Mind the Gap

Mind the Gap 25: Previews 07/2006

Neue US-Comics müssen von Händlern jeweils etwa zwei Monate vor Erscheinen vorbestellt werden, was über den Katalog Previews geschieht, in dem die meisten US-Verlage ihre Produkte anbieten. Das Ziel von „Mind the Gap“ ist, euch bei dem Wust an monatlichen Veröffentlichungen einen groben Überblick zu verschaffen und die interessantesten Neuerscheinungen aus Previews hervorzuheben.

Wenn der eine oder andere Tipp euer Interesse weckt, könnt ihr den entsprechenden Comic vorbestellen, indem ihr die Bestellnummer an den Comic-Händler eures Vertrauens weitergebt.

Vorbestellungen für September 2006

Neue US-Comics im September: ALLTÄGLICHES! von Harvey Pekar. GESCHICHTLICHES! von Larry Gonick. ARGENTINISCHES! von Carlos Trillo und Eduardo Risso. MYSTERIÖSES! von Michael Avon Oeming. TROSTLOSES! von Warren Ellis und J.H. Williams III. FABULÖSES! von Bill Willingham. EXTRAORDINÄRES! von Alan Moore und Kevin O’Neill. POLITISCHES! von Sid Jacobson und Ernie Colón. SKORBUTISCHES! von Ross Richie. BESTRAFENDES! von Matt Fraction und Ariel Olivetti. STEINHARTES! von Joe Casey und Charlie Adlard. ROMANTISCHES! von Tom Beland. BRITISCHES! von Christos N. Gage und Mike Perkins. Und STÜRMISCHES! von Grant Morrison, Jim Lee, Mike Carey und Whilce Portacio.

AMERICAN SPLENDOR #1 (von 4)
THE QUITTER (Paperback)

DC Comics/Vertigo | 32/104 Seiten | schwarzweiß | $ 2.99/12.99 | JUL06 0249/JUL06 0250

Der Alltag – gerade jetzt, so kurz nach der WM, ja wieder sehr aktuell – ist ein seltsames Tier. Für die meisten Leute ist er die meiste Zeit irgendwie da, tendiert aber dazu, sich ganz flott zu verflüchtigen, wenn man mal angestrengt über ihn nachdenkt; außer natürlich, man tut das jeden Tag. Genau das macht, allem Anschein nach, Harvey Pekar aus Cleveland, Ohio. Seit 1976 schreibt Pekar den autobiographischen Comic American Splendor, in welchem er mal konkret, mal eher metaphorisch in den Spiegel schaut, den Alltag wüst am Kragen packt und durch seine Geschichten ins Diesseits zerrt, ihm einen Maulkorb verpasst und ihn tanzen lässt. Unterstützt wird Pekar dabei von einer Truppe illustrer Zeichner, allen voran sein Freund Robert Crumb.

Harvey Pekar ist mittlerweile 66 Jahre alt, was vielleicht erklärt, warum, frei nach Udo Jürgens, für American Splendor das Leben gerade jetzt nochmal anfängt, nämlich als vierteilige Miniserie bei Vertigo. Zu Künstlern wie Dean Haspiel, Gary Dumm und Greg Budgett, die AmericanSplendor-Fans bereits bekannt sind, gesellen sich in der in vier Geschichten aufgeteilten Erstausgabe Ty Templeton und Hilary Barta, beide seit Jahren etablierte Größen im Verlagsprogramm von DC Comics und in der US-Branche generell. (Das rechts oben abgebildete Cover stammt von Glenn Fabry.) Zeitgleich mit dem neuen American Splendor #1 erscheint im September auch die Paperback-Ausgabe von Pekars The Quitter, einer von Haspiel illustrierten Graphic Novel, die die Teenager-Zeit des Autors erzählt.

Natürlich fragt man sich, ob der Alltag durch eine so hemmungslose Thematisierung und Zurschaustellung weniger alltäglich wird oder doch eher mehr. Fördert Harvey Pekar die Verentalltäglichung des Alltags, oder veralltäglicht er die Verentalltäglichung? Hmm. Aber zum Glück ist das letztlich ja gar nicht so wichtig. Der Alltag ist halt, wie gesagt, einfach ein seltsames Tier. Käme er nach Bayern, man würde ihn vermutlich auf der Stelle erschießen.

Links:
Pressemitteilung: American Splendor bei DC Comics
Interview: Harvey Pekar (Newsarama)
Besprechung des auf dem Comic basierenden Films American Splendor in unserer Comicmovie Datenbank

THE CARTOON HISTORY OF THE MODERN WORLD (Paperback)
Larry Gonick | 208 Seiten | schwarzweiß | $ 17.95 | JUL06 3282

Der US-Amerikaner Larry Gonick ist, ganz grob, der Jostein Gaarder unter den Cartoonisten. Nach The Cartoon History of the Universe, The Cartoon History of the United States und zirka öchtunduffzig weiteren Bänden gleichen Strickmusters über Gott und die Welt erscheint im September 2006 nun das neuste Werk des gelernten Harvard-Mathematikers. Untertitel: From Columbus to the U.S. Revolution.

