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Links der Woche: Mit einem unpatriotischen Superman und mysteriösen Cops

Unsere Links der Woche, Ausgabe 17/2011:

 

20 Jahre Reprodukt
Reprodukt Blog, Thomas von Steinaecker
SZ-Autor Thomas von Steinaecker hat zum Verlagsjubiläum ein Interview mit Reprodukt-Gründer Dirk Rehm geführt, aus dem später der Feuilleton-Artikel „Wie heißt das Zauberwort?“ wurde, der den Aufschwung der Graphic Novels und die Erfolgsgeschichte von Reprodukt beschreibt (kostenpflichtiger Abruf hier). Den Originaltext des Interviews gibt es jetzt im Reprodukt-Blog zu lesen.

Superman wird Wutbürger
Süddeutsche Zeitung, Fritz Göttler
Sehr breites Presseecho, auch in Deutschland, erfuhr ein aktuelles Superman-Heft: In Action Comics #900 (der erste Superhelden-Titel, der diese Zahl erreicht!) gibt Superman seine amerikanische Staatsbürgerschaft auf und erklärt sich zum Weltbürger. Durchaus bemerkenswert für eine Figur, die sich „Truth, Justice and the American Way“ auf die Fahnen geschrieben hatte. In den USA gab es daraufhin die ebenso erwartbare wie alberne Empörung aus dem rechtskonservativen Lager. Während diese Kommentatoren die Geschichte wahrscheinlich ebensowenig gelesen haben wie die Journalisten der großen deutschen Zeitungen, die darüber berichten (neben der SZ u.a. auch SpOn, die taz und Der Tagesspiegel), betrachtet Techland-Kolumnist Douglas Wolk den eigentlichen Comic: er meint, das sei einfach nur eine schlechte Story und erklärt, warum sich die Aufregung darüber nicht lohnt. 

piff paff PENG
Grober Unfug, Torsten Alisch
Auf mehreren Plattformen findet derzeit parallel die Abstimmung zum Comicpreis PENG! statt, der auf dem Münchner Comicfestival vergeben und von dessen Organisationsteam auf die Beine gestellt wird. Das genaue Prozedere ist allerdings etwas unklar und die Definitionen schwammig (die Nominierungen sollen nicht als Nominierungen, sondern nur als Vorschläge verstanden werden, man soll aber genau aus diesen Vorschlägen eine Wahl treffen). Was erwartungsgemäß zu Kritik führt, auch zu polemischer.

Thirteen Pieces About Bill Blackbeard Worth Reading
The Comics Reporter, Tom Spurgeon
Erst diese Woche wurde bekannt, das am 10. März der amerikanische Comichistoriker Bill Blackbeard kurz vor seinem 85. Geburtstag gestorben ist. Wie zahlreiche Nachrufe zeigen (ein Teil davon ist im hier verlinkten Beitrag aufgeführt), war Blackbeard eine immens wichtige Figur für die Bewahrung von Comics als kulturelles Erbe. Er hatte sich zur Aufgabe gemacht, alte Zeitungscomics, vor allem aus den 20er und 30er Jahren, vor dem Verschwinden zu retten, sammelte ein riesiges Zeitungsarchiv an und extrahierte daraus systematisch die Comicstrips. Ohne seine Arbeit würde es heute viele Gesamtausgaben alter Comics wie Krazy Kat oder Terry and the Pirates schlicht nicht geben, weil die Originale längst vernichtet sind.

Scott Snyder Uncovers Bizarre Background Character Mystery
iFanboy, Conor Kilpatrick
Eine völlig unwichtige, aber lustig-bizarre Randnotiz: Comicautor Scott Snyder (American Vampire) hat bemerkt, dass in ungewöhnlich vielen Superhelden-Comics für Kinder, sowohl von Marvel als auch von DC, immer die gleichen zwei Polizisten auftreten. Bei Twitter fragte er in die Runde, warum das wohl so sei und zeigte einige Beispiele, die bei iFanboy zusammengefasst werden. Eine Lösung des Rätsels steht noch aus.

The Illustrious Omnibus Of Superpowers
Pop Chart Lab
Die Grafiker vom Pop Chart Lab haben eine toll gestaltete Übersicht über die vielen verschiedenen Superkräfte erstellt, die sich in Comics so tummeln. Kann man auch als Poster kaufen. Eine große Version steht hier.

Thor

Filmplakat THORThor
USA 2011
Regie: Kenneth Branagh
Hauptdarsteller: Chris Hemsworth (Thor), Natalie Portman (Jane Foster), Tom Hiddleston (Loki), Anthony Hopkins (Odin), Stellan Skarsgård (Erik Selvig), Rene Russo (Frigga)

Zum Thor-Gewinnspiel geht es hier!

 

Marvel läutet das Superhelden-Kinojahr 2011 ein und schickt jenen Helden auf die Leinwand, der von all den „großen“ Superhelden-Figuren des Marvel-Universums vielleicht am schwierigsten in einen Film zu packen ist. Das Konzept von Stan Lee und Jack Kirby aus den Sechziger Jahren, nordische Götter in amerikanische Großstädte zu schicken und sie dort gegen allerlei Bösewichte antreten zu lassen, die Verquickung von alter Mythologie und Superheldenaction mag als Comic prächtig funktionieren, in realistischen Filmbildern könnte die Mischung jedoch schnell albern wirken. Regisseur Kenneth Branagh gelingt es, diese Peinlichkeits-Klippe zu umschiffen. Trotzdem zerfällt sein Film in zwei Teile, die sich seltsam fremd bleiben und kaum zusammenfinden.

THOR SzenenbildGroße Teile des Films, vor allem in der ersten Hälfte, spielen in Asgard, jenem nordischen Pantheon, in dem die Götter unter Führung ihres Hauptgottes Odin leben. Odin (gespielt von Anthony Hopkins) zieht zwei Söhne heran: den draufgängerischen Thor und den ruhigen Loki. Einer von beiden soll die Thronfolge antreten. Als es soweit ist und Thor den Götterthron besteigen soll, entflammt ein alter Konflikt neu: Der mühsam erhaltene Frieden mit dem Volk der Frostriesen von Jotunheim zerbricht, nicht zuletzt wegen Thors Heißsporn. Zur Strafe schickt Odin den jungen Thor auf die Erde und entzieht ihm seine göttlichen Kräfte, die durch den Hammer Mjolnir versinnbildlicht werden. Auch der landet auf der Erde und soll seinem Träger erst dann wieder Macht verleihen, wenn er sich dieser als würdig erwiesen hat.

Thor landet also mitten in der Wüste von New Mexiko, wo er von einer Forschergruppe unter Führung von Jane Foster (Natalie Portman) und Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgård) aufgelesen wird. Um den Hammer, der in ein paar Kilometer Entfernung aufgeschlagen ist, kümmern sich derweil die Agenten von S.H.I.E.L.D.

