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7 Jahre mit Garg

alt
 Garg, das ist ein kleines, hellbläuliches Monster-Mädchen. Es wohnt beim erfolglosen Schriftsteller Benni, der Garg irgendwann einfach vor seiner Haustür fand. Das Zusammenleben des bücherverschlingenden, abenteuerlustigen Wesens mit seinem inoffiziellen Adoptivpapa schildert das kreative Duo ASP (dahinter verbirgt sich Alexander F. Spreng, Autor und Sänger der gleichnamigen Gothic-Band) und Ingo Römling, der als Zeichner auch unter der Pseudonym „monozelle“ unterwegs ist (Übrigens ist das nicht das erste Comicprojekt der beiden, denn 2006 erschien bereits ihre Kollaboration Varieté Obscurals Printcomic).

Seit 2007 veröffentlichen sie den Strip 7 Jahre mit Garg (www.siebenjahremitgarg.de), jetzt gibt es erstmals einen gedruckten Sammelband. Und der beinhaltet neben den den klassischen Strips in Schwarz-Weiß auch eine längere, kolorierte Geschichte, die stlististisch völlig andere Wege einschlägt.

„Mein Findetag“, so der Titel dieser Episode, beleuchtet das Garg’sche Äquivalent zum uns bekannten Geburtstag. Denn, klar, einen solchen hat das Monsterlein nicht, deswegen zelebriert es mit Benni den Tag ihres ersten Zusammentreffens. Die Bilder sind hier nicht nur farbenfroh ausgestaltet, sondern nehmen auf den Seiten viel Raum ein. Einige Zeichnungen erstrecken sich sogar aufs komplette A4-Format des Albums. Die Story ist in vielerlei Hinsicht ein Stilbruch zu dem, was der Leser in der ersten Hälfte des Bandes sehen kann. Sogar auf Dialoge wird komplett verzichtet, stattdessen werden die Bilder von Gargs Ausführungen in Reimform untermalt.

All das wirkt überraschend und ist sehr sympathisch umgesetzt. Zumal es das starre Konzept des Strips aufbricht und beweist, dass der Charme auch ohne viel Worte erhalten bleibt. Trotzdem hat mich die überlange Bonusgeschichte etwas gestört, bzw. hätte ich stattdessen doch noch ein paar Strips gelesen. Der Grund dafür ist, dass Garg und Benni ohne das Korsett der knappen Form das gewisse pointierte Moment fehlt, dass der gereimte Monolog überdies zwar nett, aber keinen Ersatz für einen klugen Dialog bilden kann.

Die Strips brauchen sich hingegen auch vor ganz großen Vorbildern nicht zu verstecken. Hier fabuliert Texter ASP um wunderbar anrührende, geistreiche Situationen herum. Ob es nun um Gargs Wunsch eines Weltraumfluges geht, oder um Bennis verzwickte Jobsuche, stets enden die sich auf maximal drei Seiten erstreckenden Storys mit einer mehr oder weniger offensichtlichen Pointe. Das sorgt beim Lesen zumeist für ein Schmunzeln, machmal ist 7 Jahre mit Garg aber auch richtig, richtig lustig.

Richtig gelungen ist nebenbei bemerkt auch die Aufmachung des im Eigenverlag produzierten Sammelbandes. Die auf angenehm rauem Papier gedruckten Seiten sind in einem schicken Hardcover-Einband verpackt. Und im redaktionellen Part klärt ASP unter anderem die Frage nach dem ungewöhnlichen Titel des Comics.

Wem diese Ausstattung allerdings zu profan erscheint, dem kann auch alternativ mit einer limitierten Kunstlederausgabe mit Silberprägung geholfen werden. Auch diese gibt es im ASP-Shop unter www.thetalesofasp.com.

7 Jahre mit Garg – Gesamtausgabe 2007 bis 2010
Eigenverlag, August 2010
Autor: ASP
Zeichner: Ingo Römling
124 Seiten, s/w + farbig, HC, 26,90 Euro

Gut!

Klasse Stripserie mit monströsem Niedlichkeitsfaktor, leichte Abzüge gibts nur wegen der Farbstory

Abbildungen: © Ingo Röming / ASP


Mouse Guard – Winter 1152


 Kaum ist der stürmische Herbst vorbei, hat auch bereits der harte Winter die Mäuseterritorien fest im Griff. Völlig eingeschneit und ohne ausreichend Nahrung und Medikamente entsendet das Städtchen Lockhaven fünf unerschrockene Mitglieder der Mäusewache aus. Auf ihrem Weg zu nahegelegenen Mäusestädten ist die eisige Kälte jedoch nicht die einzige Gefahr …

Der zweite Band von David Petersens vielbeachtetem Fantasycomic setzt dort an, wo “Herbst 1152“ aufhörte, nur sind unterdessen ein paar Monate ins Land gegangen. Konzeptionell bleibt sich Petersen treu: Wieder liegt der Fokus stark auf den einzelnen Mäusewächtern, wieder gilt es körperlich überlegene Fressfeinde aus dem Tierreich zu besiegen oder zumindest aus dem Weg zu gehen. Statt Krabben und Schlangen (siehe Band 1) darf sich die Fünfergruppe bestehend aus Kenzie, Saxon, Sadie, Lieam und Celanawe in „Winter 1152“ mit einer widerspenstigen Eule und ein paar Fledermäusen herumschlagen.