Gonicks Stil im Vermitteln historischen Wissens ist ein sehr lockerer, seinen Werken wohnt ein nahezu allgegenwärtiges Augenzwinkern inne. Der Humor motiviert mal zum Schmunzeln, mal zum lauthalsen Lachen, und der Autor schreckt auch nicht davor zurück, auch mal Rüffler an das oft stark romantisierte und verklärte – um nicht zu sagen höchst fragwürdige – Geschichtsbewusstsein seiner Landsleute auszuteilen, womit er sich sicher nicht nur Sympathien schafft. Gonick – und das ist wichtig – lässt dabei zum einen stets durchblicken, dass er sich selber nicht allzu ernst nimmt, besteht aber zum anderen darauf, seine Bücher nicht nur mit einem detaillierten Index, sondern auch mit einer Bibliographie seriöser Literatur zum Thema auszustatten, die, markanter Weise, ebenfalls als Cartoon dargestellt wird.

The Cartoon History of the Modern World dürfte also, nimmt man die beiden eingangs erwähnten Bände als Maßstab, wieder mal eine runde Sache werden: clever, unterhaltsam und pädagogisch absolut wertvoll.

CHICANOS, VOL. 1 (Paperback)
IDW Publishing | 192 Seiten | schwarzweiß | $ 19.99 | JUL06 3263

Chicanos dreht sich um eine kleinwüchsige, nicht besonders hübsche und obendrein vom Pech verfolgte Mexikanerin, die in den Vereinigten Staaten als Privatdetektivin ihr Glück versuchen will. Der Comic ist eine Zusammenarbeit der Argentinier Carlos Trillo (Story) und Eduardo Risso (Zeichnungen), die ursprünglich 1997 entstand und zunächst in Italien und Frankreich veröffentlicht wurde. Im Jahr 2005 schaffte die Reihe dann den Sprung zurück über den großen Teich und fand eine Heimat beim aufstrebenden US-Verlag IDW Publishing. Der im September erscheinende Sammelband beinhaltet alle acht bisher bei IDW erschienenen Ausgaben.

Mit dem Anzeigentext im Previews-Katalog, der Chicanos als „europäische“ Serie bezeichnet, kann man sicher geteilter Meinung sein, da Argentien ja bekanntlich nur bedingt am Mittelmeer liegt. Wem Rissos Arbeit an 100 Bullets gefällt, der darf sich hier trotzdem angesprochen fühlen.

THE CROSS BRONX #1
Image Comics | 32 Seiten | farbig | $ 2.99 | JUL06 1675

Ein „brutaler Noir-Krimi“ mit „einem Schuss des Paranormalen“ soll The Cross Bronx sein, wie uns die Beschreibung hilfsbereit verklickert. Das ist leider zu häufig fachchinesisch für „schlecht durchdachter Mystery-Stuss ohne vernünftigen Schluss,“ um schon von sich aus begeistern zu können. Die Handlung: Ein mysteriöser Killer nimmt Dutzende New Yorker Kleinganoven ins Visier, während der zuständige Vertreter der Ordnungsmacht sich seine Antworten bei einem im Koma liegenden Mädchen holen muss. Im Lehrbuch findet man das unter „Krimi-Plot Nr. 14C: Der stumme Zeuge.“

Wer The Cross Bronx kauft, der wird das in den allermeisten Fällen aber natürlich eh einzig und allein wegen Michael Avon Oeming tun. Dieser, hauptsächlich bekannt als Zeichner von Powers, ist hier auch als Co-Autor (mit freundlicher Unterstützung eines mir leider völlig unbekannten Spezis namens Ivan Brandon) tätig und wird wohl zumindest visuell ganz in seinem Metier sein.

Links:
Interview: Michael Avon Oeming (Newsarama)
Trailer: The Cross Bronx

DESOLATION JONES, VOL.1: MADE IN ENGLAND (Paperback)
DC Comics/WildStorm | 144 Seiten | farbig | $ 14.99 | JUL06 0233

Wenn man gerade lange genug in der Sonne liegt, um sich noch wohlzufühlen, aber schon feststellt, dass sich alles irgendwie grell verfärbt hat und man beim Aufstehen im ersten Moment leichten Seegang verspürt, dann ist man in der richtigen Stimmung für Desolation Jones: Die Welt wirkt surreal, ein Sonnenstich kündigt sich an und man sucht sich besser ein schattiges Plätzchen, wenn man sich nicht ganz bös die Birne verbrutzeln und das Hirnwasser zum Blubbern bringen will.