THOR SzenenbildMit Thors Ankunft auf der Erde vollführt der Film einen radikalen Wechsel seiner Tonlage: War es bis dahin ein lautes Spektakel voller CGI-Effekte, pompöser Kulissen und pathetischer Dialoge, sieht man nun plötzlich eine amüsante „Fish out of water“-Komödie voller sympathischer Figuren. Ein einst allmächtiger Gott als Fremdling in einer für ihn schwer begreiflichen, modernen Welt, noch dazu in einem kleinen Kaff in der Wüste – das ist zwar keineswegs originell oder neu, hat aber viel komödiantisches Potential, das die Drehbuchautoren gerne ausschöpfen. Hier kann Thor-Darsteller Chris Hemsworth so richtig auftrumpfen: als leicht tolpatschiger, ahnungsloser Typ lässt er seinen Charme spielen und wirkt ähnlich charismatisch wie Robert Downey Jr. in den Iron Man-Filmen. Natürlich darf auch ein bisschen mit Natalie Portman geflirtet werden, aber zur großen Lovestory artet dies glücklicherweise nicht aus.

THOR SzenenbildStattdessen muss Thor auch auf der Erde heroische Taten vollbringen: Weil Thors intriganter Bruder Loki einen fiesen Plan schmiedet und selbst den Thron besteigen will, planen Thors Freunde, die „Warriors Three“, ihn von der Erde zurückzuholen. Loki schickt ihnen den Destroyer hinterher, ein riesenhaftes Blechmonster und ein idealer Gegner für Thor, um den Menschen zu zeigen, dass er ein Held ist. Und nach einem epischen Kampf weiß Thor dann auch wieder, wo sein Hammer hängt …

THOR SzenenbildJener Kampf gegen die monströse Blechbüchse Destroyer ist dann auch die Szene, die das Problem der Thor-Verfilmung am besten deutlich macht: Bis hierhin hatte man im Grunde zwei sehr verschiedene Filme, die jeder für sich recht gut funktionieren: Zum einen die hübsch unspektakulären, mit viel Ironie und Humor erzählten Szenen auf der Erde, in denen sich Thor als Fremdling behaupten muss. Zum anderen der Teil der Geschichte, der in Asgard und in Jotunheim spielt: Ein wahres Gewitter an Computer-Effekten, künstlichen Kulissen und herrlich übertriebenen Kostümen, das in seiner Mixtur aus Science-Fiction und Fantasy wirkt, als habe jemand die Star Wars-Prequels mit Peter Jacksons Herr der Ringe und ein wenig Harry Potter vermengt, umgerührt und alles nochmal ein wenig aufgeblasen.

Beide Bestandteile, so verschieden sie auch sind, wissen durchaus zu unterhalten und funktionieren für sich genommen prächtig. Allein, sie passen nicht zusammen. Und das wird nirgends besser deutlich als im Kampf gegen den Destroyer, der eigentlich der Höhepunkt des Films sein müsste. Stattdessen schaut man Thor und den „Warriors Three“, die ein bisschen aussehen, als seien sie die Zweitplatzierten beim Casting zu Herr der Ringe gewesen, mit einer gewissen Gleichgültigkeit beim Kämpfen zu. Da ohnehin jeder weiß, wie diese Klopperei ausgehen wird, fehlt die Spannung, man bekommt lediglich ein Mehr an Effekten, Explosionen und Action. Dabei hat man den Action-Höhepunkt zu diesem Zeitpunkt längst gesehen – eine toll inszenierte Schlacht gegen die Frostriesen und ihr imposantes Riesenmonster, die wirklich großen Spaß macht, mit der der Film sein Pulver aber schon etwas zu früh verschießt.

Auch schauspielerisch regieren die Gegensätze: Chris Hemsworth darf man als echte Entdeckung verbuchen, er zeigt nicht nur imposante Muskelpakete, sondern auch Charme und Augenzwinkern. Die Stars Natalie Portman und Anthony Hopkins spielen routiniert, aber unspektakulär. Enttäuschend ist dagegen Tom Hiddleston als Loki, der furchtbar blass und ausdrucklos bleibt und niemals so listig und verschlagen wirkt, wie die Figur eigentlich sein sollte.

THOR Szenenbild Und Kenneth Branagh? Konnte er dem Film seinen Stempel aufdrücken? Dass Marvel ihn als Regisseur ausgesucht hat, war ja durchaus eine Überraschung, ist der Brite doch bisher vor allem durch seine Shakespeare-Verfilmungen aufgefallen (okay, bei Stan Lee sprechen die Götter eine Art gefaktes Shakespeare-Englisch, aber ob das als Begründung ausreicht?). Eine Handschrift ist in Thor allerdings nicht zu erkennen, der Film sieht aus, wie ein 3D-Blockbuster im Jahr 2011 nun mal aussieht. A propos 3D: Wer die Möglichkeit hat, den Film auch in herkömmlicher Form zu sehen, kann sich die unbequeme Brille und den Preisaufschlag gerne sparen. Die dritte Dimension führt nur selten zu sehenswerten Ergebnissen, gerade bei den Kampf- und Actionszenen regieren schnelle Schnitte und viel Gewusel, so dass der räumliche Effekt kaum zur Geltung kommt.

 

Wertung: 6 von 10 Punkten

Mischung aus pompösen Effektschlachten und angenehm geerdeter Ironie, die für sich gut funktionieren, aber nie zusammenfinden.

 


Offizielle Film-Website (englisch)
Offizielle Film-Website (deutsch)
Thor bei Marvel Comics
Thor in der Wikipedia

 

Abbildungen © Marvel Studios/Paramount

Valerian & Veronique Gesamtausgabe 1

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valerian1aGesamtausgaben europäischer Comicklassiker boomen. Die seit einigen Jahren verlagsübergreifende Veröffentlichungspolitik, in der des Öfteren zwei bis drei Originalalben in einem Band mit Begleitmaterial erscheinen, ist für den Leser vor allem dann erfreulich, wenn dabei jahrzehnte alte Schätze zu Tage gefördert und in adäquater Gestaltung wieder verfügbar gemacht werden. Die frankobelgische Serie Valerian & Veronique vom französischen Kreativduo Pierre Christin (Szenarist) und Jean-Claude Mézières (Zeichner) ist ein solches Juwel der Comicliteratur.

1967, im legendären Magazin Pilote, wurden die Abenteuer der Raum-Zeit-Agenten Valerian und Veronique erstmals präsentiert. Die damals abgedruckte Geschichte „Schlechte Träume“, die später als Album Nummer 0 veröffentlicht wurde und die sich als erste Episode in der aktuellen deutschen Gesamtausgabe wieder finden lässt, verschlägt die beiden Hauptprotagonisten erstmal ins Mittelalter. Damit ist der Start der Reihe weniger Science-Fiction-lastig als man es erwarten würde. Zudem sind die Zeichnungen und der Slapstick-Humor noch deutlicher im Funnysegment verortet, als dies die spätere Entwicklung der Serie zeigen wird.

Die beiden weiteren Geschichten führen die Raum-Zeit-Agenten von ihrer Basis in der Zukunftsmetropole Galaxity aus in das überflutete New York von 1986 und auf den fremdem Planeten Syrtis Magnificus.