Das ist vom Plot her nicht unbedingt innovativ, aber brillant umgesetzt. Mit viel Engagement verwandelt David Petersen die Mission der Mäusewache in einen packenden Thriller. Er münzt eine Bilderbuchoptik in realistischen Überlebenskampf um. Und das offenbar mit Leichtigkeit, denn mit der vorliegenden Geschichte wird nebenbei auch noch der Kosmos der antropomorphem Nager, sprich deren gesellschaftliches Gefüge, weiter ausgebaut und beleuchtet.

 Eine weitere Stärke des Buches ist die Darstellung der Beziehung der einzelnen Protagonisten untereinander. Auf intelligente Weise erhält jede Maus ihr unverwechselbares Profil, wobei man beim Lesen spürt, dass diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Dem Autor und Zeichner glückt es hier, wie in jedem anderen angesprochenen Bereich, den Leser an die Hand zu nehmen und in bis zur letzten Seite nicht mehr aus seiner Welt zu entlassen.

Als Bonus befinden sich diesmal am Ende des Bandes eine Landkarte, Führer durch das Dorf Sprucetuck und durch die Tunnel von Darkheather, eine Übersicht der Berufsstände und der Mode der Mäusezivilisation, sowie eine Pin-Up Galerievon Gastkünstlern (u.a. Stan Sakai und Geof Darrow).

David Petersen setzt inhaltlich mit seiner zweiten Story dramaturgisch auf einen ähnlichen Aufbau wie beim Vorgänger. Aber warum auch nicht? Das Konzept hat nichts von seinem Charme eingebüßt. Der auch grafisch unvergleichbare Stil sorgt zumindest bei mir für große Begeisterung.

 

Mouse Guard – Winter 1152
Cross Cult, Juli 2010
Text und Zeichnungen: David Petersen
192 Seiten, farbig, Hardcover, 24,90 Euro
ISBN: 978-3-941248-26-7

Gut!

Erneut ein außergewöhnliches Comicerlebnis in beeindruckender Qualität

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Abbildungen: © David Petersen, Cross Cult


Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter? – CoverBatman ist tot, lang lebe Batman! Mit dem Sammelband Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter? schlägt Panini zwei Fliegen mit einer Klappe. Primo: Die erste Episode im Band ist zugleich die längste. Auf 60 Seiten breitet sich da Batman: Whatever Happened to the Caped Crusader? aus, eine Zäsur im Batman-Universum; das US-Original erschien im April 2009, die Beerdigung des Fledermaus-Helden, stilecht mit Kostüm und Sarg auf einer Doppelseite. Ähnliches kannte man bereits von Superman, wohl wissend, dass zugkräftige Flagschiffe der Verlage niemals wirklich sterben, sondern immer wieder aus der Asche neugeboren werden. Kubert zeichnet wie ein junger Gott, und Gaiman hebt an zu einer reflektierten, metaphysischen Betrachtung, ohne den Leser allzu sehr mit Prügeleien oder anderen banalen Ereignissen zu belästigen. Manch einem könnte das zu abgehoben sein.

Secundo: Der Sammelband enthält noch vier weitere, wesentlich kürzere und ältere Batman-Stories von Gaiman, A Black and White World (1996), Pavane (1989), Original Sins (1989), When is a Door not a Door? (1989), alle ganz gut zu lesen, alle mehr als gewalttätige Ereignisketten, sondern oft interessante Spiegelungen der Hauptfigur. Der Band gehört damit auch irgendwie zu einem ambitionierten Großprojekt, das seit einiger Zeit in Paninis Verlagsprogramm läuft: die Neil-Gaiman-Bibliothek. Es ist erfreulich, dass Panini Gaimans Können als Erzähler wertschätzt und seine Werke nach und nach komplett ins Deutsche holt. Abzuraten ist dieser Band Lesern, die sich Action und Abenteuer wünschen oder wenig mit Batman vertraut sind. Wer sich an Reflektionen und der teilweise veralteten Zeichenart nicht stört, der dürfte an Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter? Lesefreude haben.

Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
Panini Comics, Juni 2010
132 Seiten, farbig, Softcover
Preis: 14,95 Euro

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Carthago 2 – Die Challenger-Tiefe


Cover von Carthago 2Die Natur schlägt zurück! Zumindest in Christophe Becs und Eric Henninots zweitem Teil der sechsteiligen Serie Carthago. In „Die Challenger-Tiefe“ bieten die beiden erneut eine konfuse Mischung aus Mystery, Öko-Thriller und Science-Fiction. Wie in Becs anderen Splitter-Arbeiten (Prometheus, Heiligtum) verknüpft der Autor eine Blockbuster-Ästhetik mit einer rasant erzählten Geschichte, die durch Zeit- und Ortssprünge gekennzeichnet ist. Bereits der Auftaktband von Carthago hatte enttäuscht und konnte dem wenig hinzufügen.

Anstatt ein wenig Klarheit in die Handlung zu bringen, überfordert Bec den Leser zu Beginn von „Die Challenger-Tiefe“, indem er noch einmal neue Zeit- und Ortsebenen einführt. Auch ein weiterer furchteinflößender prähistorischer Meeresriese wird präsentiert. Wozu – das wird nicht verraten. Sicherlich ging es Bec eher um die effektvolle Inszenierung eines Unterseeboots im Zweiten Weltkrieg, das von einem Kronosaurus Queenslandicus – einer Kreuzung aus Krokokil und Walfisch – angegriffen wird.

Dann folgt ein Sprung nach Tibet von 1987, wo ein prähistorischer Riesenaffe Jagd auf den mysteriöser Drahtzieher, den Bec im ersten Band eingeführt hatte, macht. Wissenschaftler debattieren im Hier und Heute über das rätselhafte globale Stranden von Walen, die nicht mehr ins Wasser zurück wollen; und da die Tochter von Melville durch den vermögenden Mysteriösen, der sich als „Hundertjähriger aus den Karpaten“ ausgibt, entführt wurde, wird sie gezwungen, für diesen zu arbeiten.

Dieser Karpate entpuppt sich als Wolfgang Feiersinger und ähnelt dem faustschen Wissenschaftlertyp aus zahlreichen Jules-Verne-Romanen. Nicht ohne Zufall kommt da einem Das Karpatenschloss in den Sinn. Ansonsten erinnert Feiersinger auch stark an Kapitän Nemo aus Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer. Und tatsächlich hat sich der „Hundertjährige“ ähnlich wie Nemo mit seiner Nautilus ein technisches Wunderfahrzeug geschaffen: Die Leviathan. Der Name des Unterseeboots verweist auf die jüdisch-christliche Mythologie, in der ein Seeungeheuer beschrieben ist, das einem Krokodil, einer Schlange oder einem Drachen ähnelt. Wie die Nautilus beherbergt auch die Leviathan eine umfangreiche und geräumige Bibliothek mit Jalousien-artigen Fenstern, die den Blick auf die Unterwasserwelt freigeben können. Freisinger hat sich wie Nemo von der Welt unabhängig gemacht. Was sich Bec hätte sparen können, ist die Andeutung der leichten Frauen an Bord der Leviathan.

Der Gipfel der Verwirrung ist schließlich gegen Ende von „Die Challenger-Tiefe“ erreicht, als plötzlich auch noch von Atlantis die Rede ist. Es ist ja nicht so, dass die mythologischen Versatzstücke uninteressant wären, nein, ganz im Gegenteil. Der Ausflug zu Platons Schilderung der versunkenen Stadt, die einst von den Griechen bekämpft wurde hat durchaus seinen Reiz. Aber worauf das Ganze hinaus will, bleibt schleierhaft und ist in der Summe mit den vielen Handlungssträngen und Schauplätzen einfach zu viel des Guten.

Beispielseite aus Carthago 2Zu Henninots Zeichnungen kann man dagegen nichts Negatives sagen. Im Gegensatz zu Bec, der ja auch zeichnet, findet man bei ihm keinen starren, hölzern wirkenden Zeichenstil. Klar, auch Henninot legt viel Wert auf auf eine möglichst realistische Ästhetik, aber ihm gelingt es noch, durch Mimik und Gestik Leben in die Figuren zu hauchen. Die Zeichnungen werden durch eine flächige Kolorierung ergänzt, die schlicht, klar und angenehm wirkt.

Das übergeordnete Thema von Carthago ist die Rache der Natur an der Menschheit. Das typische Motiv aus der Science-Fiction oder aus dem Kino (z.B. Der weiße Hai) wird mit mythologischen und wissenschaftlichen Aspekten ergänzt, et voilà – heraus kommt ein Blockbuster à la Roland Emmerich oder Steven Spielberg in Comicversion.