Michael Jones ist ehemaliger britischer Geheimagent und verdient seine Brötchen als Privatdetektiv im brutal sonnenverstrahlten Los Angeles, nachdem man ihn beim MI6 dem sogenannten „Desolation Test“ unterzogen hat. Die genaueren Umstände des Tests sind nebulös, aber Jones hat seither unter anderem graue Haut, meidet das Tageslicht und trägt das „Biohazard“-Zeichen auf seinem Arm. In Made in England wird Jones von einem Liebhaber voyeuristischer Exlusivitäten engagiert, der die ihm entwendete private Porno-Sammlung Adolf Hitlers wiederhaben will. Bald stellt sich heraus, daß es um weit mehr geht als antike Erotika. Je stärker die Sonneneinstrahlung, desto kontrastvoller die Schatten, in denen Jones ermittelt. Dabei trifft er auf ein Ensemble kurioser, trauriger, authentischer, bisweilen brutaler Gestalten – er kennt sie gut, denn er ist eine von ihnen.

Autor Warren Ellis, seines Zeichens Internet-Guru, Chef-Futurist und selbsternannter „Old Bastard“ der anglo-amerikanischen Comicbranche, glänzte in der ersten Hälfte der 2000er Jahre zunächst durch Abwesenheit und danach durch einen ganzen Schwung halbgarer bis durchwachsener Arbeiten, hauptsächlich für DC Comics. Seit kurzem läuft es allerdings wieder rund bei dem Red-Bull-süchtigen Engländer. Zwar produziert er noch immer den ein oder anderen Stinker (siehe Ultimate Galactus, Iron Man oder Down), aber mit seinen „Apparat“-Einzelheften und Serien wie Fell, Nextwave oder eben Desolation Jones scheint Ellis in jüngster Vergangenheit wieder Anschluß an seine Höchstform gefunden zu haben. Wir gönnen’s ihm und freuen uns auf hoffentlich noch viele erfrischende, freche, verrückte, verstörende Comics.

Illustriert wird Made in England von J.H. Williams III, der hier nach Promethea und Seven Soldiers – schon wieder – die Arbeit seines Lebens abliefert. Einen passenderen Partner hätte man für diese Geschichte kaum finden können. Umso tragischer natürlich, dass Williams sich danach schon wieder aus dem Staub macht, um an Detective Comics und dem Finale von Seven Soldiers zu arbeiten. Der nächste Zyklus, beginnend mit Desolation Jones #7 im Oktober, wird von Daniel Zezelj realisiert werden.

Noch ein Tipp für Stimmungsfetischisten, die schon mal gerne mit der Taschenlampe unter der Decke lesen: Alternativ zum Sonnenstich tut’s auch LSD, um sich das richtige Ambiente für Desolation Jones zu schaffen.

(Zurisikenundnebenwirkungenlesensiediepackungsbeilageundfragensieihrenarztoder-
apotheker.)

Links:
Warren Ellis kommentiert Desolation Jones #1
Interview: Warren Ellis (Newsarama)
Interview: Warren Ellis (Londonist)
Interview: J.H. Williams III (Newsarama)

FABLES SPECIAL EDITION #1
FABLES: 1001 NIGHTS OF SNOWFALL (Hardcover)

DC Comics/Vertigo | 32/144 Seiten | farbig | $ 0.25/19.99 | JUL06 0247/JUL06 0245

Die letzte Ausgabe von Lucifer ist gedruckt und verkauft, und damit scheint sich das von Neil Gaiman zwischen 1988 und 1994 abgesteckte Sandman-Universum für Vertigo erst einmal erledigt zu haben, was neues, regelmäßig erscheinendes Material angeht. Auf der Suche nach einem neuen Zugpferd will man’s nun scheinbar mit Bill Willinghams Fables versuchen. Die Serie, die seit 2002 läuft, beschert dem Verlag beständig respektable Verkaufszahlen und kommt auch bei den Kritikern gut an, ist also sicher nicht die schlechteste Option als neues Rückgrat für Vertigo.

In Fables holt sich Willingham seine Inspirationen aus Fabeln, Märchen, Mythen und Kinderbuchklassikern, angefangen bei den Gebrüdern Grimm bis hin zu George Orwell. Ort des Geschehens ist Fabletown, eine versteckte Gemeinde im New York City der „realen“ Welt, in die sich Schneewittchen (Snow White), der Prinz (Prince Charming), der Große Böse Wolf (Big B. Wolf), Pinocchio und viele andere bekannte Gesichter geflüchtet haben, nachdem sie von einem mysteriösen „Gegenspieler“ (The Adversary) aus ihren fiktiven Heimatwelten vertrieben wurden. Auf diesem äußerst interessanten Spielfeld, welches leicht an Gaimans Roman American Gods erinnert, erzählt Willingham munter Krimis, Thriller, Seifenopern und generell Geschichten jeglicher Couleur.