Beim Carlsen Verlag hat man sich dazu entschlossen, jeweils drei Alben in einen Hardcoverband der Gesamtausgabe zu packen, im Falle der Auftaktnummer sind dies demnach die Alben 0, 1 und 2. Begleitend ist ein aufschlussreicher Einführungstext von Stan Barets abgedruckt, in dem dieser u.a. auf die bemerkenswerten Parallelen zwischen Christins und Mézières Valerian & Veronique und George Lucas‘ Star Wars zu sprechen kommt.

Außerdem sind zwischen den drei einzelnen Stories die Cover der französischen Originalausgaben eingefügt und im Anhang befindet sich ein, für Neuleser zugegebenermaßen verwirrender, Zeitstrahl.

 

Wertung: 8 von 10 Punkten

Ein weiterer Klassiker in neuem Gewand. Einsteigerfreundlich für Neuleser, für Sammler ansprechend aufbereitet.

 

Valerian & Veronique Gesamtausgabe, Band 1
Carlsen Comics, Dezember 2010
Text: Pierre Christin
Zeichnungen: Jean-Claude Mezières
160 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 29,90 Euro
ISBN: 978-3-551-02550-0

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Eco Warriors 2 – Orang-Utan 2

Cover Eco Warriors 2So langsam wird deutlich, worum es in der ersten Storyline der Serie Eco Warriors genau geht. Die geheimnisvolle Ampulle des ersten Bandes enthält ein Protein, das mit illegalen Methoden Orang-Utans entnommen worden ist. Während zwei große Pharmakonzerne um die Patente streiten, wollen sie alle Spuren im Dschungel von Sumatra vernichten. Chris und seine herbeigerufenen Freunde der „Eco Warriors“ suchen derweil nach der im Dschungel verschwundenen Eva und ahnen nicht, dass diese Suche ein Wettlauf gegen die Zeit ist.

Eco Warriors ist also kein Science-Fiction-Abenteuer, was man vielleicht noch nach dem ersten Band hätte annehmen können, sondern ein Ökothriller. Der große Pluspunkt der fesselnden neuen Serie besteht darin, dass Marazano zu keinem Zeitpunkt den moralischen Zeigefinger erhebt. Das braucht er auch nicht. Er konzentriert sich auf die Story und diese weiß schon genügend zu schockieren. Selten wurde eine ökologische Botschaft so in die Handlung eingebettet und mit Spannung und Dramatik versehen.

Seite aus Eco Warriors 2Dem Schöpferduo gelingen dabei auch schöne symbolträchtige Bilder. Zum einen wäre da die verschollene Eva (Nomen est Omen), die von einem Affenstamm aufgenommen wird. Zum anderen sind da eine antike Ruine und direkt daneben ein abgestürztes Flugzeug, welches bereits von Pflanzen überwuchert ist. Auch die Technik ist neben der Zivilisation dem Verfall unterworfen und nur die Natur kann sich selbst behaupten. Das will das Bild suggerieren und umso schwerer schockiert das Ende.

Die Zeichnungen sind generell sehr stimmungsvoll. Noch stimmungsvoller als im ersten Band, da die Fortsetzung zum größten Teil im Dschungel selber spielt. Teilweise wurden die Zeichnungen sichtbar am PC koloriert, was aber nicht stört, sondern gute Effekte hervorruft und auch zum Thema Technik (Computer-Kolorierung) gegen Natur (Handzeichnungen) passt.

Auch wenn der erste Storybogen hiermit beendet wird, bleiben genügend Fragen offen, die den Leser neugierig auf den nächsten Zyklus werden lassen, der in der Arktis spielen wird. Und ja, das verliebte Schwein ist auch wieder dabei. Nur diesmal dient es selbst als Lustobjekt. Zu seinem Leidwesen.

Wertung7 von 10 Punkten

Spannend, dramatisch, temporeich und schockierend: selten wurden Ökobotschaften so gut in eine Handlung eingebettet.

 

Eco Warriors 2 – Orang-Utan 2
Splitter Verlag, April 2011
Text: Richard Marazano
Zeichnungen: Chris Lamquet
56 Seiten, farbig, Hardcvover
Preis: 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-237-2
Leseprobe

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Abbildungen: © der dt. Ausgabe Splitter Verlag

Der Fotograf 3 – Allein nach Pakistan

Cover Fotograf 3: Allein nach PakistanWer packende Abenteuer liebt und Herausforderungen meistern will, die sich nicht mit einem Maschinengewehr wegballern lassen, liegt bei diesem Comic goldrichtig. „Allein nach Pakistan“ ist zwar der letzte von drei Bänden der Reihe Der Fotograf, lässt sich jedoch ohne Probleme auch einzeln lesen; lediglich manche vage Anspielungen auf Begegnungen der ersten beiden Bände sind vorhanden, stören aber den Lesefluss nicht.

„Allein nach Pakistan“ beschreibt die abenteuerliche Rückreise des Fotografen Didier Lefèvre aus dem Inneren Afghanistans, wo dieser die Organisation Ärzte ohne Grenzen begleitet hat, zurück nach Pakistan. Entgegen wohlmeinendem Rat bricht er alleine auf und organisiert sich zweifelhafte Begleiter in einem Land, dessen Sprache er nur nach wildem Blättern in seinem Wörterbuch beherrscht und das 1986 noch vom Widerstand gegen die bombardierende Armee der Sowjetunion zerpflügt ist.

Beispiel Fotograf 3: Allein nach PakistanDas Abenteuer besteht darin, sich einen durch die Jahreszeiten veränderten Weg, über Pässe in 5000 Meter Höhe und durch Eiseskälte durchzuschlagen. Spätestens wenn das lose Verhältnis zur vierköpfigen Eskorte so zerrüttet ist, dass sie ihn mutterseelenallein zurücklassen, beginnt es gefährlich zu werden. Die Beschwernisse, sein Pferd beschlagen zu müssen, es aber nicht fachmännisch beladen zu können, die Not, sich zwielichtigen Gestalten anvertrauen zu müssen und an die Grenzen seiner körperlichen Kraft zu gelangen, aber auch bekannte Gesichter im Trubel einer Stadt wie „Blätter an einem nassen, schwarzen Ast“ (Ezra Pound) neben korrupten Beamten aufleuchten zu sehen, all dies ist so unverschnörkelt und mitreißend berichtet, dass man als Leser unversehens bis zum Ende mitfiebert und sich nur wundern kann, dass Didier nach allem Erlebten immer wieder in dieses für ihn so faszinierende Land zurückgekehrt ist.

Beispiel Fotograf 3: Allein nach PakistanErfreulich irritierend sind obendrein immer wieder (in Deutschland selten gewordene) unvoreingenomme Blicke in den Alltag einer muslimischen Welt, in diesem Fall Afghanistan zu einer Zeit, als ein Mudschahed aus westlicher Sicht ein „Guter“ im Widerstand gegen die sowjetischen Invasoren war; so die stets allererste Frage, welcher Religion Didier angehöre und ein beruhigtes Nicken, dass dies das Christentum sei, auch wenn man dann nicht ins Paradies käme.