Carthago 2 – Die Challenger-Tiefe
Splitter, Juli 2010
Text: Christophe Bec
Zeichnungen: Eric Henninot
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 9783868691016

Das war nix

Konfus erzählte wirre Story mit Blockbuster-Ästhetik

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Abbildungen © Eric Henninot, der dt. Ausgabe Splitter

Der Geschmack von Chlor


 26 Jahre ist der Franzose Bastien Vivès erst alt, hat aber bereits etliche eigene Comics veröffentlicht. Einer davon, Le Goût du chlore, bekam 2009 beim Festival von Angoulême den Prix Révélation als bestes Werk eines Nachwuchskünstlers. Bei Reprodukt erscheint mit diesem Buch nun erstmals ein Comic von Vivès auf Deutsch. Sehr viel Übersetzungsarbeit musste der Verlag hier nicht investieren, denn mit Dialogen hält sich der Künstler sehr zurück.

Es geht, zumindest vordergründig, ums Schwimmen in Der Geschmack von Chlor. Ein junger Mann beginnt auf Rat seines Krankengymnasten, einmal die Woche ins Hallenbad zu gehen und dort seine Bahnen zu ziehen. Viel Spaß macht ihm der Sport in der steril-kalten Schwimmbad-Atmosphäre nicht. Das ändert sich erst, als er eine junge Frau kennenlernt, die sich im Gegensatz zu ihm sehr elegant und sportlich durchs Wasser bewegt. Die beiden kommen sich näher, sie zeigt ihm ein paar Schwimm-Tricks und ab sofort freut er sich auf seinen wöchentlichen Besuch im Bad.

 Viel mehr kann man über die Handlung nicht erzählen, ohne das Ende preiszugeben. Oberflächlich gesehen passiert tatsächlich nicht sehr viel in diesem Comic. Taucht man jedoch, genau wie der Protagonist, etwas tiefer, erkennt man die Stärken dieser leisen Erzählung: Mit wenigen Worten und mit sehr reduzierten Bildern gelingt es Bastien Vivès, das Gefühlsleben seiner Hauptfigur absolut nachvollziehbar zu vermitteln. Seine Schüchternheit bei der ersten Begegnung mit der schönen Schwimmerin, die zunehmende Freude, die er bei den anfangs so ungeliebten Schwimmstunden verspürt, und später seine nervösen Blicke in die Halle, um zu sehen, ob die Frau im Arena-Badeanzug schon da ist – diese Momente machen das Buch zu einer sehr lebensnahen, glaubwürdigen Alltagserzählung. Eine große romantische Liebesgeschichte wird daraus nicht, denn Vivès geht es hier weniger ums Verliebtsein als um die Stufe davor.

Es ist sicher kein Zufall, dass der Künstler ein Schwimmbad als Handlungsort gewählt hat. Beim Schwimmen ist man meist für sich allein, spricht kaum und hat viel Zeit, andere zu beobachten. Man trägt fast keine Kleidung am Leib, hinter der man sich verstecken könnte. Und man bewegt sich in einem Element, für das der Mensch eigentlich nicht geschaffen ist. Ein alltäglicher Ort also, an dem aber fast alles anders ist als im restlichen Alltag.

 Dass Schwimmbäder eine eigene Welt sind, spiegelt sich auch in den Zeichnungen. Selten hat man so viel Türkis in einem Comic gesehen. Vivès, der seinen Zeichenstil bei jedem seiner Projekte variiert, benutzt hier flächige Farben und einen reduzierten Strich. Für die Szenen im Wasser hat er sich ein simples, aber effektives Stilmittel einfallen lassen: Bei allem, was sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet, lässt er die Umrisse weg. Die Konturen verschwimmen, bleiben aber klar erkennbar.

Weil so wenig gesprochen wird, hat man hat die gut 130 Comicseiten sehr schnell gelesen und ist vielleicht zunächst enttäuscht, dass die Geschichte so undramatisch verläuft. Aber indem Vivès vieles offen lässt und oft nur Andeutungen macht, lässt er dem Leser viel Raum für eigene Interpretationen. Am Ende entscheidet man selbst, ob der Geschmack von Chlor ein süßer oder ein bitterer ist.

Der Geschmack von Chlor
Reprodukt, Juni 2010
Text und Zeichnungen: Bastian Vivès
144 Seiten, Softcover, farbig, 18 Euro
ISBN: 978-3-941099-48-7

Leise Alltagsgeschichte mit bemerkenswerten Zwischentönen

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Abbildungen: © Bastian Vivès, Reprodukt

 

Missi Dominici 1 – Das Kind des Tierkreises


 Magie, Religion, Mittelalter. Eine Kombination, die mehr als häufig in Comicserien bemüht wird. Vielleicht ist das auch einer der Gründe dafür, dass bei mir angesichts der neuen Reihe Missi Dominici mit der x-ten Abwandlung der genannten Themen eine gewisse Ermüdung vorherrscht.

