Autor: Thomas Kögel

Links der Woche: Mit Preisanwärtern, Fanfilmen und Briefpapier

Unsere Links der Woche, Ausgabe 27/2011 Web-Sondermann 2011: Auf in die Vorrunde! myComicsNachdem es im Vorfeld hitzige Diskussionen um den Teilnahmemodus für die Webcomic-Kategorie des (immerhin mit 1.000 Euro dotierten) Sondermann-Preises gab, wurde dieser noch einmal geändert. Die strenge Regel, nach der nur Webcomics teilnehmen dürften, die bisher in keiner Form gedruckt vorliegen, wurde aufgehoben. Aus den über 50 Einsendungen ermittelte eine Jury aus Frankfurter Buchmesse, myComics und Splashpages die Top Ten, aus denen nun alle myComics-User ihren Favoriten küren dürfen. Die Abstimmung läuft bis zum 25.07.2011, jeder kann einmal pro Woche abstimmen. Auch wenn man über die Formalitäten wie immer streiten kann, zeigt die Auswahl der zehn Finalisten, wie reich und vielfältig die hiesige Webcomic-Szene mittlerweile ist. Was auffällt: Der Großteil der Nominierten veröffentlicht keine kurzen, abgeschlossenen Strips, sondern fortlaufende Geschichten. Reportagecomics. Dokumentarische Comics. ComicbiographienComFor Gesellschaft für ComicforschungDie ComFor hat das Programm für ihre 6. Jährliche Wissenschaftstagung in Passau bekanntgegeben. Wer sich für die enorme Menge an Vorträgen interessiert, kann sich noch bis Ende Juli als Teilnehmer anmelden. GCT 2011: Wenn die Titelauswahl zur …

Comic Report 2011

teaser_comicreportDas Schreiben über Comics, die Sekundärliteratur, fristet hierzulande nach wie vor ein Nischendasein. Zwar gibt es mittlerweile eine gesteigerte Aufmerksamkeit der Feuilletons, reichlich Material im Internet und relativ viele wissenschaftliche Publikationen, die sich mit Comics beschäftigen; doch es erscheinen nur ganz wenige Periodika, die sich in regelmäßigen Abständen mit dem Medium in all seinen Facetten beschäftigen. Neben der Comixene und dem Comic!-Jahrbuch des ICOM ist hier vor allem Volker Hamanns Reddition zu nennen, die schon seit 1984 monothematische Dossiers veröffentlicht.

Links der Woche: Special zum Comicfestival München 2011

Unsere Links der Woche, Ausgabe 26/2011: Diesmal nur mit Links, die mit dem Comicfestival München zu tun haben.   Die Stadt muss mehr tunTitel-Magazin, Andreas AltLeuchtkraft und Schatten: So war das Münchner ComicfestivalFAZ.net Comic-Blog, Andreas PlatthausVom 23. bis 26. Juni fand in München das Comicfestival statt, wie üblich alternierend zum ebenfalls im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Comic-Salon Erlangen. An einem neuen Veranstaltungsort und unter neuer Leitung zeigte das Festival viel Positives und Erfreuliches, es gab unter den Teilnehmern aber auch deutlich vernehmbare Kritik. Die beiden hier verlinkten Artikel geben einen Überblick darüber, was in München geboten war, was gut lief, und wo in Zukunft noch nachgebessert werden muss.   Interview mit den Machern des Comicfestivals 2011Splashcomics, Bernd GlasstetterMichael Kompa und Heiner Lünstedt, die Leiter des Festivals äußern sich direkt im Anschluss hochzufrieden: „Nicht geklappt hat eigentlich gar nichts.“   Tops und Flops München 2011ComicforumEin Diskussionsthread im Comicforum sammelt derweil Lob und Kritik der Besucher und Teilnehmer. Es ist zu hoffen, dass die Festivalmacher dort auch vorbeischauen.   Eng, aber vielfältigSüddeutsche Zeitung, Daniel WüllnerIn der Lokalausgabe der Süddeutschen …

Demnächst im Kino: Captain America (Werbung)