Kompositorisch stellt die Reihe Der Fotograf ein exquisites Experiment dar: Frédéric Lemercier hat die Fotos des 2007 verstorbenen Fotografen Didier Lefèvre und die Comiczeichnungen von Emmanuel Guibert zu diesem Werk vereint. Die eingefügten, tollen Fotos (leider, leider nur schwarz-weiß!) bringen einem diese fremden Eindrücke näher, als es stilisierte Zeichnungen alleine vermocht hätten und verdeutlichen den Realismus dieser wahren Begebenheit.

Beispiel Fotograf 3: Allein nach PakistanAn Bonusmaterial beigefügt sind eine Landkarte mit der Route der Reise, wie man sie von den Karl-May-Büchern kennt, und Kurzportraits der echten Personen. Diese zu lesen lohnt sich! Sie hauchen den Personen zusätzliches Leben ein, knüpfen (teilweise) deren Geschichte weiter bis in die Zeit der Terrorherrschaft der Taliban und geben manche Extrainfos, etwa dass die treulosen Begleiter Didiers nach ihrer Rückkehr eine Prügelstrafe erwartete.

Fazit: Der dritte, abschließende Band der Fotograf-Reihe ist vor allem Lefèvres Reisetagebuch und wegen der hohen Spannung seiner Erlebnisse ein Abenteuerbuch besonderer Güte, das auch einzeln gut zur Lektüre empfohlen ist. Ein fesselnde, obendrein wahre Geschichte und ein Experiment mit raffinierten Foto-Bild-Montagen.

 

 

WertungBewertung von Der Fotograf 3: 8 von 10 Punkten

Packendes Abenteuer, obendrein wahre Geschichte!

 

Der Fotograf, Band 3 – Allein nach Pakistan
Edition Moderne, März 2009

Text und Fotos: Didier Lefèvre
Zeichnungen: Emmanuel Guibert
Coloriste/Komposition: Frédéric Lemercier
mit Landkarte und Porträts der realen Personen

 104 Seiten, schwarz-weiß (Fotos)/ farbig (Zeichnungen), Hardcover
Preis: 29,80 Euro (1 € je verkauftem Buch erhält Ärzte ohne Grenzen e. V.)
ISBN:
978-3-03731-034-2
Leseprobe

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Abbildungen: © der dt. Ausgabe Edition Moderne

Links der Woche: Mit Verlagspleiten und peinlichen Jugendsünden

Unsere Links der Woche, Ausgabe 16/2011:

 

Collective Memory: Tokyopop, RIP
The Comics Reporter, Tom Spurgeon
Die Nachricht der Woche war sicherlich die Ankündigung von Tokyopop, Ende Mai den Betrieb als Verlag einzustellen. Schon in den letzten Monaten waren etliche Mitarbeiter entlassen und die Belegschaft immer mehr zusammengeschrumpft worden, vor allem weil der ehemals größte Tokyopop-Kunde, die insolvente Buchhandelskette Borders, seine Rechnungen nicht mehr bezahlte und die Tokyopop-Manga komplett aus dem Programm genommen hatte.

Die Schließung gilt allerdings ausdrücklich nur für das US-Geschäft, die in Hamburg ansässige Tokyopop GmbH ist nicht betroffen und arbeitet wie gewohnt weiter. Mehr dazu in diesem Statement von Geschäftsführer Jo Kaps im Tokyopop-Forum. Der oben verlinkte Beitrag von Tom Spurgeon ist eine umfangreiche Linksammlung zum Thema, die vor allem die zahlreichen Reaktionen der Blogosphäre sammelt. Unter anderem wird eifrig spekuliert, was mit den Rechten an Tokyopops amerikanischen Eigenproduktionen passieren wird. Die vielleicht schärfste Kritik an Tokyopop-Gründer Stu Levy kommt vom bloggenden Buchhändler Matt Blind.

„Ich steh auf ausgewachsen“
taz, Astrid Geisler und Martin Reichert
Die taz hat im Archiv einen alten Comic von Ralf König gefunden, den dieser 1980 als 19-Jähriger gemacht hatte und der von der Zeitung gedruckt wurde. Darin wird die Strafverfolgung eines Mannes angeprangert, der einen Jungen zum Oralsex animiert hat. Im Interview spricht sie mit ihm über die stark veränderte gesellschaftliche Haltung zum Thema Pädosexualität, über Frühwerke, die ihm heute peinlich sind und warum er damals anfing, schwule Comics zu zeichnen.

Wie das Internet den Comic beeinflusst
Slideshare, Johannes Kretzschmar
Auf der Berliner Konferenz re:publica hielt Webcomic-Darling Beetlebum diesen Vortrag, in dem er zuerst ein wenig Comichistorie vermittelt und dann darauf eingeht, was im Internet in Sachen Comics passiert. Ein Video des Vortrags ist bisher nicht aufgetaucht, aber immerhin stellt Johannes seine hübsch gestaltete Präsentation online zur Verfügung.

E-Books von Cross Cult
Cross-Cult-Forum, Andreas Mergenthaler
Seit einiger Zeit veröffentlicht Cross Cult neben Comics (u. a. The Walking Dead, Chew, Hellboy, Sin City) auch Bücher, vornehmlich aus dem Star-Trek-Universum. Nun wurde angekündigt, dass man sich auch an E-Books versucht. Einer der Testballons, Star Trek – Destiny 1, landete – wohl auch dank Schnupperpreis – sehr schnell auf dem 2. Platz der meistverkauften Bücher im iBookstore. Wie Verlagsleiter Andreas Mergenthaler erklärt, wird dabei die digitale Variante um einiges später als ihr gedrucktes Pendant erscheinen, um keine finanziellen Verluste zu erleiden und den Fachhandel nicht zu schädigen. Vorerst geht es dabei nur um Bücher; ob Comics irgendwann folgen werden, ist noch ungewiss. Die verlinkte Diskussion ist interessant, weil sich dort von Verlag über Händler bis zu Lesern alle zu Wort melden. Eine Umfrage zu der Thematik und dem Käuferverhalten hat Cross Cult ebenfalls eröffnet.

Afrodisiac
AdHouse Books, Jim Rugg und Brian Maruca
Das vielfach gelobte Afrodisiac, eine kunstvolle Parodie auf Blaxploitation-Comics und -FiIme der Siebziger Jahre, ist für den Eisner Award als „Best Humor Publication“ nominiert. Allerdings ist die letzte Auflage gerade vergriffen und die nächste ist noch nicht in Druck. Damit trotzdem keiner der Abstimmenden sagen kann, er habe das Buch nicht gelesen, stellt der Verlag AdHouse Books das komplette Ding kurzerhand online. Kostenlos und frei zugänglich.

20 Amazingly Integrated Comic Book Logo Illustrations
Comics Alliance, Andy Khoury
Will Eisners Spirit wurde unter anderem dadurch berühmt, dass der Schriftzug der Serie auf den Titelseiten auf originelle Weise in die Bilder integriert war – eine Technik, die später auch andere Comiczeichner gelegentlich aufgriffen und es bis heute tun. Comics Alliance hat 20 schöne Beispiele gesammelt.

A Little Dusty
gregrucka.com, Greg Rucka
Greg Rucka gilt als einer der besten Comicautoren. So ist die realistisch anmutende Geheimagentenserie Queen & Country ein hochgelobtes Cross-Over-Projekt, das sowohl Comics als auch Romane beinhaltet. Auf seiner Website hat er nun für Interessierte ein Skript zu der letzten Herbst bei Marvel erschienenen Geschichte „Post Mortem“ (aus I Am An Avenger #2) veröffentlicht, das man sich als PDF herunterladen kann.