Hinzu kommt, dass der erste Band „Das Kind des Tierkreises“ erzähltechnisch nur im Schneckentempo voranschreitet. Er beginnt mit dem Auftrag zweier Mitglieder der Missi Dominici (eines christlichen Bundes mit speziellen Aufgaben), die durchs Land reisen, um heilige Reliquien einzusammeln. Parallel hierzu verwüsten die Vier Reiter der Apokalypse ein Dorf auf der Suche nach dem sagenumwobenen „Kind des Tierkreises”.

Die Perpektive für den Leser verbleibt meist auf Ronan Chantilly de Guivre und Ernst Wolfram, dem ungleichen Duo der Abgesandten von Missi Dominici. Bezeichnend dabei ist, dass auch die Beziehung zwischen dem erfahrenen Wolfram, der bereits Legendenstatus hat, und dem Jüngling de Guivre recht klischeehaft gehalten ist. So wie vieles in diesem Band. Da verwundert es auch nicht, dass das Verhältnis zwischen beiden Protagonisten schnell in einem Meister-Schüler-Status kulminiert. „Immer zu zweit sie sind“, wie Yoda zu sagen pflegte. Das gilt wohl nicht nur für den Krieg der Sterne, sondern auch fürs Mittelalter.

 Ansonsten ist das erste Album von Missi Dominici mit einem Werwolf-Attentat und ein paar magischen Momenten garniert. Allerdings ohne dass man beim Lesen allzu verzückt oder staunend zurückbleibt. Dafür bleibt die Handlung letztlich auch zu oberflächlich, klischeehaft und unspektakulär.

Zwei Männer, die uralte Magie beherrschen und einen Holzsplitter vom Kreuze Jesu aufspüren müssen? Irgendwie klingt das schon seltsam. Zumal, wie so oft in derartigen Geschichten, ein auserwähltes, aber nichts davon ahnendes Kind zum Zankapfel zwischen Gut und Böse wird. Leider schaffen es die Kreativen nicht, mein Interesse für ein einziges Handlungselement innerhalb dieses Gefüges zu wecken und mich aufmerksam bei der Stange zu halten.

Aber so dünn die Story von Thierry Gloris, Autor des lesenswerten Codex Angelique, auch geraten ist, ein Lichtblick findet sich in der Arbeit von Zeichner Benoit Dellac. Sein Stil passt perfekt zum mittelalterlichen Szenario; Benoits Bildern ist es gar geschuldet, dass manche Szenen beim Betrachten weitaus spannender erscheinen, als sie von Gloris geschrieben wurden.

Man muss sicherlich die Entwicklung von Missi Dominici abwarten, um endgültig über die Serie urteilen zu können. Allerdings bin ich skeptisch, dass der Plot in der nächsten Ausgabe mit größeren Schritten voranschreiten wird.

 

Missi Dominici 1: Das Kind des Tierkreises
Ehapa Comic Collection, Mai 2010
Autor: Thierry Gloris
Zeichner: Benoit Dellac
48 Seiten, farbig, Hardcover, 13,95 Euro
ISBN: 978-3-7704-3350-6

Nicht so prickelnd

Höchstens nett für Hardcorefans von Mittelaltercomics, alle anderen verpassen nichts

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Abbildungen: © Ehapa Comic Collection

 

Maries Drachen 1 – Armance


 Vom erfolgreichen Autorenduo Ange, das sind Anne und Gerard Guero, unter anderem durch die Serien Die Legende der Drachenritter, Belladonna, Das verlorene Paradies und Bloodline bekannt, erscheint eine neue Fantasyserie auf dem deutschen Markt.

Das sehr klassisch aufgebaute Cover verrät erst einmal nur, dass es sich hier um eine taffe Heldin handeln muss, ansonsten kann man sich überraschen lassen. Ein sehr detailreicher, naturalistischer Strich entführt den Leser in eine Fantasywelt, die unserem historischen Mittelalter, oder besser: dem Mittelalter Frankreichs, ziemlich ähnlich ist. Auch zeichnerisch gibt es Ähnlichkeiten. Vor allem die Schraffurtechnik, welche der Zeichner Thierry Demarez gerne bei Schatteneffekten anwendet, erinnert sehr an Serpieri (Druuna). Ansonsten sind auch noch deutliche Einflüsse von Rosinski (Die große Macht des kleinen Schninkel, Thorgal) auszumachen. Aber gerade in den Visionen der Heldin Marie oder der Priester kommen sehr gute graphische Einfälle zu Tage und brechen auch die sonst recht starre Panelanordnung auf. Der Drache sieht zwar aus wie eine Mischung aus einem Tyrannosaurus Rex und einem Alien aus den gleichnamigen Filmen, kann so aber immerhin den üblichen Fantasy-Klischees entgehen. Vorrangig werden sehr irdene Farben eingesetzt, welche die sehr guten Lichteffekte schön zur Geltung bringen. Vor allem wie innere Lichtquellen, beispielsweise Kerzen und Laternen, eingesetzt werden, sorgt für stimmungsvolle Effekte.