Bereits Ende Juli macht man bei Vertigo den ersten Schritt von der Einzelserie zum „Franchise“: Mit Jack of Fables, geschrieben von Willingham und Matthew Sturges mit Zeichnungen von Tony Akins, startet parallel zu Fables eine zweite fortlaufende Serie, die das Konzept weiterspinnt. Im September geht’s dann mit Fables Special Edition #1, einem Billig-Nachdruck der Debütausgabe (Zeichnungen: Lan Medina und Steve Leialoha; s. rechts), und Fables: 1001 Nights of Snowfall in die nächste Phase. Letzteres, ein von Willingham geschriebener Hardcover-Band, soll als „idealer Einstiegspunkt“ für neue Leser dienen und bietet – natürlich nach dem Muster von Tausendundeine Nacht – eine Sammlung neuer Geschichten, die chronologisch vor Fables #1 spielen. Die Liste der Zeichner kann sich sehen lassen: Charles Vess, Brian Bolland, John Bolton, Michael Wm. Kaluta, James Jean, Tara McPherson, Derek Kirk Kim, Esao Andrews, Mark Buckingham, Mark Wheatley und Jill Thompson sollen alle ihr Scherflein dazu beitragen.

Ob Fables das Zeug hat, kommerziell zu einem ähnlichen Dauerbrenner wie Sandman zu werden, das mag noch in den Sternen stehen. Solange Willingham und Vertigo darauf achten, die Serie nicht auf Kosten der Qualität auszuschlachten, darf das dem geneigten Publikum allerdings auch schnuppe sein.

Links:
Miniseite: Jack of Fables
Interview: Bill Willingham (Buzzscope)
Interview: Bill Willingham (Suicide Girls)
Interview: Bill Willingham (Westfield Comics)
Interview: James Jean (ComicFoundry.com)

THE LEAGUE OF EXTRAORDINARY GENTLEMEN: THE BLACK DOSSIER (Hardcover)
DC Comics/WildStorm | 208 Seiten | farbig | $ 29.99 | JUL06 0241

Ein neuer Monat, ein neuer teurer Hochglanz-Schinken mit festem Einband von Alan Moore (siehe auch Lost Girls). Bevor sich Northamptons Antwort auf Rübezahl und sein Zeichner Kevin O’Neill von DC Comics verabschieden (weitere Fortsetzungen von The League of Extraordinary Gentlemen sollen by Top Shelf Productions und Knockabout Comics erscheinen), servieren sie mit The Black Dossier noch einen kleinen Happen zwischendurch.

Die Helden des Wälzers sind die immer noch jugendliche Mina Murray und der wieder verjüngte Alan Quartermain, die sich im England der 1950er Jahre „auf der Suche nach Antworten“ mit „gefährlichen Verfolgern“ anlegen. Nachdem die Liga der Außergewöhnlichen Herrschaften schon lange aufgelöst ist, soll ein mysteriöses Manuskript – das Schwarze Dossier – sie entweder wieder auferstehen oder endgültig in Vergessenheit geraten lassen; je nachdem, wer es in die Finger bekommt.

The Black Dossier ist nicht nur aufgrund von Gewicht, Preis und hartem Pappendeckel eine enorm kalorienreiche Zwischenmahlzeit, sondern auch wegen der vielen Extras, die versprochen werden: „The Black Dossier ist ein raffiniert entworfener, innovativer Band, der als Beilage eine ‚Tijuana-Bibel‘ und einen 3-D-Teil inklusive Brille beinhaltet sowie zusätzliche Texte, Kartenmaterial und eine atemberaubende, doppelseitige Zeichnung von Kapitän Nemos Unterseeboot Nautilus zum Ausklappen von Kevin O’Neill bietet.“

Die Wundertüte erscheint im Oktober. Sofern man bis dahin mit dem Ohrenschlackern fertig ist und über genügend Bares verfügt, sollte man mal reinschauen. Ob man dann auch rausgucken können wird, entzieht sich derzeit unserer Kenntnis, soll an dieser Stelle aber nicht leichtfertig ausgeschlossen werden.

THE 9/11 REPORT: A GRAPHIC ADAPTATION (Paperback)
Farrar, Straus and Giroux/Hill and Wang | 160 Seiten | farbig | $ 16.00 | JUL06 3198

Zwei Veteranen der US-Comicbranche „mit zusammengenommen mehr als 60 Jahren Erfahrung“, Sid Jacobson (ehemals Redakteur bei Harvey Comics) und Ernie Colón (u.a. Magnus: Robot Fighter, Damage Control) wollen zum fünften Jahrestag der New Yorker Terroranschläge vom 11. September 2001 den Abschlußbericht der dazu vom US-Kongress eingesetzten Untersuchungskommission einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und verständlich machen – und zwar als Graphic Novel.

Laut Anzeigentext glauben Jacobson und Colón, dass „viel, viel zu wenige Amerikaner“ den Bericht gelesen und die daraus resultierenden „Lektionen“ verstanden haben. „Unter Verwendung aller Erzählkünste, die Jacobson und Colón über die Jahrzehnte hinweg erlernen konnten, haben sie die zugänglichste Version des Berichts zum 11. September produziert,“ heißt es selbstbewusst. Der Comic soll sich dabei sehr eng an das Original-Dokument halten und dieses auch häufig zitieren.