Metronom 1 – Null Toleranz

Cover Metronom 1Éric Corbeyran, der in jüngster Vergangenheit durch die Serie Der Gesang der Strygen (Bunte Dimensionen) oder die Kafka-Adaption Die Verwandlung (Knesebeck) als Szenarist auf sich aufmerksam machte, beginnt seine dreiteilige Science-Fiction-Reihe Metronom mit einer echten Überraschung. Denn Seite 1 beginnt mit dem klassischen Märchenauftakt „Es war einmal…“ und der hell beleuchteten Abbildung eines mittelalterlichen Schlosses.

Weiter kann man vom Sci-Fi-Setting, so wie man es sich gemeinhin vorstellt, gar nicht entfernt sein. Der Schock ist aber schnell überwunden, nachdem man merkt, dass Corbeyran hier nur eine metaphorische Einführung vollzieht.

Diese Einführung stellt einen Auszug aus einem Buch mit dem Titel „Metronom“ dar (es handelt von einem König, der mithilfe eines magischen Metronoms die Zeit anzuhalten und dadurch ewig zu herrschen vermag). Nur leider sind Bücher und sonstige künstlerische Arbeiten in der von Corbeyran erschaffenen, futuristisch-dystopischen Welt verboten, weshalb das plötzliche Auftauchen von „Metronom“ auch im Zirkel der Machthabenden für gehörige Unruhe sorgt.

Genauso wie Floreal Linman, ein systemkritsicher Journalist, und Lynn Forester, die ihren Mann seit dessen Mission als Space-Recycler vermisst. Zusammen versuchen sie mehr über den Verbleib von Doug Forester herauszufinden und geraten dabei ins Visier der Regierung, die es nicht gerne sieht, wenn jemand zu viele Fragen stellt.

Seite aus Metronom 1Der totalitäre Staat, in dem Selbstmord als ziviler Ungehorsam angesehen und die Gesellschaft per Dekret durch ein Null-Toleranz-Programm jeden Tag aufs neue eingeschränkt wird, erinnert in etwa an Orwells Klassiker 1984, bedient sich aber, insbesondere grafisch, eines gewissen Retrocharakters. Die Straßen und Gebäude sind eher dezent in Braun- oder Blautönen gehalten; ein „bewusst klassischer Stil“, wie Enki Bilal es in seinem kurzen Vorwort treffend formuliert.

Leider konnte mich dieser Ansatz nicht wirklich überzeugen. Die Handlung zieht sich vorhersehbar und ungelenk fort, wobei der „klassische“ Zeichenstil von Grun einen etwas angestaubten Gesamteindruck im Zweifelsfall sogar noch verstärkt. Auch manche Posen und Mimiken in diesem Album wirken versteinert oder unglücklich in Szene gesetzt.

Ob die Story sich allerdings in den kommenden Alben noch so weit steigern kann, dass die angerissenen Mysterien tatsächlich noch richtig mysteriös und spannend werden, das bleibt abzuwarten. Bis dahin bleibe ich skeptisch.

 

Wertung: 5 von 10 Punkten

Träger Science-Fiction-Comic ohne innovative Ideen 

 

Metronom 1: Null Toleranz
Splitter-Verlag, November 2010
Text: Eric Corbeyran

Zeichnungen: Grun
56 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-238-9
Leseprobe

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Abbildungen: © der dt. Ausgabe Splitter Verlag

Frisch aus der Druckerei: März 2011

Unser monatlicher Rückblick auf die aktuellen Comic-Novitäten: Diesmal mit Halbgöttern in verschiedenen Variationen, mit unterschiedlichsten Literatur-Adaptionen, mit Countrysängern, Weltraumhunden und einer Avengers-Flut bei Marvel.

HIGHLIGHT DES MONATS

Sokrates der Halbhund 1Die Namen des Kreativteams, mit dem wir es hier zu tun haben, haben schonmal einen sehr guten Klang: Joann Sfar schuf gemeinsam mit Christophe Blain (Isaak der Pirat) eine Albenserie, die sich humoristisch mit der Antike beschäftigt. Im Zentrum steht der Hund von Herakles. Dieser war bekanntlich ein Halbgott, also ist sein Hund Sokrates folgerichtig ein Halbund: halb Hund, halb Philosoph, und damit ein naher Verwandter von Sfars Katze des Rabbiners. Drei der vier Alben sind in Frankreich schon erschienen, diese wird Reprodukt nun in kurzen Abständen auf den deutschen Markt bringen. Drei Seiten aus Band 1 von Sokrates der Halbhund, „Herakles“, stehen hier.

EIGENPRODUKTIONEN

Die Verknüpfung zwischen Comics und klassischer Literatur kommt gerade wieder schwer in Mode. Noch bevor der Suhrkamp-Verlag mit seinen Comicadaptionen anspruchsvoller Belletristik an den Start geht, erscheint bei Reprodukt ein ähnliches Projekt. Sascha Hommer (Insekt, Vier Augen) interpretiert in Dri Chinisin Kurzgeschichten der Hamburger Autorin Brigitte Kronauer (Leseprobe). Das Ergebnis ist wohl ein eher sperriges: „Hommer ist ein Meister der Reduktion, die allen missfallen wird, die sich gerne in die Geschichten einfühlen. Hier werden die Leser durch das Verfahren auf Distanz gehalten, das gerade dadurch intellektuelles Amüsement verspricht“, schreibt Ole Frahm in der Frankfurter Rundschau.

Ganz anders dagegen Peterchens Mondfahrt: Das altehrwürdige Märchen für Kinder wurde von Landrömer (Kauboi und Kaktus) auf verschroben-niedliche Art modernisiert und in Comicform gebracht. Den Comic gibt es als kleines Softcover-Büchlein im Eigenverlag des Zeichners.

Beware of the DogDer Schwarze Turm fördert weiterhin junge deutsche Manga-Talente: Im März erschien mit Beware of the Dog von Kamineo ein Yaoi-Manga, der nicht mit Erotik geizt. In den Worten der Zeichnerin: „ein 64 seiten starker sowas-von-ab-18 (also kein „okay-so-wirklich-viel-sieht-man-ja-nicht-ab-18“ sondern ein definitives „omg-selbst-mit-30-wäre-ich-dafür-noch-zu-jung-ab-18″ … okay, vielleicht nicht ganz, aber so im vergleich zu dem was grad so aufm markt ist… XD) yaoi manga“. Anstelle einer Leseprobe kann man auf Animexx ein 13-seitiges „Pre-Chapter“ lesen.

Cartoonbücher für spezielle Berufs- oder Hobbygruppen sind normalerweise eine Pest, die die Geschenkbuchregale der Buchkaufhäuser verstopfen und mittelmäßige Witzbildchen über Autofahrer, Briefmarkensammler oder Anwälte enthalten. Bei Was fehlt uns denn? (Edition Moderne) lässt der Untertitel „Cartoons für Ärzte und Patienten“ ähnliches befürchten, sie stammen jedoch von Nicolas Mahler, und deshalb ist das natürlich etwas völlig anderes. Hier ein paar Beispiele.