 Inhaltlich ist der Band allerdings recht konventionell. Es geht um das Thema Rache, die zu einer genretypischen Quest führt, um universelle Bedrohungen, Monster, Intrigen und eine starke Frau in einer männerdominierten Welt. Die Andeutungen, dass es eine Parallelwelt geben könnte (das historische Mittelalter Frankreichs), erinnern dagegen eher an das Superheldengenre. Welche Rolle diese Parallelwelten tatsächlich spielen, wird man aber wohl erst im zweiten Band sehen. Auch die Heldin ähnelt eher dem Charakter von „Red Sonja“, wenngleich Marie etwas frivoler ist.

Ansonsten handelt es sich um eine typische Story des Fantasygenres: Marie tritt ihre Quest an, um Rache an den Mördern ihrer Eltern zu üben und ihre verschleppten Geschwister zu suchen. Angereichert wird die Geschichte mit Übernahmen aus der Historie, wobei die Hintergründe noch recht verworren sind. Die Heldin bleibt charakterlich etwas blass, aber dennoch fiebert man mit ihr mit: Kann Marie dem Hexenprozess entkommen? Das hatte schon Alfred Hitchcock erkannt: Um eine hübsche Heldin hat man mehr Angst. Der Charakter ist da eigentlich Nebensache.

Auch wenn Maries Drachen das Genre nicht neu erfindet, so ist der Band doch recht flott und spannend zu lesen. Vor allem, weil es viele Entwicklungen gibt und nichts so zu sein scheint wie es aussieht. Das daraus resultierende Gefühl des Unbehagens zwingt den Leser zum Weiterblättern.

Maries Drachen 1 – Armance
Splitter Verlag, Juli 2010
Text: Ange
Zeichnungen: Thierry Démarez
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-156-6

Gut

Spannendes Album mit noch unübersehbaren Hintergründen, welches das Fantasygenre zwar nicht neu erfindet, aber sehr gut zu unterhalten weiß.

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Abbildungen © Splitter Verlag

Die Packard Gang


 Der Münchner Verlag Schreiber & Leser veröffenlicht thematisch düstere Comics seit Neuestem unter einem eigenen Noir-Label. Allerdings nicht im Albenformat, sondern als kleinformatige Bücher, ähnlich den Splitter Books oder den Comics der Graphic-Novel-Schiene von Carlsen. Einer von drei Bänden, die hierfür den Anfang bilden, ist der hervorragende französische Comic Die Packard Gang.

Dieser beginnt zugegebenermaßen recht schleppend, entwickelt aber schon bald eine umso überraschendere erzählerische Dynamik. Marc Malès serviert lediglich Bruchstücke der Zusammenhänge, welche man zum vollen Verständnis braucht. Das ist auch der Grund, warum ich beim Lesen eine Zeitlang brauchte, um mich zurechtzufinden bzw. um zu verstehen, worauf der Plot tatsächlich zusteuert. Ist es einem allerdings erst einmal gelungen die ersten Puzzlestücke zusammenzusetzen, macht dieser Comic unheimlich Spaß.

Vieles erfährt man häppchenweise durch Rückblenden, zum Beispiel dass der Kern der Geschichte auf einem Verbrechen basiert, das vor über zwanzig Jahren bereits aufgeklärt wurde. Damals machte Inspektor Jack Barton die von der Presse als „Packard Gang” bezeichnete Bande von Bankräubern zwar dingfest, aber die Geschehnisse lassen ihn bis heute nicht los. Als er in Bezug auf den Fall auf eine Ungereimtheit stößt, beschließt er, den vermeintlichen Kopf der Bande Frank Foster in seinem neuen, gutbürgerlichen Familienleben aufzusuchen.

Zwischen Barton und Foster entbrennt ein von Marc Malès brillant inszeniertes Katz-und-Maus-Spiel, ein psychologischer Krimi. Während Foster nach verbüßter Haftstrafe nur sein Dasein als Musterbürger in Frieden verleben möchte, will sein Kontrahent, der zu allem entschlossene Inspektor, nur eines: die Wahrheit über die damaligen Vorfälle herausfinden.