Bei einem solchen Ansatz kann natürlich so einiges schiefgehen. Selbst wenn man den beiden Verantwortlichen mal unterstellt, dass der Brocken eine handwerklich einwandfreie Dokumentation sein wird und nicht etwa ein emotional oder kommerziell motivierter Stammtischrülpser, fragt sich immer noch, wer sowas denn lesen soll, und warum. Die Leute, die die Materie interessiert, werden kaum auf eine Comic-Adaption warten. Und der Rest sowieso nicht – insbesondere wenn es wirklich eine so trockene Abhandlung werden soll, wie der Infotext es suggeriert.

Die Tatsache, dass der Band mit Vorworten des Vorsitzenden der Kommission und seines Stellvertreters aufwartet, macht die Sache nicht unbedingt attraktiver. Mal anders gefragt: Wäre hierzulande irgendjemand auf eine Comic-Version des Abschlussberichts des Visa-Ausschusses scharf, in der Eckart von Klaeden uns mit der ihm eigenen Inbrunst von den Vorzügen des Mediums Comic als Vermittler schwieriger politischer Sachverhalte überzeugen will? Was? Wer? Genau. „Der Fischer ist schuld“, soviel ist doch klar. Der Rest ist doch eh bloß langweilige Haarspalterei.

Bedenkt man noch die nicht zu unterschätzende innenpolitische Dimension solcher Kommissionen, ist es auch im besten anzunehmenden Fall fraglich, was Jacobson und Colón sich von dem Werk versprechen, von einer Aufbesserung ihrer Altersversorgung mal abgesehen.

Links:
National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States
Wikipedia: 9/11 Commission
Pressestimmen zum Comic: Washington Post.com, Times Online, Publishers Weekly.com, Variety.com

PIRATE TALES #1
Boom! Studios | 48 Seiten | farbig | $ 6.99 | JUL06 2986

Mit seinen offenbar leidlich erfolgreichen Zombie-Anthologien scheint Ross Richie, Chef des noch jungen, aber bei Kritikern schon sehr beliebten Verlags Boom! Studios, beim US-Publikum einen Nerv getroffen zu haben. Im September soll das Format nun für ein Genre herhalten, welches – von sporadischen Ausnahmeerscheinungen wie Scurvy Dogs oder El Cazador – im Comic-Mainstream der Vereinigten Staaten bisher überhaupt nicht stattfindet: Piratengeschichten. Vielleicht rechnet sich Richie ja aus, dass im Zuge von Fluch der Karibik 2 die Nachfrage nach Piratenzeugs sprungartig ansteigen wird.

Was bekannte Größen angeht, sind an Pirate Tales #1 lediglich Keith Giffen, Joe Casey und vielleicht noch Christopher Golden (Punisher) und Fabio Moon (De: Tales) beteiligt, die Namen John Rogers, Johanna Stokes, Michael Alan Nelson, Tim Seeley und Chee provozieren dagegen erst mal ein Schulterzucken. Von daher wird man bei Boom! sicher nicht traurig sein, wenn den Verkaufszahlen vom Zeitgeist etwas unter die Arme gegriffen werden sollte. (Diskurs am Rande: Ich plädiere hiermit offiziell dafür, dass „jemandem unter die Arme greifen“ auf die Liste der Metaphern gesetzt wird, die man ab 30° Celsius im Schatten unter Strafe zu vermeiden hat.)

PUNISHER WAR JOURNAL #1
Marvel Comics | 32 Seiten | farbig | $ 2.99 | JUL06 1988

Richtig, Punisher War Journal gab’s schon einmal in den Neunzigern. Aber selbst hartnäckige Skeptiker dürften wohl zugeben, dass diese Neuauflage damit nicht viel zu tun haben wird. Das liegt zunächst mal daran, daß es diesmal einen guten Grund für eine zweite fortlaufende Reihe mit dem Punisher gibt. Garth Ennis‘ Punisher nämlich, welches unter Marvels Erwachsenen-Label Max Comics erscheint, ist eine separate Angelegenheit, die mit dem Rest des Marvel-Universums nichts zu tun hat. Der erklärte Zweck von Punisher War Journal besteht also darin, wieder eine Plattform zu bieten, auf der Frank Castle regelmäßig mit anderen Marvel-Figuren interagieren kann.

Einen konkreten Anlass für das Comeback des Bestrafers bietet das neue Gesetz, welches sämtliche US-amerikanischen Superhelden des Marvel-Universums zwingen soll, sich bei einer Regierungsbehörde mit Namen und Anschrift registrieren zu lassen (siehe Civil War). Die resultierenden Flügelkämpfe zwischen den Helden lassen den Schurken freie Bahn, was den Punisher auf den Plan ruft: Besorgt um das Wohl der unbeteiligten Bürger, will er fortan nicht mehr bloß reguläre Kriminelle ins Jenseits befördern, sondern eröffnet nun auch gezielt die Jagdsaison auf Kostümierte.