Seit zehn Jahren macht Joscha Sauer nun schon Nichtlustig. Zum Jubiläum gibt es bei Carlsen den Taschenbuchband Nichtlustig – Das dicke Cartoonbuch, der auf vielen Seiten für wenig Geld eine Auswahl der Cartoons enthält, die zuvor in den fünf Hardcover-Büchern erschienen sind.

AUS DÄNEMARK

Hank Williams – Lost HighwayDer dänische Künstler Sören Glosimodt Mosdal erzählt in Hank Williams – Lost Highway von der Neujahrsnacht 1953, in der der legendäre Countrysänger in seinem Auto bei der Fahrt von einem Auftritt zu anderen starb, ergänzt mit zum Teil surrealen Rückblicken auf das Leben von Williams. Die deutsche Ausgabe erschien bei Edition Moderne, hier steht eine Leseprobe.

AUS FRANKREICH UND BELGIEN

Bastien Vivès könnte man wohl als eine Art Shooting-Star des neuen französischen Comics bezeichnen. Mit gerade mal 27 Jahren hat er schon etliche Comics veröffentlicht und dafür mehrere Preise bekommen. Sein deutscher Verlag Reprodukt bringt nun nach den vielgelobten Graphic Novels In meinen Augen und Der Geschmack von Chlor Vivès ersten Ausflug ins eher klassische Terrain des frankobelgischen Comicalbums. Für das Imperium heißt die Serie, in der Vivès, gemeinsam mit dem Künstlerkollegen Merwan, eine historische Abenteuergeschichte aus der Zeit des Römischen Reichs erzählt. Anders als üblich gibt es hier keine Arbeitsteilung zwischen Szenarist und Zeichner, beide arbeiteten gemeinsam an Text und Bildern. Hier eine Leseprobe.

Fennek heißt der neue Comic von Lewis Trondheim, gezeichnet von Yoann (Spirou + Fantasio). Dieser lebt vor allem von dem starken Kontrast zwischen niedlich gezeichneten, sprechenden Tieren und deren realistischem Verhalten, das vor allem aus Fressen und Gefressen-Werden besteht. Kostproben sind hier zu sehen, und bei uns hat Frauke den Comic bereits besprochen.

Bei Carlsen ist eine Comicversion von Alexandre Dumas‘ Mantel-und-Degen-Klassiker Die drei Musketiere erschienen. Bei weitem nicht die erste, aber eine durchaus charmante, wenn man sich die Zeichnungen von Nicolas Juncker in der französischen Leseprobe ansieht. Mit dem gleichnamigen Big-Budget-Film, der im Herbst in die Kinos kommt, hat das überhaupt nichts zu tun, der Verlag weist aber in seinem Werbetext sicherheitshalber trotzdem darauf hin.

Noch mehr Literaturadaptionen gibt es beim Knesebeck Verlag, und zwar zwei völlig unterschiedliche: Tod auf dem Nil beruht auf dem berühmten Hercule-Poirot-Krimi von Agatha Christie, der auch mit Peter Ustinov verfilmt wurde. Die Comic-Adaption stammt von François Rivière und Zeichner Solidor und ist Teil einer in Frankreich recht erfolgreichen Reihe, in der dort schon 20 Bände erschienen sind. Eine Seite aus der Originalversion ist hier zu sehen.

Dantes Göttliche Komödie Während Tod auf dem Nil im konventionellen, klassischen franko-belgischen Stil daherkommt, wirkt Knesebecks zweite Literaturadaption wesentlich origineller und innovativer: Dantes Göttliche Komödie in der Umsetzung von Seymour Chwast. Chwast wurde nicht als Comiczeichner, sondern als Grafikdesigner, Illustrator und Typograph bekannt, der schon in den 50er Jahren das New Yorker Push Pin Studio mitbegründete. In seiner Version des Klassikers lässt er Dante Alighieri selbst auftreten, zusammen mit dem Dichterkollegen Virgil, die gemeinsam als Detektive der 30er Jahre Dantes Inferno erforschen. Eindrücke davon bekommt man in der Leseprobe des deutschen Verlags, und in einer Bildergalerie bei der Huffington Post, wo der Autor sein Werk selbst vorstellt.

Bei Schreiber & Lesers „noir“-Label erschien ein weiterer Krimicomic: Swinging London von Thomas Bénet und Zeichner Christian de Metter (von dem in der gleichen Reihe bereits Shutter Island erschienen ist). In dem Comic geht es um den Tod eines Rockstars in der Hippieära (Leseprobe).

Es scheint in Frankreich ein schier unerschöpfliches Reservoir von Comics aus dem Themenkomplex Mittelalter – Ritter – Religion – Kreuzzüge zu geben. Der neueste Vertreter erschien jetzt in der Ehapa Comic Collection als „All in One“-Ausgabe: Traum von Jerusalem von Philippe Thirault und Lionel Marty ist für unseren Rezensenten Jons Marek Schiemann „das zeichnerische Äquivalent eines Splatterfilms“. Eine PDF-Leseprobe steht hier.

RodericEin ähnliches Thema beackerten Lucien Meys und Zeichner William Vance Anfang der Siebziger für die Frauenzeitschrift (!!) Femmes d’Aujourd’hui. Eine deutsche Ausgabe gab es bisher nicht – diese Lücke schließt nun der Piredda Verlag mit der Roderic Gesamtausgabe in einem Band (Leseprobe).

Bei Splitter erscheint eine weitere Serie vom sehr aktiven Autor Christophe Bec (Finsternis, Heiligtum, Prometheus), den ich mal als eine Art Roland Emmerich des frankobelgischen Comics bezeichnen möchte: Bunker, gezeichnet von Stéphane Betbeder, ist ein Mix aus SF, Action und Mystery. Bei Splitter gibt es eine Kostprobe und beim Originalverlag Dupuis gleich eine eigene Website zur Serie.

Die dreiteilige Albenreihe Shanghai von Mathieu Mariolle und Yann Tisseron (ebenfalls Splitter) erzählt eine Thriller-Story, die Anfang des 20. Jahrhunderts in China spielt (Leseprobe).

Der 1983 verstorbene Zeichner Jean-Marc Reiser, typischer Verteter der 68-er im Comic, wäre dieses Jahr 70 geworden. Seine teils drastischen Satiren erzielten in Frankreich Millionenauflagen, und wurden durch Veröffentlichungen in Titanic und anderen Magazinen auch bei uns populär. Zu diesem Anlass widmet ihm das Caricatura-Museum in Frankfurt eine große Ausstellung und der Verlag Kein & Aber legt seine Bücher in neuer Übersetzung neu auf: Grossartige Zeiten, Der Schweinepriester, Tierleben und Unter Frauen machen den Anfang, weitere sollen folgen.