 Ständig von der zynischen Stimme aus dem Off begleitet, erlebt der Leser den Comic vornehmlich aus der Sicht, bzw. aus der Gedankenwelt Bartons heraus. Dieser ist genregerecht als typischer Antiheld dieser Geschichte zu bezeichnen; ein Ermittler, der sich zu tief in einen alten Fall vergräbt und sich dabei in Zynismus ergeht.

Die erzählerische Konstruktion um die Wahrheitsfindung im Fall Packard Gang, die differenzierte Herausarbeitung der Charaktere und die zugehörige Schwarz-Weiß-Atmosphäre der Bilder haben mich positiv überrascht und tatsächlich beeindruckt. Malès Story ist eine mit Suchtfaktor. Eine, bei der man unbedingt zu Ende blättern will, um die Auflösung endlich lesen zu können.

Einziges Manko: Der Stellenwert des titelgebendes Fluchtautos (Packard ist der Name eines US-amerikanischen Autorherstellers) von Fosters krimineller Bande ist für meine Begriffe deutlich zu hoch angesetzt. Wer wo und wann den Wagen gefahren hat, ist zwar einer von vielen Bestandteilen des Rätsels, aber leider hat sich der Autor im späteren Verlauf zu ein paar kitschigen Szenen in diesem Zusammenhang hinreißen lassen. Dieser Wermutstropfen kann aber nicht über den hervorragenden Gesamteindruck hinwegtäuschen.


Die Packard Gang

Schreiber & Leser, Juni 2010
Text und Zeichnungen: Marc Malès
144 Seiten, s/w, Hardcover, 17,80 Euro
ISBN: 978-3-941239-40-1

Gut
Hintersinniges Puzzle im Noir-Stil, das einige Spannung parat hält

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Abbildungen: © Schreiber & Leser

Prince of Persia – Vor dem Sandsturm

Im Zuge der Verfilmung des Videospielklassikers Prince of Persia erschien unlängst der begleitende Comicband „Vor dem Sandsturm“, der laut Cover die Vorgeschichte zum Kino-Hit enthalten soll (was so viel bedeutet wie: irgendwas zwischen „wichtige Ergänzung“ und „billige Abzocke“). Zudem ist der Comic logischerweise ein Disney-Produkt; und zwar eines, das mit der Beteiligung von Spawn-Schöpfer Todd McFarlane wirbt. Grund genug also, dieser Publikation eine Chance zu geben und unvoreingenommen an die Sache zu gehen (dazu muss ich sagen, dass ich den Film bislang noch nicht kenne).

Ungewöhnlich ist der Comic sicherlich deswegen, weil die eigentliche Hauptfigur, der von Jake Gyllenhall verkörperte Dastan – Prinz von Persien -, nicht sonderlich oft auftaucht. Eingeteilt in kurzen Episoden, die aus der Sicht alter Weggefährten oder ehemaliger Bekanntschaften Dastans geschildert werden, hangelt sich der Hauptplot nur sehr müde voran. Von einer wirklichen Vorgeschichte würde ich in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht sprechen, auch wenn der Sand der Zeit thematisiert wird. Die Arbeit von Todd McFarlane beschränkt sich gerade mal auf eine lustlos wirkende Coverzeichnung.

„Vor dem Sandsturm“ beinhaltet ein paar seichte Erzählungen, allesamt von Jordan Mechner verfasst, die mir allenfalls für eine begnügsamere, jüngere Leserschaft geeignet erscheinen (dieses Ziel darf man Disney-Produktionen wohl aber ehrlicherweise auch unterstellen). Aus der Handvoll wenig namhafter Zeichner, die hier beteiligt sind,  sticht für meine Begriffe lediglich Tommy Lee Edwards heraus, der wirklich grandiose Bilder liefert. Von ihm hätte ich mehr sehen wollen. Den Rest des Bandes werde ich hingegen nicht lange in Erinnerung behalten. Und daran ist ausdrücklich nicht der Sand der Zeit, sondern die durchwachsene Qualität dieses Comics Schuld.
[Disclosure/Klarstellung: Dieser Comic entstand unter der Beteiligung von Comicgate-Redakteur Christopher Bünte (Übersetzung)]

Prince of Persia – Vor dem Sandsturm
Ehapa, Juni 2010
128 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 14,95 Euro

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Sandman – Die Traumjäger


Cover von Sandman – Die TraumjägerZum zwanzigsten Jubiläum der Sandman-Reihe hat P. Craig Russell (Batman, Die Zauberflöte) Neil Gaimans „Traumjäger“ adaptiert. Ursprünglich war „Traumjäger“ kein Comic, sondern eine illustrierte Kurzgeschichte, die Gaiman zusammen mit dem Illustrator Yoshitaka Amano umgesetzt hat. Nun liegt bei Panini Comic mit dem leicht abgewandelten Titel „Die Traumjäger“ also Russels Comicinterpretation vor. Russel hat bereits fünfmal mit Gaiman zusammengearbeitet, darunter Coraline, weshalb eine derartige Adaption nicht wie aus dem heiteren Himmel erscheint, sondern durchaus naheliegt.

