wird, wurde vergangene Woche offiziell bestätigt, die Namen der Nachfolger (Jean-Yves Ferri als Autor, Frédéric und Thierry Mébarki als Zeichner und Kolorist) wurden tags darauf vom Figaro verbreitet. Im obigen Link stellt die FR Autor Ferri vor. Wirklich neu ist die Nachricht, die für großes Presseecho sorgte, allerdings nicht: Schon im Juli wurden die Namen der Nachfolger vom französischen Magazin Casemate und in Deutschland von Spiegel Online verbreitet. Dessen Autor Stefan Pannor weist auf seinem Blog auf diesen Umstand hin. Dreimal im Jahr macht es „Plop“Kölner Stadt-Anzeiger, Kathy StolzenbachDas Comic-Fanzine Plop besteht seit 30 Jahren und feiert seinen Geburtstag mit einer Ausstellung in Köln. Comic-Clash: Die TeilnehmerBeim Comic-Magazin-Wettbewerb, der von Moga Mobo und Epidermophytie initiiert wurde, stehen inzwischen die Teilnehmer fest. Auf der Website kann man sich schonmal einen Eindruck verschaffen, wer im Mai 2012 beim Battle …

Links der Woche: Mit 50 Jahre Supercomics und weiblicher Sexualität in Superheldencomics

Unsere Links der Woche, Ausgabe 34/2011(in diesem Fall: Links aus den letzten zwei Wochen): Zwei Jubilare im Comic-Cosmosarte Journal, Sven Waskönig„Ich kann nichts anderes“ sagt Dirk Rehm auf die Frage, warum er Comics verlegt. Sein Verlag Reprodukt wird 20, die Edition Moderne wird 30, gemeinsam feiern die beiden mit der Berliner Ausstellung „50 Jahre Super Comics“ (noch bis 1.10. in der Galerie Neurotitan), die der Sender arte besucht hat. {source}{/source}   20 Jahre Reprodukt | 1991 vs. 2011Reprodukt Blog, Dirk RehmFür die zitty beantwortet der Reprodukt-Gründer zum Jubiläum die Frage “Was ist der Unterschied zwischen dem ersten und dem aktuellen Verlagsprogramm von Reprodukt?”. Eine ausführlichere Antwort ist im Reprodukt-Blog zu lesen. Dirk Rehm erzählt von der (weitgehend Computer-freien) Arbeit am seinem ersten selbstverlegten Titel Der Tod von Speedy und vergleicht diese mit dem heutigen Output.  Tilting at Windmills: If You Print It, They Will ComeComic Book Resources, Brian HibbsDer Comicfachhändler und Kolumnist Brian Hibbs schreibt über seine Erfahrungen mit den ersten Wochen des großen Neustarts von DC Comics, die im September 52 neue #1-Ausgaben in …

Das ausschweifende Leben des Nylonmanns

Es ist zweifellos eine sehr ungewöhnliche Geschichte: Ein junger deutscher Comicleser ist vernarrt in die Werke von Hermann (Comanche, Jeremiah, Die Türme von Bois-Maury) und schreibt ihm jahrelang Briefe. Bis dieser eines Tages zurückruft und aus einigen Telefonaten eine Freundschaft entsteht. Viele Jahre später darf jener Leser schließlich ein Comic-Szenario für sein Idol schreiben. Ein wahrgewordener Fanboy-Traum.

Links der Woche: Mit Zehn Jahre 9/11

Unsere Links der Woche, Ausgabe 33/2011   Der zehnte Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 auf World Trade Center und Pentagon bestimmte in der letzten Woche auch die Comic-Berichterstattung. Superhelden-Dämmerungsueddeutsche.de, Daniel WüllnerComicgate-Redaktionsmitglied Daniel Wüllner befasst sich auf sueddeutsche.de mit den Auswirkungen von 9/11 auf amerikanische Superheldencomics. In seinem Artikel schlägt er den Bogen von J. Michael Straczynskis Amazing Spider-Man-Ausgabe zu Ehren der Helfer bis zu Frank Millers Holy Terror, das in der kommenden Woche erscheinen wird. We don´t need another hero? Die Welt der Superhelden nach dem 11. SeptemberDer Marker, Till FrommannAuch im Blog von Der Marker, dem Popkulturmagazin von zdf.kultur, kommt Daniel zum gleichen Thema zu Wort. Er äußert sich dort im Interview zur Frage, wie die Ereignisse des 11. September den Superheldencomic beeinflusst haben. Helden, Schurken, Mäusetagesspiegel.de, Lars von TörneBeim Tagesspiegel zieht Lars von Törne den Bogen weiter und zählt diverse US-Comics, nicht nur aus dem Superheldengenre auf, die versuchen, den Anschlag und seine Folgen zu verarbeiten. Der 11. September im Spiegel des ComicsZDF Aspekte, Philipp Rümmele Dieser Beitrag im ZDF-Kulturmagazin Aspekte …