AUS ITALIEN

Üppig gebaute Damen in knappen Burlesque-Outfits sind die Protagonistinnen von Route des Maisons Rouges, einem Comic aus dem italienischen GG Studio, das bei Splitter als abgeschlossener Band im Buchformat erscheint. Die Inhaltsangabe der Story aus dem Rotlichtmilieu klingt etwas befremdlich und die Probeseiten sehen aus, als hätte man ein Remake von Sucker Punch als Disney-Zeichentrickfilm gemacht. Ein gewissen Charme scheint das Ganze aber trotzdem zu haben.

AUS DEN USA

Beim Atrium Verlag erschien Nick Abadzis‘ Laika, die Geschichte des ersten Hundes im Weltraum, der im Zuge des Space Race zwischen den USA und der UdSSR von den Sowjets ins All geschossen wurde. Der lesenswerte Comic ist historisch interessant und geht zu Herzen. Hier findet man meine Rezension, eine Leseprobe als PDF steht hier.

Percy Jackson: Diebe im Olymp heißt der erste Band einer Jugendbuchreihe von Rick Riordan (einer der vielen Versuche auf dem Buchmarkt, an den enormen Erfolg von Harry Potter anzuknüpfen), der auch bereits von Hollywood verfilmt wurde. Die Hauptfigur ist ein jugendlicher Halbgott, der in New York lebt. Nun gibt es auch eine Comicvariante, adaptiert von Robert Venditti (The Surrogates) und gezeichnet vom Ungarn Attila Futaki, der auf seinem Blog auch ein paar Seiten zeigt.

Ebenfalls bei Carlsen: Calvin und Hobbes – Sonntagsseiten. Wer diesen charmantesten Zeitungsstrip aller Zeiten noch nicht kennen sollte (gibt es solche Leute?), findet in diesem komplett farbigen Band vielleicht seine Einstiegsdroge.

Bomb Queen 1Seit 2006 läuft bei Image Comics in den USA nicht ganz erfolglos die Serie Bomb Queen von Jimmie Robinson, die Panini nun auch nach Deutschland bringt. Im Mittelpunkt steht eine ehemalige Superschurkin, die als beliebtes Stadtoberhaupt eine Großstadt regiert, nachdem sie alle anderen Superhelden und -schurken vertrieben hat. Der Comic spielt ziemlich offensiv mit Sex und Erotik und möchte immer schön derb und respektlos sein. Robinson hat sicher viel Garth Ennis gelesen in seiner Jugend. Das erste Kapitel kann man bei myComics lesen.

Aus dem Stall von Top Cow kommt Angelus von Ron Marz und Stjepan Sejic, die als Begleitserie zu Witchblade und Darkness dient. Für Freunde von pompöser Fantasy, hier das erste Kapitel als Leseprobe.

Reichlich neues aus dem Hause Marvel hatte Panini im März anzubieten. Allen voran den Start des „Heroic Age“ (bei Panini „Die Helden-Ära“). Unter dieser Überschrift wollte Marvel nach dem Event The Siege einen kleinen Trennstrich ziehen und etwas mehr Licht und Leichtigkeit in die Comics des Marvel-Universums bringen, wo es in den letzten Jahren immer düsterer zugegangen war. Flaggschiff dieser Initiative sind mehrere neu gestartete Avengers-Serien (deren schön altmodischer deutscher Titel „Die Rächer“ nun leider aufgegeben wurde). Brian Bendis schreibt die Serien Avengers (gezeichnet von John Romita Jr) und New Avengers (gezeichnet von Stuart Immonen), je eine US-Ausgabe davon steckt in Paninis monatlicher Heftserie Avengers (ausführliche Leseprobe der Nummer 1 bei myComics). Dazu erscheint weiteres Material in Form von Sammelbänden: Secret Avengers von Ed Brubaker und Mike Deodato (Leseprobe) und die Miniserie Avengers Prime von Bendis und Alan Davis (US-Preview).

„Alle gegen Doctor Doom!“ heißt es in der Miniserie Doomwar von Jonathan Maberry und Scot Eaton, die auf Deutsch gesammelt in 100% Marvel 54 erscheint (US-Preview).

Und dann wirft natürlich der Thor-Film seine Schatten voraus, in dessen Vorfeld Marvel in den letzten Monaten eine kaum überschaubare Menge von Serien und Nebenserien auf den Markt schmiss. Darunter auch Ultimate Thor von Jonathan Hickman und Carlos Pacheco. Diese Reihe ist angesiedelt im Ultimate-Universum, wo Mark Millar die Figur einst in seiner Ultimates-Serie einführte. Die angebliche Leseprobe bei myComics enthält leider einen ganz anderen Thor-Comic.

Batman & Robin 1Bei DC kommen Batman-Fans auf ihre Kosten: Dieser Superheld wird ja seit ein paar Jahren maßgeblich von Autor Grant Morrison gelenkt. Der ließ Batman alias Bruce Wayne zunächst sterben und startete dann die vielfach gelobte Serie Batman & Robin, in der Dick Grayson ins Dunkle-Ritter-Kostüm schlüpft. Auf Deutsch erschien das zunächst in Paninis monatlicher Heftreihe, nun auch als Sammelband, deren erster Teil sowohl als Hardcover als auch als Softcover zu haben ist (Kapitel 1 bei myComics).

Filmemacher Kevin Smith schreibt zwischendurch immer wieder mal Comics (die allerdings nur noch selten gute Kritiken bekommen). Seine Batman-Miniserie The Widening Gyre gibt’s bei Panini als DC Premium 72: Batman: Der Teufelskreis (Leseprobe). Als bleibendes Vermächtnis dieses Comics wird auf jeden Fall bleiben, dass sich Batman hier zum ersten Mal in die Hose gepinkelt hat. Ja, wirklich.

Die Serie Justice League: Generation Lost von Keith Giffen, Judd Winick und diversen Zeichnern läuft bei DC ein Jahr lang im Vierzehn-Tage-Rhythmus, abwechselnd mit Brightest Day. Bei uns erscheint sie in insgesamt vier Paperbacks. Im Zentrum steht die Justice League International, auch bekannt als „die lustige Justice League“ (myComics-Leseprobe).

Zum 75. Verlagsjubiläum gönnte sich DC eine Maxiserie, in der so richtig in Nostalgie geschwelgt werden durfte. In DC Universe Legacies, geschrieben vom Veteran Len Wein und gezeichnet von einer ganzen Armada von (teils sehr prominenten) Zeichnern, wird quer durch die Geschichte des DC-Universums gesurft. Auf Deutsch erscheint das Ganze in zwei Sammelbänden als Die Legenden des DC-Universums. Kapitel 1 gibt’s bei myComics.

AUS ASIEN

Lewis Carolls Alice im Wunderland scheint ein schier unerschöpflicher Inspirationsquell zu sein, auf dessen Basis immer wieder neue Geschichten entstehen – auch in Japan. Bei Tokyopop startet die Serie Are you Alice? von Ai Ninomiya, in der Alice zu einem jungen Mann umgedeutet wird. Hier eine Leseprobe.

HAL (auch bei Tokyopop) ist ein Einzelband mit Shojo-Mystery-Kurzgeschichten von Aoi Makino, in den man hier reinlesen kann.