Wer die Kurzgeschichte noch nicht kennt: Ein Dachs und eine Füchsin wetten, wem von beiden es gelingt, einen jungen Mönch, der alleine einen unbedeutenden kleinen Tempel bewacht, aus seinem Domizil zu vertreiben. Beide scheitern. Die Füchsin verliebt sich jedoch während ihres Versuchs in den frommen, furchtlosen und weisen Mönch. Als sie im Wald drei Geister belauscht, die im Auftrag des sehr reichen und mächtigen Onmyojis den Mönch töten sollen, damit jener angstvolle Mann den Mut des Gläubigen in sich aufnehmen kann, opfert sie dem Herrn der Träume ihren wertvollsten Schatz, damit ihr geliebter Mönch doch noch gerettet werden kann. Allerdings wird sie dadurch selbst langsam sterben, weshalb der Mönch seinerseits Morpheus aufsucht, um dessen Rat einzuholen.

Russel gelingt es gut, die Kurzgeschichte Gaimans in die Comicsprache zu adaptieren. Es ist ja durchaus schwer, die textlastige Geschichte in Sprechblasen und Panels unterzubringen. Ungewöhnlich für einen Comic dominiert dementsprechend auch der Erzähl- gegenüber dem Sprechblasentext, was insgesamt zu einem ruhigen Erzähltempo führt. Das passt an sich gut zu einem derartigen Märchen, ist aber auch gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Sache. Bei der Vorlage war hingegen von vornherein klar, dass es sich um eine illustrierte Kurzgeschichte handelt und deshalb viel Text auf den Leser zukommen wird.

Beispielseite der englischen Version von Die TraumjägerAuf der anderen Seite löst Russel das Problem wieder recht gut, indem er stellenweise längere stumme Panelsequenzen einsetzt, um die Textmasse der Kurzgeschichte anschaulich und in kürzerer Zeit abzuarbeiten – womit wir beim grafischen Teil von „Die Traumjäger“ angekommen wären. Seinen eigenen Angaben zufolge, die man im Nachwort nachlesen kann, handelt es sich bei seinem Zeichenstil in dieser Arbeit um eine Mischung aus drei verschiedenen Haupteinflüssen. Erstens erinnert sein Strich an asiatische Kunst, insbesondere an die japanischen Holzschnitte. Außerdem orientiert sich Russel an der Art Nouveau und hier vor allem am grafischen Werk von Alphonse Mucha. Schließlich macht sich auch bei den kräftigen Linien der Eindruck aus seiner Kindheit der frühen Disney-Werke bemerkbar. Durch die flächigen und hellen Farben von Lovern Kindzierski entsteht auf diese Weise eine Gesamtästhetik, die tatsächlich stark an japanische Holzschnitte des 17. bis 19. Jahrhunderts erinnert.

Inwiefern diese Comicadaption sinnvoll oder notwendig gewesen ist, sei mal dahingestellt – vielleicht sollen dadurch ja neue Leser gewonnen werden? Insgesamt kann meines Erachtens Russels Comicversion nicht mit der kunstvolleren und grafisch ernsthafter wirkenden Vorlage mithalten. Der Disney-Einfluss macht sich in den Zeichnungen negativ bemerkbar. Die Figuren werden stückweit ins Lächerliche gezogen, ohne dass die ernsthafte Geschichte daran angepasst wird, wodurch eine Abweichung von Text und Bild entsteht. Vielleicht spricht das ja eine jüngere Leserschaft an, die wiederum mit den abstrakteren Illustrationen Amanos weniger anfangen konnten. Erwähnenswert ist jedenfalls noch der reich ausgestattete Anhang: Neben einem Nachwort von jeweils Gaiman, Russel und Karen Berger (Chefredakteurin Vertigo) ist darin auch eine Covergalerie verschiedener namhafter Comickünstler wie Mike Mignola oder Joe Kubert sowie Skizzen von Russel enthalten. Außerdem muss das kunstvolle, mit Blattgold (?) gestaltete Cover von Yuko Shimizu erwähnt werden.

Sandman – Die Traumjäger
Panini Comics, April 2010
Text: Neil Gaiman
Zeichnungen und Szenario: P. Craig Russell
Softcover mit Faltcover, 148 Seiten, farbig; 16, 95 Euro
ISBN: 4191802416956

Gute Adaption mit befriedigenden Zeichnungen

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Abbildungen © P. Craig Russell, der dt. Ausgabe Panini Comics