Ein netter Ansatz, aber wie das in der Praxis aussehen soll, steht auf einem anderen Blatt. Man wird wohl kaum erwarten können, dass in Punisher War Journal all zu prominente Marvel-Schurken ins Gras beißen. Folgerichtig wird die Sache wohl eher so aussehen, dass sich der Punisher entweder mit einer Horde von Nobodies herumärgert, die eh keiner kennt, oder dass die Ganoven des öfteren die Begegnung überleben. Da keine der beiden Optionen langfristig besonders spannend ist, bleibt abzuwarten, ob und wie die Macher dieses Grundsatzproblem lösen werden.

Womit wir bei den beiden besten Gründen angelangt wären, der Reihe eine Chance zu geben: Autor der Serie ist Matt Fraction, der mit Last of the Independents und Casanova bereits bewiesen hat, dass er Action kann, egal ob geradlinig oder verspielt. Gezeichnet wird Punisher War Journal vom Argentinier Ariel Olivetti (Space Ghost), dessen Arbeit hier an die gemalten Punisher-Titelbilder von Mike Zeck aus den Achtzigern erinnert.

Und überhaupt. Sobald Marvel wieder sowas rausbringt oder etwa – ach du Scheiße! – sowas, können wir schließlich immer noch die Beine in die Hand nehmen und im schnellen Galopp „Run to the Hills“ anstimmen.

Links:
Interview: Matt Fraction (Comic Book Resources)
Interview: Matt Fraction (Newsarama)
Interview: Matt Fraction (Wizard)
Interview: Matt Fraction (The Pulse)

ROCK BOTTOM (Paperback)
AiT/PlanetLar | 112 Seiten | schwarzweiß | $ 12.95 | JUL06 2817

Eine neue Graphic Novel von Joe Casey (Gødland) und Charlie Adlard (The Walking Dead) kann man nach dem Genuss ihrer letzten Zusammenarbeit Codeflesh ungesehen empfehlen. In Rock Bottom geht’s um Thomas Dare, einen „normalen Mann mit normalen Problemen,“ der eines Tages feststellt, dass er sich in Stein verwandelt.

Viel mehr gibt der Werbetext leider nicht her, bevor er mit der Bemerkung schließt, dass es sich bei Rock Bottom nicht um „die Ursprungsgeschichte eines Superhelden“ handele. Aber soviel hätten wir eh schon vermutet. Gut also, dass man den Band ungesehen empfehlen kann.

Links:
Vorschau und Kommentar von Charlie Adlard (The Pulse)

TRUE STORY SWEAR TO GOD #1
Image Comics | 24 Seiten | schwarzweiß | $ 2.99 | JUL06 1674

Cartoonist Tom Beland war höchst unzufrieden mit der Arbeit des kleinen Verlagshauses AiT/PlanetLar, weil, so sagt er, die dort erschienenen Sammelbände seiner autobiographischen Serie True Story Swear to God in keinem gescheiten Buchladen finden konnte. Beland ist nun zu Image Comics gewechselt, wo ab September nicht nur die Einzelhefte von True Story (vormals im Eigenverlag) erscheinen werden, sondern konsequenterweise auch die Sammelbände.

True Story Swear to God ist die Aufzeichnung der Liebesbeziehung des US-Amerikaners Beland mit der Puerto-Ricanerin Lily. Der ehrliche, ungeschminkte und manchmal zuckersüße Stil Belands ist nicht jedermanns Sache – ursprünglich war True Story bloß als Tagebuch gedacht und gar nicht zur Veröffentlichung vorgesehen, was man den ersten Kapiteln deutlich anmerkt. Aber genau diese Offenheit abseits der üblichen dramaturgischen Kunstgriffe ist es andererseits auch, die die Serie bei ihren Anhängern so beliebt macht.

Und auch sollte man Geschmack an True Story finden, bleibt letzlich noch ein Wermutstropfen, denn Tom und Lily haben sich kürzlich getrennt. Auf True Story wird sich das zwar in naher Zukunft nicht auswirken, denn die Serie ist noch Jahre von diesem Punkt entfernt; das Wissen, daß es kein Happy End geben wird, bleibt einem beim Lesen natürlich trotzdem im Hinterkopf.

Aber wer weiß, vielleicht ist ja doch noch nicht aller Tage Abend. Man hat schließlich auch schon Pferde kotzen sehen.

Links:
Interview mit Tom Beland (Silver Bullet Comics, Teil 1)
Interview mit Tom Beland (Silver Bullet Comics, Teil 2)
Interview: Tom Beland (Bookshelf Comics)
Interview: Tom Beland (Paperback Reader)
Puerto Rico Herald: Artikel über True Story Swear to God

UNION JACK #1 (von 4)
Marvel Comics | 32 Seiten | farbig | $ 2.99 | JUL06 1996

Christos N. Gage (Deadshot) und Mike Perkins (Spellbinders) spinnen in Union Jack einen Handlungsfaden aus Ed Brubakers Captain America weiter: Unterstützt von zwei maskierten Helden aus dem Nahen Osten, der Mossad-Spezialagentin Agentin Sabra und dem Arabischen Ritter, muss Union Jack, Superagent des britischen MI5, eine Serie terroristischer Anschläge auf London vereiteln. Die Bösewichte sind dabei natürlich keine herkömmlichen Terroristen, sondern Superschurken – „Batroc the Leaper, Machete, Zaran, Boomerang, Crossfire, Jack O’Lantern, Shockwave und weitere!“ werden angekündigt. Da fehlen eigentlich nur noch Stelzenmann und der Gibbon.