Professor Layton 1Professor Layton und seine lustigen Fälle – unter diesem niedlichen Titel startet Tokyopop die Mangaserie zum bekannten Nintendo-DS-Rätselspiel. Auch der Manga enthält Rätsel- und Knobelaufgaben für die Leser, soll aber auch viel schrägen Humor mitbringen und eher als Parodie auf die Spiele angelegt sein.

Carlsen Manga feiert sein 20-jähriges Jubiläum mit einer Reihe von sehr preisgünstigen Sonderausgaben, die jeweils den ersten Teil der erfolgreichsten Mangaserien des Verlags enthalten: für jeweils 1,95 Euro gibt es Band 1 von Cheeky Vampire, Naruto, Vampire Knight, One Piece, Neon Genesis Evangelion und Maid-Sama. Auf einer eigens angelegten Facebook-Seite gibt es dazu angeblich Leseproben – allerdings bekommt man nach dem Klick lediglich Inhaltsangaben zu sehen.

Neu im Programm sind bei Carlsen Pandora Hearts, ein Fantasy-Manga von Jun Mochizuki, zu dem es auch eine Animeserie gibt, und die Shonen-Ai-Reihe Sekaiichi Hatsukoi von Shungiku Nakamura, die eine witzige Meta-Ebene zu bieten hat: Ihre Hauptfigur ist ein Belletristik-Lektor, der zu einem anderen Verlag wechselt, wo er jedoch in der Abteilung für Shojo-Manga landet …

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Zum Abschluss noch der Hinweis auf eine besondere Edition, die in keine der hier benutzten Herkunfts-Schubladen passt, weil hier Werke aus verschiedensten Produktionsländern vertreten sind: Seit Mitte März ist die „Graphic Novel“-Edition der Süddeutsche Zeitung Bibliothek im Handel. Zehn Bände in einheitlicher Aufmachung, jeweils Neuauflagen von interessanten Comics, die in den letzten Jahren zur Definition dessen beigetragen haben, was man in Deutschland unter „Graphic Novel“ versteht: In sich abgeschlossene Geschichten mit eher anspruchsvollem Inhalt, gerne mit politischem oder (auto-) biographischem Hintergrund. Eine Übersicht über alle zehn Titel findet man hier.

Gott höchstselbst

Beispiel Gott höchstpersönlichWas wäre, wenn Gott wirklich existierte? Und wenn er sich auf der Erde blicken lassen würde, nicht wie beim ersten Mal in Jesus Christus, sondern höchstpersönlich? Welchen Medienrummel würde er auslösen? Welche Zweifel an seiner Authentizität wecken, welchen Zuspruch hervorrufen, welche Gegnerschaft auslösen? Marc-Antoine Mathieu wirft diese Fragen auf und zeichnet einen genauso kurzweiligen wie intelligenten Comic. Auf höchst raffinierte Weise kultiviert Mathieu einen feinen ironischen Humor, der die Lektüre durchgängig zum Vergnügen macht. Und mich mit Spannung warten ließ, wie diese Geschichte wohl enden soll …

Zu den mitunter nur angedeuteten philosophischen Diskussionen, die diversen Seiten zugrunde liegen, findet man im Anhang einige Autoren von Albert Einstein bis zu Voltaire. Linke wie rechte politische Vereinnahmung Gottes bekommt ihr Fett weg, ebenso wie Gott als Frau oder Mann. Die Probleme „Warum Gott Leid zulässt, als Allmächtiger nicht für eine bessere Welt sorgt und wie er verantwortet, eine unvollkommene Welt mit Naturkatastrophen erschaffen zu haben“ finden sich vor allem im Kapitel „Der Prozess“, als die Stimmung sich nach erster Euphorie gegen Gott wendet. Hier kann man sich als Laie gut einfinden und als Fachmensch kennt man die Hintergrunddebatten zur Genüge, hat sie aber selten so apart zubereitet serviert bekommen.

Beispiel Gott höchstpersönlichÜberhaupt ist nicht nur der Inhalt faszinierend, sondern auch die ironisch gebrochene Verknüpfung dieser ernsthaften Themen mit einer immer erfrischenden Variationsbreite der Darstellungsformen, die unsere Medienkultur gehörig auf die Schippe nimmt, wie man es nur von Umberto Ecos Die Entdeckung Amerikas als TV-Liveübertragung kennt. Hier sind Form und Inhalt genial verknüpft, denn die unterschiedlichen Wahrnehmungsformen bleiben ständig präsent und angezweifelt. Ob man nun einer Gotteserfahrung mehr trauen kann als einer Doku auf RTL? Auch die allgegenwärtige Ökonomie- und Marketingdominanz in fast allen Bereichen der Gegenwart findet ihren Niederschlag und kontrastiert herrlich mit den feinsinnigen religiösen Erfahrungen. Das Ganze ist auch religiös sensibel inszeniert, nämlich mit Ehrfurcht vor dem Bilderverbot in den christlich-jüdischen Traditionen – man merke auf: in einem Comic!

Zwei Inspirationen entstammen meines Erachtens Douglas Adams’ fünfteiliger Trilogie Per Anhalter durch die Galaxis: Die Logikargumentation, dass ein beweisbarer Gott sich auflösen würde, findet sich als sich auflösendes Logikwölkchen schon bei Douglas und der Supercomputer M1 in Gott höchstselbst ähnelt dem Supercomputer mit der ultimativen Antwort auf den Sinn des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest doch sehr stark. Nichtsdestotrotz bleibt der Band höchst originell beim Thema und weist mit Adams ja nun doch beste Referenzen auf. Douglas-Adams-Fans, aber nicht nur sie, werden auf ihre Kosten kommen.

Beispiel Gott höchstpersönlichFür Zweifler und Gottgläubige gleichermaßen eine Herausforderung, weil Mathieu durch den lakonisch kommentierenden Erzählstil nie perfekte Antworten vorgibt, sondern eher klassische Klischees bricht oder aber fundamentale religiöse Fragen originell aufwirft. Genießt selber und lasst Euch zu Gedankengängen verführen, in die sich nur Spinner oder ganz ernsthafte Wissenschaftler hineintrauen, aber verlauft Euch nicht darin!

 

Wertung: 8 von 10 Punkten

Groteske mit Tiefgang, ungewöhnlich, originell, in Erzählung und Form überzeugend. Philosophie und Theologie ironisch gebrochen, ernsthaft, aber mit mehr als einem Schmunzeln!

 

GOTT höchstselbst
Reprodukt, Juni 2010

Text und Zeichnungen: Marc-Antoine Mathieu
125 Seiten, schwarz-weiß, Broschur
Preis: 20 Euro
ISBN: 978-3-941099593
Leseprobe

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Abbildungen: © der dt. Ausgabe Reprodukt

So so … ja ja

59. Folge des Webcomics von Felix HerzogAuch Dr. Achilles und das Nashorn können sich der sozialen Netzwerke nicht entziehen … 59. Folge von So so … ja ja: „Sozial vernetzt“

Zur Serie: In abstrusen Dialogen lässt Felix ‚Felo‚ Herzog Dr. Achilles und das Nashorn, das er neulich auf einer Parkbank getroffen hat, über das Leben philosophieren.

Felos ältere Webcomicserie Horst und sein Pony findet Ihr ebenfalls bei uns.