Welt am Draht

Links der Woche: Erlangen Special

Die letzten vier Tage standen ganz im Zeichen des Comic-Salons Erlangen, der seine Stellung als wichtigste, größte und vielleicht auch schönste Comic-Veranstaltung im deutschsprachigen Raum erneut untermauerte. Deshalb machen wir heute einen aktuellen, sicher nicht vollständigen Link-Rundumschlag zum Comic-Salon 2012. Hier sind unsere Links der Woche, Ausgabe 21/2012:


Alte Helden, frisches Blut
Die Liebe siegt
Kehraus in Erlangen

tagesspiegel.de, Oliver Ristau und Lars von Törne
Gleich mehrfach und sehr ausführlich berichtet der Tagesspiegel auf seiner Website. Der erste Artikel behandelt den Eröffnungstag, der zweite liefert Impressionen vom Freitag (inklusive Max-und-Moritz-Preisverleihung), der dritte vom Wochenende.

Erlangen entdeckt den politischen Comic
Zeit Online, Daniel Wüllner
Auf Zeit Online wird die Hinwendung des Salons zu politischen Themen betont, die vor allem in den Ausstellungen sichtbar wurde.

Die Farben des Abgrunds
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Thomas Vorwerk
Auch die FAZ konstatiert: „Auffallend ist ein Trend zu harten Themen, die oft mit viel Schwarz – ob Tinte oder Kohlestift – gezeichnet werden.“

Einheit in Vielfalt
Süddeutsche Zeitung, Christoph Haas
Auch im Feuilleton der SZ liegt der Schwerpunkt auf den politischen Themen des Salons. Autor Christoph Haas konzentriert sich in seinem Festivalbericht vor allem auf die große, zentrale Ausstellung zu Comics aus dem arabischen Raum.

Nicht lustig
Berliner Zeitung, Jens Balzer
Der Festivalbericht von Jens Balzer enthält ein interessantes Zitat des libanesischen Zeichners Mazen Kerbaj, dass sich zum Teil auch auf die Berichterstattung über den Salon anwenden lässt: „Die westliche Welt interessiert sich für Comicautoren aus exotischen Ländern wie unseren nur dann, wenn sie über Krieg und Katastrophen berichten. Neunzig Prozent meiner Leser im Westen kaufen meine Comics, weil sie sich über die politischen Verhältnisse im Libanon informieren wollen. Nur eine Minderheit interessiert sich für die Ästhetik, die Machart, den künstlerischen Stil.“ Balzer stellt außerdem fest: „In Erlangen konnte man (…) sehen, wie der Wille zur Literatur auf die aktuelle Comic-Produktion zurückschlägt: Die Leichtigkeit und der Unernst, der – auch avantgardistische! – Comics einst prägte, sind weithin verloren“ und fordert einen „Comical Turn“ für die Comics.

„Es hat eindeutig eine Politisierung des Comic-Salons stattgefunden“
Deutschlandfunk, Angela Gutzeit
Und gleich nochmal der Schwerpunkt Politthemen: Im Deutschlandfunk berichtet Angela Gutzeit vom Salon (MP3-Mitschnitt hier).

Angenehm unnerdig
taz, Katja Lüthge
Die taz stellt ebenfalls die arabischen Comics in den Mittelpunkt, bemerkt aber auch, dass das Programm inzwischen so vielseitig sei, „dass ein Wochenende leider nicht reicht, um auch nur annähernd alles wahrnehmen zu können.“

Kultur: Nicht ohne meinen Comic!
Arte, Sven Waskönig
Der Fernsehbericht von Arte beginnt zwar ebenfalls mit der Arabien-Ausstellung, schafft es aber, in zwei Minuten und zwanzig Sekunden noch etliche andere Aspekte unterzubringen:

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Max und Moritz sind von Sinnen
n-tv.de, Markus Lippold
Während die meisten Erlangen-Berichterstatter nur die Preisträger des Max-und-Moritz-Preises auflisten, widmet sich Markus Lippold ausführlicher der Preisverleihungsgala mit Hella von Sinnen.

Der Comic-Salon Erlangen und DManga zwischen Preisen und Bashing
Animexx, RoterKater
Animexx-Blogger RoterKater blickt auf die Präsenz der deutschen Manga auf dem Salon, sieht positive Tendenzen, muss sich aber auch aufregen, vor allem über die FAZ (siehe oben), den „unerschütterlichen Hofherr des GraNo-geschwängerten Comic-Snobismus“, weil dort das Publikumsvoting beim Max-und-Moritz-Preis (für Grablicht von Daniele Winkler) scharf kritisiert wurde.

Keine Worte, nur Comics in Interviews
nordbayern.de, Björn Bischoff
Die Website der Nürnberger Nachrichten führte auf dem Salon kleine Interviews mit Comiczeichnern, die in Form von Bildern antworteten. Mit dabei sind Lisa Neun, Sascha Gallion, Landrömer, Denis Metz und Beetlebum.

The Comic Salon Erlangen Write-Up
Howard Hardiman
Blick von außen: Der Brite Howard Hardiman hat den Salon zusammen mit Lizz Lunney (Ich liebe Katzen und Katzen lieben mich, Zwerchfell Verlag) besucht, fasst seine Eindrücke zusammen und vergleicht sie mit seinen Erfahrungen aus England. Kurzfassung: Er ist neidisch.

Die Gewinner des ICOM Independent Comic Preises
Interessenverband Comic (ICOM)
Alle Preisträger inklusive Laudatio

Max und Moritz-Preis
Comic-Salon Erlangen
Alle Preisträger inklusive Laudatio

Facebook, Twitter und die Comics
Splashcomics, Stefanie Otersen
Auch Comicgate war an einer Salon-Veranstaltung beteiligt: In der Reihe „Comic-Podium“ sprach Harald Havas mit Sarah Burrini, Steffen Volkmer von Panini und meiner Wenigkeit darüber wie Comiczeichner, Comicverlage und Comicmagazine die sozialen Medien nutzen. Splashcomics fasst die Diskussion zusammen und dokumentiert einige der Tweets, die parallel über eine Twitterwall liefen.

Events – Comic-Salon Erlangen 2012
Splashcomics
Die Berichterstattung der Splashpages in Wort, Bild und Video ist wie immer sehr ausführlich, enthält diverse Filmmitschnitte der verschiedenen Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen, aber auch Zusammenfassungen in Textform. Das Material soll in den nächsten Tagen noch ergänzt werden.

Comic-Salon Erlangen 2012
comic.de
comic.de fasst jeden Salontag mit vielen Bildern und kurzen Texten im gewohnt eigenwilligen Layout zusammen.