Aber Spott beiseite: Gut ein Jahr nach den Anschlägen auf das Londoner Verkehrsnetz scheint Autor Christos N. Gage für Union Jack genau die richtige Mischung aus aktuellem Zeitbezug, absurder 007’scher Agentenoper und den üblichen Marvelschen Helden-in-Strumpfhosen-Elementen im Sinn zu haben. Die Arbeit von Zeichner Mike Perkins mag der seines Kollegen Steve Epting, mit dem er sich die Serie Captain America teilt, derzeit zum Verwechseln ähnlich sehen, aber das tut dem enorm schönen Anblick seiner Kunst keinen Abbruch.

Links:
Interview: Christos N. Gage (Comic Book Resources)
Interview: Mike Perkins (Comic Book Resources)
Interview: Christos N. Gage & Mike Perkins (Comic Book Resources)
Interview: Christos N. Gage (Newsarama)
Interview: Christos N. Gage (Wizard)

WILDCATS #1 WETWORKS #1
DC Comics/WildStorm | je 32 Seiten | farbig | je $ 2.99 | JUL06 0220/JUL06 0223

Um die Jahrtausendwende bescherten die britischen Ausnahmetalente Warren Ellis, Alan Moore, Bryan Hitch, John Cassaday, Mark Millar und Frank Quitely dem WildStorm-Label Jim Lees mit Serien wie The Authority, Planetary, Top Ten, Tom Strong oder The League of Extraordinary Gentlemen eine ganze Reihe nicht nur kommerziell erfolgreicher, sondern auch bei Kritikern sehr respektierter Projekte, die die damals frisch an DC Comics verkaufte Firma binnen kürzester Zeit zur angesagtesten Schmiede von Superheldencomics avancieren ließ. Hier wurden Trends in Gang gesetzt und die Marschrichtung festgelegt, in die das Genre sich die folgenden fünf, sechs Jahre entwickeln sollte.

Schon kurze Zeit später war der Ofen dann jedoch plötzlich aus; Ellis und Moore traten aus verschiedensten Gründen nur noch sporadisch in Erscheinung, Millars kontroverse Arbeit an The Authority (schwul!!!) wurde – Gerüchten zufolge von den berüchtigten „Schlipsträgern“ aus der Chefetage – bis zum Stillstand torpediert und den Autor veranlasste, bei Marvel anzuheuern. Hitch und Quitely taten es ihm gleich, und schließlich mangelte es dem Label schlicht an der entscheidenden Risikofreude, die den Erfolg erst gebracht hatte – und die die Fans nun erwarteten. Einst bahnbrechende Konzepte dümpelten dahin, und es kamen keine Autoren und Zeichner mehr nach, die die Begeisterung weiter zu transportieren vermochten. Zwar hatte man mit z.B. Mr. Majestic, Wildcats Version 3.0, Sleeper oder StormWatch: Team Achilles auch weiterhin über den grünen Klee gelobte Serien am Start, aber der Motor war futsch: Der kommerzielle Erfolg des WildStorm-Universums war Geschichte, ebenso wie der Status als Trendsetter. Das von Ellis, Moore, Millar und Co. erarbeitete Startkapital war leichtfertig verstolpert worden.

Anno 2006 soll nun wieder alles anders werden. WildStorm-Gründer Jim Lee, der seiner eigenen Popularität in den letzten vier Jahren durch mega-erfolgreiche Arbeiten an Batman, Superman und All-Star Batman eine Frischzellenkur verpassen konnte, will’s nochmal wissen und holt zum Rundumschlag aus: Im Herbst kommt es unter dem Slogan „WorldStorm“ – mal wieder – zu einem Neustart des gesamten WildStorm-Universums. Diesmal allerdings mit einer imposanten Riege von Autoren und Zeichnern, der unter anderem die Publikumslieblinge Garth Ennis, Brian Azzarello und Gail Simone angehören. Zum Startschuss gibt’s gleich den dicksten Brocken: Wildcats, gezeichnet von Lee selbst und geschrieben von Grant Morrison, wird als Flaggschiff des wiederbelebten WildStorm-Universums dienen.

Morrisons Beteiligung ist dabei der springende Punkt, denn es gibt in der Branche wohl derzeit keinen zweiten Autor, dessen Name in solchem Maße gleichzeitig für kommerziellen Erfolg und kreative Innovation steht wie der des Schotten. Insofern kann man davon ausgehen, dass Lee damit ein Zeichen setzen will – es wäre jedenfalls ein gutes. In Wildcats (“Mark IV“?) wollen Lee und Morrison von der ursprünglichen bunten X-Men-Cover-Version der frühen Neunziger (WildC.A.T.s) bis hin zu Joe Caseys kopflastiger Ode an das Postmoderne im Superhelden (Wildcats Volume 2 und Wildcats Version 3.0) alle verschiedenen Inkarnationen des Konzepts berücksichtigen. Die Serie soll im Zweimonatsrhythmus und abwechselnd mit The Authority (ebenfalls von Morrison geschrieben, startet im Oktober) erscheinen, da Lee gleichzeitig noch an All-Star Batman arbeitet.

