Links der Woche: Mit Preisanwärtern, Fanfilmen und Briefpapier
Unsere Links der Woche, Ausgabe 27/2011 Web-Sondermann 2011: Auf in die Vorrunde! myComicsNachdem es im Vorfeld hitzige Diskussionen um den Teilnahmemodus für die Webcomic-Kategorie des (immerhin mit 1.000 Euro dotierten) Sondermann-Preises gab, wurde dieser noch einmal geändert. Die strenge Regel, nach der nur Webcomics teilnehmen dürften, die bisher in keiner Form gedruckt vorliegen, wurde aufgehoben. Aus den über 50 Einsendungen ermittelte eine Jury aus Frankfurter Buchmesse, myComics und Splashpages die Top Ten, aus denen nun alle myComics-User ihren Favoriten küren dürfen. Die Abstimmung läuft bis zum 25.07.2011, jeder kann einmal pro Woche abstimmen. Auch wenn man über die Formalitäten wie immer streiten kann, zeigt die Auswahl der zehn Finalisten, wie reich und vielfältig die hiesige Webcomic-Szene mittlerweile ist. Was auffällt: Der Großteil der Nominierten veröffentlicht keine kurzen, abgeschlossenen Strips, sondern fortlaufende Geschichten. Reportagecomics. Dokumentarische Comics. ComicbiographienComFor Gesellschaft für ComicforschungDie ComFor hat das Programm für ihre 6. Jährliche Wissenschaftstagung in Passau bekanntgegeben. Wer sich für die enorme Menge an Vorträgen interessiert, kann sich noch bis Ende Juli als Teilnehmer anmelden. GCT 2011: Wenn die Titelauswahl zur …

Das Schreiben über Comics, die Sekundärliteratur, fristet hierzulande nach wie vor ein Nischendasein. Zwar gibt es mittlerweile eine gesteigerte Aufmerksamkeit der Feuilletons, reichlich Material im Internet und relativ viele wissenschaftliche Publikationen, die sich mit Comics beschäftigen; doch es erscheinen nur ganz wenige Periodika, die sich in regelmäßigen Abständen mit dem Medium in all seinen Facetten beschäftigen. Neben der Comixene und dem Comic!-Jahrbuch des ICOM ist hier vor allem Volker Hamanns Reddition zu nennen, die schon seit 1984 monothematische Dossiers veröffentlicht.
Eigentlich ist es verwunderlich, dass gerade der autobiografische Comic so starke Popularität erlangt hat. Es scheint ja irgendwie schwer vorstellbar, ein langweiligeres Thema für einen Comic zu finden als einen Comiczeichner. Was tun diese bedauernswürdigen Individuen denn schon Spannendes? Sie sitzen in ihrem Zeichenstudio und füllen weiße Seiten mit schwarzen Strichen. Den ganzen Tag lang. Spät nachts gehen sie schlafen, und morgens stehen sie wieder auf, um die selbe Prozedur des Vortages zu wiederholen. Nichts, worüber sich zu erzählen lohnen würde.