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Kissing Chaos #2: Nonstop Beauty

Das urbane Teenager-Leben, von dem Arthur Dela Cruz in „Kissing Chaos“ erzählt, hat rein gar nichts mit Daily-Soap-Klischees oder Zoten-Comedy à la „American Pie“ zu tun. Natürlich spielen auch hier die Liebe und ihre Probleme eine große Rolle, aber das Umfeld ist härter, dreckiger, realistischer.

In diesem Band geht es vor allem um Ashley, die pausenlos im Internet chattet. Wenn sie mal nicht online ist, unterstützt sie den Möchtegern-Revoluzzer Jersey bei seinen anarchischen Protestaktionen. Und dann ist da noch der zurückhaltende Eric, der mächtig in Jerseys Freundin verliebt ist.

„Nonstop Beauty“ beginnt als völlig eigenständige Geschichte – keine der Hauptfiguren aus dem ersten Band tritt hier auf. Erst später, als Ashley eine sehr wichtige Email bekommt und sich mit einem ihrer Chatpartner trifft, werden Verknüpfungen erkennbar. Wie es aussieht, fungieren die einzelnen Teile der Serie als Puzzlesteine, die am Ende ein großes Ganzes ergeben werden. Wie dieses aussehen wird, ist bisher nur in Ansätzen erkennbar, es deutet sich jedoch eine große Verschwörungstheorie an. Trotzdem ist dies keine waschechte Fortsetzung, der Zusammenhang zwischen den einzelnen Bänden ist eher lose. Man könnte hier auch problemlos zuerst den zweiten und dann den ersten Teil lesen.

Dela Cruz springt immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her, was auch durch leichte Abwandlungen seines Zeichenstils deutlich wird. Dieser besteht aus ziemlich groben Bleistiftskizzen, die jedoch mit Rastern und Graustufen-Rendering verfeinert werden. So entsteht eine sehr spezielle Stimmung, die perfekt zu der Unsicherheit passt, die die Figuren in „Kissing Chaos“ ausstrahlen. Erzählerisch hat sich Dela Cruz im Vergleich zum ersten Band deutlich gesteigert. „Nonstop Beauty“ ist wesentlich dichter und spannender, die Charaktere haben mehr Tiefe, es gibt weniger Klischees und mehr Originalität.

Ein großes Lob an Eidalon, dass man dort diesem Material, das gewiss kein Mainstream ist, auch in Deutschland eine Chance gibt.

Kissing Chaos #2: Nonstop Beauty
Eidalon
Text und Zeichnungen: Arthur Dela Cruz
128 Seiten; 9,90 €
Tolle Grafik, und besser erzählt als Band 1


Piled Higher And Deeper 2 (US)

PhD 2Komplett heißt dieser Sammelband von Webcomics „Piled Higher And Deeper, Chapter 2: Life is tough and then you graduate“ – und ist mit das Witzigste, das ich je gelesen habe.
Das fängt schon mit dem Titel an. „Piled Higher and Deeper“ kann man prima mit PhD abkürzen – was das englische Wort für den akademischen Grad des “Doktors“ ist.
Und genau darum geht es in dieser Serie. Um die „graduates“ in den USA; das sind Studenten, die (je nach Uni) irgendwo zwischen Vordiplom und Doktortitel stecken. Um ihr Leben oder, besser gesagt, ihr Leben an der Uni und ihr nichtexistentes Leben außerhalb der Uni.
Seit unglaublichen acht Jahren kann man im Netz das wissenschaftliche und persönliche Fortschreiten von Cecilia, Mike, Tajel und dem Namenlosen mitverfolgen. Die ersten fünf Jahre hat Autor und Zeichner Jorge Cham, selbst frisch promovierter Ingenieur, im ersten Band zusammengefasst, die letzten drei Jahre nun also im Band 2.

