Rezensionen

The Warlord 2 & 3

Cover Warlord 2In Teil 2 und 3 der chronologischen Gesamtausgabe von Mike Grells The Warlord spinnt der Autor die Abenteuer des US-Airforce-Piloten Travis Morgan weiter, der sich nach einem Manöver in der Arktis im fantastischen Reich Skartaris wieder findet. Als sagenumwobener Warlord schwingt sich Morgan zum ultimativen Freiheitskämpfer der sich im Inneren der Erde befindlichen Welt auf. Sein Antagonist: der despotische Herrscher Deimos.

Er ist es auch, der dem Warlord über die diversen Einzelgeschichten hinweg zusetzt. Band 2 erzählt u.a. auch von Deimos‘ Rückkehr aus dem Totenreich und dem überraschenden Auftauchen von Travis Morgans Sohn.

Allein diese beiden Fakten würden für genug Sprengstoff sorgen, um damit einen dicken Sammelband mit spannenden Geschichten zu füllen. Aber freilich vernachlässigt Mike Grell auch die kleinen, in sich abgeschlossenen Episoden nicht. Dieses mal lässt er seinen Hauptprotagonisten unter anderem gegen Barbaren, Monster, Saurier, Außerirdische und den leibhaftigen Tod antreten. Wie man sieht, bedient sich die Serie auch weiterhin aus einem schier unerschöpflichen Füllhorn an Fantasy- und Sci-Fi-Versatzstücken.

Band 3, mit dem bezeichnenden Titel „Odyssee“, bietet zwar auch diverse kuriose Kämpfe (z.B. gegen Piraten, Dämonen, Werwölfe), tritt allerdings etwas leiser auf: Nach dem Showdown mit Deimos und getrennt von seinen Mitstreitern Machiste und Mariah, zieht Travis Morgan, mit Pistole und Schwert bewaffnet, allein durch die Lande. Dafür leistet ihm Meisterdieb Ashir eine zeitlang Gesellschaft.

Die beiden Ausgaben führen die klassischen Stories der US-Reihe aus den 70er und 80er Jahren nahtlos in chronologischer Folge und in Schwarz-Weiß fort. Die fehlende Kolorierung ist dabei aus meiner Sicht, wie ich schon in der Besprechung zum ersten Band anmerkte, eher ein Vor- als ein Nachteil, denn so wirken die detaillierten Bilder des Künstlers einfach unverfälscht und äußerst kontrastreich. Weiterhin farbig gehalten sind hingegen die am Ende abgedruckten Originalcover der Einzelhefte. Als weiteren Bonus enthalten Band 2 und 3 jeweils eine Hälfte eines von Jochen Ecke geführten Interviews mit Mike Grell.

Cover Warlord 3

Weniger Freude dürfte der Leser allerdings beim Blick auf den Kaufpreis empfinden. Band 3 ist mit 168 Seiten ein ganzes Stück dünner als die ersten beiden (diese weisen 192 bzw. 196 Seiten auf), trotzdem kosten alle drei jeweils 22 Euro. Es ist zwar verständlich, dass Cross Cult den Preis den Kosten und der Nachfrage anpasst, wenn eine klassische Serie wie Warlord nicht unbedingt zu den Bestsellern im Programm zählen sollte, aber letztlich bekommt der Käufer jetzt nach zwei Ausgaben spürbar weniger für das gleiche Geld, was natürlich im ersten Moment ärgerlich ist.

Abgesehen davon, pausiert der Verlag jetzt ohnehin zwangsweise mit der weiteren Veröffentlichung, da die entsprechenden Druckdaten vom Lizenzgeber auf sich warten lassen. Mindestens zwei weitere Ausgaben sind bis dato geplant, damit würden dann alle von Grell geschriebenen und gezeichneten Stories komplett vorliegen. Und das wäre sicherlich eine schöne und verdiente Sache für alle Fans.

 

Wertung: 8 von 10 Punkten

Klassisches Material in adäquater Aufmachung, stilvoll in Schwarz-Weiß und ungemein unterhaltsam

 

The Warlord 
Cross Cult
Text und Zeichnungen: Mike Grell
Schwarz-Weiß mit farbigen Coverabbildungen, Hardcover
Preis: je 22 Euro

Band 2: Deimos
November 2010
196 Seiten 
ISBN: 978-3-941248-88-5

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Band 2: Odyssee
März 2011
168 Seiten
ISBN: 978-3-941248-89-2

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Abbildungen: © der dt. Ausgabe Cross Cult