Ab dem 18. August in den deutschen Kinos: Captain America: The First Avenger. Der neue Film aus den Marvel-Studios mit Chris Evans in der Hauptrolle als Supersoldat Steve Rogers. Gemeinsam mit anderen Marvel-Filmen wie Iron Man oder Thor führt dieser Film auf das große Zusammentreffen der Superhelden hin, das im kommenden Jahr mit The Avengers stattfinden wird. Hier der deutschsprachige Trailer zum Film: {source}<script type=“text/javascript“ src=“http://videos.video-loader.com/playerjs/trailer_de_8347.js?w=550&h=400&pID=48809&bgc=ffffff&cw=785643&skinName=light&wmode=window&hideChrome=1″></script>{/source}   Und hier noch ein kurzer, 20-sekündiger TV-Spot: {source}<script type=“text/javascript“ src=“http://videos.video-loader.com/playerjs/made_de_8349.js?w=550&h=400&pID=48809&bgc=ffffff&cw=785651&skinName=light&wmode=window&hideChrome=1″></script>{/source}

Links der Woche: Mit Preisen aus München, Comics auf dem iPad und dem Comic-Clash

Unsere Links der Woche, Ausgabe 25/2011: ICOM Independent Comic Preis 2011Interessenverband Comic e.V.Wie jedes Jahr vergab der ICOM letzte Woche auf dem Comicfestival in München seinen mit insgesamt 2.000 Euro dotierten  „Independent Comic Preis“ für Eigenproduktionen aus dem zurückliegenden Kalenderjahr. Ausgezeichnet wurde u.a. die Zwerchfell-Reihe Die Toten als Bester Independent-Comic, und Reprodukt-Gründer Dirk Rehm bekam den „Sonderpreis der Jury für eine besondere Leistung oder Publikation“. Auf der verlinkten Seite findet man die vollständigen Laudatio-Texte der Jury für alle Preisträger und die „lobenden Erwähnungen“. Mitglied der Jury war übrigens our very own Frauke Pfeiffer. Zusätzlich wurde noch der Webcomic-Preis „Lebensfenster – Der Kurt Schalker-Preis für Grafisches Blogen“ vergeben, er ging an Zuhause während der digitalen Revolution von Wolfgang Buech alias digirev. PENG! ‒ Der Münchner ComicpreisComicforum, Martin JurgeitEine ähnlich übersichtliche und fundierte Seite sucht man für den Peng!-Preis, der ebenfalls am Wochenende in München verliehen wurde, leider vergeblich. Eine Liste der Sieger ist im Forum von Comixene und Comix zu finden. Das Grauen auf dem iPad: Weissblech goes digitalComic Report, Matthias HofmannAls einer der ersten deutschen Comics …

Links der Woche: Mit Selbstreferenziellem, Wissenschaft und Forschung und dem Comicfestival München

Unsere Links der Woche, Ausgabe 24/2011   Eine lange Nachta byoo-ti-ful day, Maike PlenzkeSelbstreferenzialität, Teil I: Was passiert, wenn ein Zeichner (in diesem Fall Steven Bagatzky) auf den letzten Drücker seinen Comic für das Comicgate-Printmagazin fertigstellen muss, zeigt Maike Plenzke in ihrem (generell sehr empfehlenswerten) Comic-Blog. Wie arbeitet ein Comic-Übersetzer?fudder, Christopher BünteSelbstreferenzialität, Teil II: Ein Comicgate-Redaktionsmitglied interviewt ein anderes Comicgate-Redaktionsmitglied, aber es geht um was ganz anderes: Christopher Bünte sprach für das Freiburger Jugendportal fudder mit Marc-Oliver Frisch, der für Cross Cult und Nona Arte Comics übersetzt und dabei so illustre Namen wie Robert Kirkman, Neil Gaiman und Alan Moore ins Deutsche überträgt. Traumatic brain injuries in illustrated literature: experience from a series of over 700 head injuries in the Asterix comic booksActa Neurochirurgica, M.A. Kamp, P. Slotty, S. Sarikaya-Seiwert, H.J. Steiger, D. HänggiKnallharte Wissenschaft: Eine Forschungsgruppe von Neurochirurgen an der Uni Düsseldorf hat für eine Studie untersucht, wie groß das Risiko für in Gallien stationierte römische Legionäre ist, ein Schädel-Hirn-Trauma zu erleiden. Ausgewertet wurden dazu alle 34 Asterix-Bände, ein Aufsatz dazu erschien jetzt in …

