Autor: Marc-Oliver Frisch

2gegen1: Gratisrevue von Neunte Künst, Aufzug 3

Aufmerksamen Beobachtern ist es nicht entgangen: Immer wieder kommt es vor, dass Comics veröffentlicht werden, oft sogar für Geld. Die Comicgate-Redakteure Wederhake und Frisch wollen diese Entwicklung nicht länger unkommentiert lassen. Heute gelesen: Wonder Woman: Blood von Brian Azzarello, Cliff Chiang, Tony Akins et al. und Der Boxer. Die wahre Geschichte des Hertzko Haft von Reinhard Kleist.

Against Pussiness: An Interview with Howard Chaykin

altBorn in New Jersey in 1950, Howard Chaykin likes to draw good-looking action heroes, preferably of Jewish descent, with a soft spot for guns, women and snappy one-liners – and he’s been at it for more than 30 years, at this juncture. At Comic-Salon Erlangen 2010, Marc-Oliver Frisch sat down with a good-humored Howard Chaykin to talk about art, ego and hip-hop – and some grown-up stuff, as well.

Wider das Mimosentum: Interview mit Howard Chaykin

altHoward Chaykin kam 1950 in New Jersey zur Welt und macht am liebsten Comics mit gutaussehenden Draufgängern, vorzugsweise jüdischer Herkunft, die eine Schwäche für Waffen, Frauen und coole Sprüche haben – und das nun schon seit 30 Jahren. Auf dem Comic-Salon Erlangen 2010 traf sich Marc-Oliver Frisch mit einem gut gelaunten Howard Chaykin, der über Jazz, Hip-Hop und den Ernst des Lebens reden wollte.

 

Die aufgewärmte Frauenpower der ZEIT

Die aktuelle Ausgabe der Zeit (19. Juli) widmet sich der US-Comic-Anthologie Womanthology, die vor einem Jahr durch ihre unorthodoxe Entstehung Schlagzeilen machte und im März 2012 in Buchform erschienen ist. Der etwa halbseitige, groß bebilderte Artikel von Autorin Chris Köver (Titel: „Boom!“) gibt einen Überblick über das Projekt und bemüht sich, den Band im Kontext der aktuellen US-Comiclandschaft einzuordnen: Update, 1. August 2012: Kövers Artikel steht seit gestern auch bei Zeit Online: Allerdings erinnert dabei nicht nur die verwendete Illustration an einen Artikel von Oliver Ristau („Frauenpower in die Comics“), der sich bereits am 24. März in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit eben jenem Buch beschäftigte: So scheint gleich Kövers erster Absatz weitgehend baugleich mit den ersten drei Absätzen Ristaus. Die beiden Textstrecken unterscheiden sich im Wesentlichen nur dadurch, dass eine knappe Erklärung des Crowdfunding-Prinzips von Kickstarter, wie sie Ristaus Einleitungstext enthält, bei Köver fehlt. Köver, die Redakteurin und Mitgründerin und -herausgeberin der Frauenzeitschrift Missy Magazine ist, streitet auf Anfrage nicht ab, Ristaus Text gelesen zu haben – im Rahmen ihrer eigenen Recherche zu Womanthology, …

2gegen1: Gratisrevue von Neunte Künst, Aufzug 2

Aufmerksamen Beobachtern ist es nicht entgangen: Immer wieder kommt es vor, dass Comics veröffentlicht werden, oft sogar für Geld. Die Comicgate-Redakteure Wederhake und Frisch wollen diese Entwicklung nicht länger unkommentiert lassen. Heute gelesen: Das UPgrade von Ulf S. Graupner und Sascha Wüstefeld und Animal Man: The Hunt von Jeff Lemire, Travel Foreman, John Paul Leon et al.

2gegen1: Gratisrevue von Neunte Künst, Aufzug 1

altAufmerksamen Beobachtern ist es nicht entgangen: Immer wieder kommt es vor, dass Comics veröffentlicht werden, oft sogar für Geld. Die Comicgate-Redakteure Wederhake und Frisch wollen diese Entwicklung nicht länger unkommentiert lassen. Heute gelesen: zwei Mitbringsel des diesjährigen Comic-Salons Erlangen, Hilda and the Midnight Giant von Luke Pearson und Die Toten 3 von Stefan Dinter, Christopher Tauber et al.

