Autor: Thomas Kögel

Links der Woche: Mit 10 Jahre Zuckerfisch, alten „Helden“ und Charlie Sheen

Unsere Links der Woche, Ausgabe 10/2011:   Wie jetz…10 Jahre?!?Zuckerfisch News, Naomi FearnSeit genau 10 Jahren veröffentlicht die Stuttgarter Zeitung jede Woche einen Zuckerfisch-Strip von Naomi Fearn. Aus diesem Anlass blickt sie zurück, zeigt nochmal ihre allerersten Strips und präsentiert eine Reihe von Jubiläums-Coverversionen, die sie von anderen Künstlern (den Anfang macht Lapinot) zum Zehnjährigen geschenkt bekommen hat. Wir gratulieren ganz herzlich! Von Sigurd, Superman und Graphic Novelsswr.de, Henning HoossComics sind längst nicht mehr nur was für Kinder, es gibt inzwischen auch ernsthafte und anspruchsvolle Stoffe, undsoweiter. Alles nichts neues – eben ein typischer Mainstream-Medien-Artikel für ein allgemeines Publikum. Müssten wir hier nicht verlinken, wenn SWR-Redakteur Henning Hoos sich bei der Recherche nicht an unsere very own Frauke gewandt hätte. Die traf sich mit ihm auf einer Mannheimer Comic-Börse, auf der er dann auch die unterschiedlichen Gruppen des Comicpublikums kennenlernt, vom nostalgischen Sammler bis zum neugierigen Leser.  Welcome to the New Comics JournalThe Comics Journal, Tim HodlerGroßer Neustart beim Comics Journal: Das renommierte amerikanische Fachmagazin hat sich vor einem guten Jahr entschlossen, nur noch einmal pro …

Interview mit Rob Guillory (OmU)

Zum Start der deutschen Ausgabe von Chew sprachen wir nicht nur mit John Layman, dem Autor und Erfinder der Serie, sondern auch mit Rob Guillory, dem Zeichner. Im Gespräch, das Thomas Kögel per Instant Messenger führte, erzählt Rob, wie er zu dem Job kam, wie eine Chew-Ausgabe entsteht und warum er „creator owned“-Comics so viel besser findet als die Mainstream-Superheldenware der Großverlage.

Wir veröffentlichen das Interview sowohl in einer deutschen Übersetzung als auch in der englischen Originalfassung.

Interview with Rob Guillory

Coinciding with the german release of Chew, we did not only chat with writer John Layman, but also with artist and co-creator Rob Guillory. Talking to Thomas Koegel via Instant Messenger, Rob told us how he got the job, how an issue of Chew is made and why he likes creator-owned comics so much more than company-owned superhero books.

Links der Woche: Mit Crowdfunding, Don Rosas Augenleiden und einer Radioshow aus Leipzig

Unsere Links der Woche, Ausgabe 9/2011:   Fortsetzungscomic: Der BoxerFrankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas PlatthausIn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung startet ein neuer, täglicher Comicstrip: Reinhard Kleist erzählt in Der Boxer die wahre Geschichte von Hertzko Haft nach, einem polnischen Juden, der im KZ das Boxen lernte, nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA ging und sich dort als Boxer versuchte. Wie üblich schreibt FAZ-Redakteur zum Auftakt einen einleitenden Text. Sowohl dieser als auch die einzelnen Tagesstrips sind auf faz.net frei zugänglich. NextComic 2011 in LinzCartoon Tomb, Nina RuzickaAnders als der Titel nahelegt, geht es in diesem Blogeintrag von Der Tod und das Mädchen-Zeichnerin Nina Ruzicka kaum um das derzeit stattfindende Comicfestival in Linz, sondern vielmehr um ihr Selbstverständnis als Comicmacherin und ihr Verhältnis zum „Comic an sich“. In einem Interview mit sich selbst erklärt sie auf nachvollziehbare Weise, warum sie sich in der Comic-Schublade nicht allzu wohl fühlt und daher auch Comicfestivals meidet. The Wormworld Saga AppKickstarter, Daniel LieskeDie Crowdfunding-Plattform Kickstarter wird bei Künstlern aller Couleur zu einem immer wichtigeren Werkzeug. Nun versucht auch Daniel Lieske, …

Interview mit John Layman (OmU)

John LaymanDie Independent-Serie Chew ist seit ihrem Start im Jahr 2009 ein echter Überraschungshit in den USA. Es geht um den Polizisten Tony Chu, der bei jedem  Essen zahlreiche Informationen über die Herkunft dessen bekommt, was er gerade im Mund hat. Er arbeitet als Ermittler für die „Food and Drug Administration“, der wichtigsten Behörde in einem Land, in dem Verkauf und Konsum von Hühnchenfleisch nach einer großen Vogelgrippe-Epidemie streng verboten ist. Bei Cross Cult erscheint die Reihe mit dem gelungenen Mix aus Krimihandlung und schrägem Humor nun auch auf Deutsch (mit dem Untertitel Bulle mit Biss!). Aus diesem Anlass unterhielt sich Thomas Kögel per Instant Messenger sowohl mit Autor John Layman als auch mit Zeichner Rob Guillory. Den Auftakt macht das Gespräch mit John Layman.

Wir veröffentlichen das Interview sowohl in einer deutschen Übersetzung als auch in der englischen Originalfassung.
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Alpha … Directions – geguttenbergt?