Links der Woche: Mit Preisdebatten und Hahnenkämpfen

Unsere Links der Woche, Ausgabe 23/2011    Ein paar Fragen zum Web-Sondermann 2011Comicforum, myComics-ForumEs ist die Grundproblematik, bei jedem Preis, der irgendwo ausgelobt wird (nicht nur für Comics): Nach welchen Kriterien werden die Preise vergeben, wer wählt die Sieger, und wer kommt überhaupt als Anwärter in Frage? Im Gegensatz zu manch anderen Preisen (ich hörte im Hintergrund ein leises „Peng!“) sind diese Kriterien beim Sondermann, der jedes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird, wenigstens transparent. Gestritten wird darüber dennoch: In diesem Jahr kommen für die Kategorie Webcomics nur Comics in die Auswahl, die noch nirgendwo gedruckt publiziert wurden. Was einen Großteil der besten deutschen Webcomics von vornherein ausschließt. Im Comicforum wird dazu lebhaft debattiert. Allmächtiger! Interview mit Andreas Knigge über Wäscher, Lehning und die Comic-SzeneComicforum, Comic-Report-ForumFegefeuer der Eitelkeiten: Anlässlich eines Interviews mit Andreas C. Knigge zu seinem neuen Buchprojekt über Hansrudi Wäscher kocht mal wieder ein alter Streit zwischen zwei älteren Herrschaften auf, die beide unbestreitbar große Verdienste für die hiesige Comiclandschaft haben, aber auch ein großes Ego: Knigge und Eckart Sackmann. Im Kern …

Links der Woche: Mit dem DC-Relaunch, einem gezeichneten Interview und einem Batman-Fan-Film

Unsere Links der Woche, Ausgabe 22/2011   Details emerge on DC’s RelaunchComic Book Resources, Kiel PhegleyWer die letzten Tage kein defektes Internet hatte, hat’s sicher schon mitbekommen. DC Comics drückt im September mal wieder auf den „Reboot“-Knopf, der diesmal aber noch mächtiger, größer und dicker ist als bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit. Mit dem Ende des derzeit laufenden Crossover-Events Flashpoint wird das komplette DC-Universum neu gestartet. 52 Heftserien starten mit einer neuen Nummer 1. Es gibt neue Serien, neu designte Kostüme, überarbeitete Origins und natürlich viele Wechsel auf dem Karusell der Kreativteams. DC will damit natürlich attraktiv für Neueinsteiger werden, genausogut könnte diese Aktion aber auch für treue Altfans als idealer Punkt zum Abspringen begriffen werden. Die zweite, womöglich weit wichtigere Ankündigung von DC: All diese neuen Hefte sollen gleichzeitig mit der Printveröffentlichung auch in digitaler Form zu haben sein. Eine Einschätzung unseres Redakteurs Marc-Oliver Frisch ist hier bei Comicgate zu lesen. Auch sonst gibt im Netz dutzendfach News und Kommentare zum Thema, als Einstieg empfehle ich den oben verlinkten CBR-Artikel. Mein Favorit in …

Der Ausreißer

Eigentlich ist es verwunderlich, dass gerade der autobiografische Comic so starke Popularität erlangt hat. Es scheint ja irgendwie schwer vorstellbar, ein langweiligeres Thema für einen Comic zu finden als einen Comiczeichner. Was tun diese bedauernswürdigen Individuen denn schon Spannendes? Sie sitzen in ihrem Zeichenstudio und füllen weiße Seiten mit schwarzen Strichen. Den ganzen Tag lang. Spät nachts gehen sie schlafen, und morgens stehen sie wieder auf, um die selbe Prozedur des Vortages zu wiederholen. Nichts, worüber sich zu erzählen lohnen würde.