Vierzehn Tage später geht’s weiter mit Wetworks, geschaffen und gezeichnet von Lees altem Image-Kollegen Whilce Portacio. Als Autor konnte man Mike Carey gewinnen, der gerade Lucifer für Vertigo beendet hat und für Marvel Ultimate Fantastic Four und X-Men schreibt. Das Konzept der brutalen Science-Fiction-/Horror-Serie: Eine mit futuristischen Metallrüstungen ausgestattete Elite-Einheit prügelt sich mit Werwölfen, Vampiren und anderem lichtscheuem Getier. Die Geschichte wiederholt sich hier übrigens auf kuriose Weise: Wie bereits Portacios Original-Version von Wetworks, die in den frühen Neunzigern erst mit jahrelanger Verspätung erschien, sollte auch die aktuelle Variante bereits 2003 (!) starten; ein elfseitiger Prolog – der, nebenbei gesagt, leider nicht besonders überzeugend war – erschien damals in Coup d’Etat: Aftermath #1.

Links:
Interview: Redakteur Scott Dunbier (Newsarama)
Interview: Jim Lee (Newsarama)
Interview: Mike Carey (Comic Book Resources)
Interview: Mike Carey (Comic Book Resources)
Interview: Mike Carey (Your Mom’s Basement)
Interview: Mike Carey (Wizard)
Interview: Mike Carey (The Pulse)

Der Bücher-Wurm: Weitere US-Comics im September

+++ALAN MOORE’S A SMALL KILLING von Alan Moore und Oscar Zarate (Avatar Press, Paperback, $ 16.95)+++AMERICAN VIRGIN, VOL. 1: HEAD von Steven T. Seagle und Becky Cloonan (DC Comics/Vertigo, Paperback, $ 9.99)+++BOSNIAN FLAT DOG von Max Andersson und Lars Sjunneson (Fantagraphics Books, Graphic Novel/Paperback, $ 13.95)+++CHICKEN WITH PLUMS von Marjane Satrapi (Pantheon Books, Graphic Novel/Hardcover, $ 16.95)+++DON’T GO WHERE I CAN’T FOLLOW von Anders Nilsen (Drawn & Quarterly, Graphic Novel/Paperback, $ 14.95)+++F-STOP von Anthony Johnston und Matthew Loux (Oni Press, Graphic Novel/Paperback, $ 14.95)+++FANTASTIC FOUR VISIONARIES: JOHN BYRNE, VOL. 6 von John Byrne, Mike Carlin, et al. (Marvel Comics, Paperback, $ 24.99)+++HARLAN ELLISON’S DREAM CORRIDOR, VOL. 2 von Harlan Ellison, Eric Shanower, et al. (Dark Horse Comics, Paperback, $ 19.95)+++MARVEL ADVENTURES: SPIDER-MAN, VOL. 4: CONCRETE JUNGLE von Zeb Wells und Patrick Scherberger (Marvel Comics, Digest, $ 6.99)+++NEIL GAIMAN’S NEVERWHERE von Mike Carey und Glenn Fabry (DC Comics/Vertigo, Paperback, $ 19.99)+++THE POPBOT COLLECTION von Ashley Wood und Sam Kieth (IDW Publishing, Paperback, $ 45.00)+++POPEYE, VOL. 1: I YAM WHAT I YAM von E.C. Segar (Fantagraphics Books, Hardcover, $ 29.95)+++PYONGYANG: A JOURNEY TO NORTH KOREA von Guy Delisle (Drawn & Quarterly, Graphic Novel/Hardcover, $ 19.95)+++SHADOWLAND von Kim Deitch (Fantagraphics Books, Paperback, $ 18.95)+++SIDE SCROLLERS von Matthew Loux (Oni Press, Graphic Novel/Paperback, $ 11.95)+++THE UNTOUCHABLES von Joe Pruett und John Kissee (Image Comics, Paperback, $ 16.99)+++WILL YOU STILL LOVE ME IF I WET THE BED? von Liz Prince (Top Shelf Productions, Graphic Novel/Paperback, $ 7.00)+++

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Bildquellen: Previews – Diamond Distributors; American Splendor, Desolation Jones, Fables, The League of Extraordinary Gentlemen, The Quitter, Wetworks, Wildcats – DC Comics; The Cartoon History to the Modern World – tfaw.com; Chicanos – IDW Publishing; The Cross Bronx, True Story Swear to God, Pirate Tales – comicbookresources.com; The 9/11 Report – Farrar, Straus and Giroux; Punisher War Journal, Union Jack – Marvel Comics; Rock Bottom – AiT/PlanetLar