Zur Zeit ist das Thema Plagiat ja mal wieder in aller Munde, von Ex-Ministers Doktorarbeit bis zum aktuellen Spiegel-Titelbild. Der Plagiatsvorwurf, um den es hier gehen soll, ist schon etwas älter, spielte aber in der Öffentlichkeit bisher kaum eine Rolle und wurde erst in jüngster Zeit etwas lauter. Der Fall hat eine etwas eigenartige, vom Tempo her eher gletscherhafte Dynamik. Chronologisch verhält es sich etwa so: Januar 2009 Alpha … Directions, der große Evolutions-Bilderbogen von Jens Harder, wird in Frankreich beim Verlag Actes Sud veröffentlicht. März 2009 Das Hauptstadtblog veröffentlicht ein Interview mit Jens Harder zu seinem Buch. Januar 2010 Auf dem Comicfestival in Angoulême bekommt Harder den „Prix de l’Audace“ für Alpha … Directions. Mai/Juni 2010 Der Carlsen Verlag veröffentlicht Alpha auf Deutsch, fast gleichzeitig wird der Band in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als „Bester deutscher Comic“ ausgezeichnet. Juni 2010 Zwei Wochen später erscheint auf der Website des Würzburger Ladens „Hermkes Romanboutique“ ein Beitrag, der darauf aufmerksam macht, dass etliche Panels in Alpha von Bildern des tschechischen Malers Zdenek Burian abgezeichnet wurden. Außerdem gibt …

Spirou + Fantasio Spezial 8 – Panik im Atlantik

Einer der langlebigsten und erfolgreichsten frankobelgischen Comics ist ohne Zweifel Spirou und Fantasio, deren erste Episoden im Jahr 1938 erschienen. Neben der „offiziellen“ Serie veröffentlicht der Verlag Dupuis seit einigen Jahren Sonderbände in der Reihe Le Spirou de … Hier können, abseits des Serienkanons, „besondere“ Geschichten erzählt werden, die thematisch vom Spirou-Standard abweichen oder die individuelle Handschrift eines Autors bzw. Zeichners besonders betonen. Das Paradebeispiel für diesen Sonderweg ist sicher Émile Bravos „Porträt des Helden als junger Tor“.

Links der Woche: Mit Robert Crumb, Relaunch-Statistik und einem polnischen Skandal

Unsere Links der Woche, Ausgabe 8/2011: Zu anzüglich für deutsche Schülertaz.de, Félice GrittiIn Polen hat eine staatlich subventionierte, deutsch-polnische Comic-Coproduktion für einen Skandal gesorgt. New Romantic/Chopin entstand auf Initiative der polnischen Botschaft in Berlin, enthält Beiträge von polnischen und deutschen Künstlern (Mawil, Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer, Andreas Michalke) und sollte, etwas verspätet, zum 200. Geburtstag des polnischen Komponisten Fréderic Chopin erscheinen. Einen Blick ins Buch findet man im Reprodukt-Blog. Der Comic wird aber nun nicht wie geplant an deutschen und polnischen Schulen verteilt werden: Polnische Politiker stießen sich an derben Kraftausdrücken. In einem der Comicbeiträge verschlägt es Chopin in ein Gefängnis, wo die Menschen unter anderem „Muschi“ und „Schwulenholocaust“ sagen. So geht’s natürlich nicht, der Band soll nun eingestampft und die Schüler von derlei Unflat verschont werden. Weitere Artikel zum Thema bei der Berliner Zeitung und beim ORF. Im (sic!) Anfang war das BildTelepolis, Tom AppletonDas Online-Magazin Telepolis beschäftigt sich in einem ausführlichen, erfrischend subjektiv geschriebenen Artikel mit Robert Crumbs Bibel-Adaption des Buchs Genesis und erklärt vorab auch nochmal den Background des Zeichners, der …

Deadpool 1

Deadpool, ein Mutant mit ähnlichen Selbstheilungskräften wie Wolverine, tauchte erstmals 1991 im Marvel-Universum auf und turnt seitdem regelmäßig durch diverse Serien, sowohl als Gaststar als auch in eigenen Titeln. Vor allem in den letzten beiden Jahren warf Marvel eine kaum noch überschaubare Zahl von fortlaufenden Serien, Mini- und Nebenserien rund um den „merc with a mouth“, den „Söldner mit der großen Klappe“ auf den Markt. Aus der großen Menge des verfügbaren Materials hat Panini zunächst ein paar Paperback-Sammelbände auf Deutsch veröffentlicht, nun startet man zusätzlich noch eine Heftserie, die alle zwei Monate erscheinen soll.

Der König der Fliegen 1 – Hallorave

altSuburbia – die Hölle der Vorstadt, der vermeintlich so idyllischen Wohn- und Schlafsiedlungen, in denen sich ein Häuschen mit Garten ans nächste reiht und das nahe Einkaufszentrum das einzige ist, was ein bisschen Abwechslung im faden Alltag verspricht. Oder die Bowlingbahn. Und weil das meistens nicht reicht, hilft man mit Drogen, Alkohol und freudlosem Sex nach. In Der König der Fliegen berichten sechs verschiedene Protagonisten in zehn kurzen Episoden aus ihrem trostlosen Alltag in dieser Welt.