Max, Moritz und der Muff: Wie der Max-und-Moritz-Preis seine Glaubwürdigkeit verspielt

Es war ganz und gar erstaunlich, was Sabine Wittkowski, die als Vertreterin des Carlsen-Verlags an der Abschlussdiskussion des Comic-Salons Erlangen 2012 teilnahm, da mitzuteilen hatte: Es gebe, so Wittkowski, einfach nicht genug kompetente Frauen, mit denen man die Jury des Max-und-Moritz-Preises besetzen könnte. Sie sprang mit dieser Wortmeldung Bodo Birk zur Seite, der als Chef-Organisator des Salons und des Max-und-Moritz-Preises ebenfalls der Jury angehört. Warum gibt es nicht mehr Frauen in der siebenköpfigen Max-und-Moritz-Jury? Werden die nicht gefragt, oder haben sie keine Lust? Auf meine Frage hatte Birk zunächst entgegnet, dass die Comicbranche ja nach wie vor sehr stark männerbestimmt sei. Dass mit Jutta Harms (Reprodukt), Alexandra Germann (Ehapa) und eben Wittkowski drei der fünf Verlagsvertreter neben ihm auf dem Podium weiblich waren, blieb dabei offenbar unbemerkt. Und überhaupt, so Birk, sei man bei der Zusammensetzung der Jury auf Kontinuität bedacht. Den Hinweis meinerseits, das klinge so, als sei die vermeintliche Männerbestimmtheit der Branche vor allem bei deren männlichen Vertretern weitgehend in sich selbst begründet, wollte Birk nicht gelten lassen. Man wolle schon auch Frauen …

Graphic-Novel-Symposium: Ulli Lust, Barbara Yelin und Flix in Saarbrücken

Im Rahmen der 12. Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse lockt die saarländische Landeshauptstadt mit Comiczeichnern aus Deutschland, Frankreich und Belgien.   Wenn vom 10. bis 13. Mai 2012 die Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken zum 12. Mal ihre Pforten öffnet, wird auch diesmal, wie bereits im letzten Jahr, der Comic im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Unter anderem sind auch drei Berliner Zeichnerinnen und Zeichner mit dabei. Barbara Yelin (Gift, „Riekes Notizen“ in der Frankfurter Rundschau) hat im vergangenen Semester mehrere Comic-Kurse an der HBKsaar betreut und ist als Kuratorin und Mitorganisatorin an der Veranstaltung vor Ort. Außerdem werden Ulli Lust (Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens) und Flix („Schöne Töchter“ im Tagesspiegel, „Heldentage“ bei FAZ.net) mit Vorträgen und Seminaren zu Gast sein. Flix kehrt damit nach zehn Jahren an seine Alma Mater zurück, denn seine erste Graphic Novel Held war 2002 gleichzeitig auch seine Diplomarbeit an der HBKsaar. Ebenfalls mit Vorträgen und/oder Seminaren vertreten sein werden Vincent Burmeister aus Hamburg, Maximilien Le Roy und Benjamin Lacombe aus Frankreich, sowie Fabienne Loodts aus …

Interview mit Bodo Birk zum Max-und-Moritz-Preis 2012

Vom 7. bis 10. Juni 2012 findet zum 15. Mal der Internationale Comic-Salon Erlangen statt, die größte und wichtigste Comicveranstaltung Deutschlands. Im Rahmen des Salons wird auch dieses Jahr wieder der Max-und-Moritz-Preis in einer eigenen Gala verliehen.

Die Organisation von Comic-Salon und Max-und-Moritz-Preis liegt in der Obhut Bodo Birks von der Stadt Erlangen. Comicgate-Redakteur Marc-Oliver Frisch hat sich mit Birk über den Max-und-Moritz-Preis, die kontrovers diskutierte Vergabe des 2010 eingeführten Max-und-Moritz-Publikumspreises und die Würdigung der Comic-Übersetzer im Rahmen des Preises unterhalten.