Eher zufällig habe ich den Comic im Laden der Cornell University entdeckt und mitgenommen. (Wie ich später erfahren sollte, war das einer der fünf Läden, in denen man ihn offline kaufen kann. Schwein gehabt!) Ich wusste nichts von den Webcomics, ich habe den ersten Band nicht gelesen – und mich trotzdem schlapp gelacht. Jorge hat einfach ein unglaubliches Talent für exakt auf den Punkt gebrachte Pointen und scharfe Beobachtungen. Seine Figuren scheitern des öfteren, was sie aber nur sympathisch macht. Nie gibt er sie der Lächerlichkeit preis. Die Charaktere sind voll ausgearbeitet und durchdacht. Man könnte morgen Cecilia auf dem Flur begegnen und würde sich nicht wundern.
Dazu kommt noch, dass der Mann zeichnen kann. Ein wunderschöner, niedlicher, reduzierter Stil, der aber alles rüberbringt, was man wissen muss.
Zum Teil koloriert sind die Strips übrigens nur online, der Sammelband ist bis auf die Umschlagseiten schwarzweiß – was überhaupt nicht stört.

Das deutsche Hochschulsystem mag etwas anders organisiert sein als das in den USA, aber im Grunde wird jeder Diplomand/Doktorand seine helle Freude an dieser Serie haben (deshalb auch prima als Geschenk geeignet!). Es kommt einem so vor, als hätte Jorge einem letztens im Labor über die Schulter geschaut und den Bockmist, den man fabriziert hat, detailgetreu dokumentiert. Selten hatte ich bei einem Comic so ein starkes Gefühl von „Du bist nicht allein“, was unter anderem seinen Reiz ausmacht.
Glücklicherweise funktionieren viele Strips auch ohne diesen beruflichen Hintergrund hervorragend, wie man sich auf der Website stundenlang überzeugen kann.

Große Disskussionen bei den Fans löste übrigens Jorges Entscheidung aus, sechs Strips, die die Doktorverteidigung Mikes zeigen (sein Bummelantentum war einer der Dreh- und Angelpunkte der Serie), nicht online, sondern nur im Buch zu zeigen. Hitzige Forumskommentare wie „ich hätte den Band ja gekauft, um ihn zu unterstützen, aber so einen billigen Trick finde ich total scheiße, und aus Protest lese ich jetzt auch nicht mehr die neuen Folgen im Netz“ lassen ein wenig daran zweifeln, dass einige Leser wirklich schon das Zielgruppenalter erreicht haben.
scharf beobachtet, trotzdem warmherzig

Piled Higher and Deeper, Chapter 2: Life is tough and then you graduate
Autor und Zeichner: Jorge Cham
152 s/w-Seiten, 12,- $ (auf der Website kann man sogar signierte Exemplare bestellen, und im Set kosten beide Bände nur 24,- $; die Versandkosten nach Europa betragen 9,- $)

Website mit einer riesigen Anzahl an Comicstrips
Bestellmöglichkeit auf der Homepage
Bestellmöglichkeit bei amazon.com

Hurengeschichten #1

altEin Comic, zwei Besprechungen. Sowohl Ben als auch Thomas haben sich die „Hurengeschichten“ angesehen. Und beide waren überrascht.

Thomas‘ Rezension:
Bei der ersten Ankündigung dieses Projektes habe ich Schlimmes befürchtet. Das Rotlichtmilieu als Schauplatz eines Softpornocomics oder billiger Altherrenwitze („Kommt’n Mann in’n Puff…“)? Doch die „Hurengeschichten“ sind angenehmerweise ganz anders: beruhend auf Erfahrungsberichten von Prostituierten schrieb Rochus „Robi“ Hahn realistische Kurzgeschichten, die sich zwischen Tragik und Komik bewegen. Erzählt werden die fünf Episoden aus dem  Blickwinkel der Frauen. Dabei geht es nicht darum, beim Leser Mitleid über deren Lebenssituation zu erwecken. Wenn hier Mitleid auftaucht, dann eher mit den Freiern, über die hier berichtet wird – die meisten sind ziemlich bedauernswerte Würstchen.

Den besonderen Reiz des Heftes machen aber letztlich die Zeichnungen aus. Jede Geschichte wird von einem anderen Künstler in dessen persönlichem Stil umgesetzt und bekommt so ihre ganz eigene Atmosphäre. Mich faszinierten vor allem die weniger realistischen, sehr individuellen Bilder von Christian Partl und Regina Hapel sowie der hübsche klare Strich von Tobi Dahmen, der ein bisschen an Steve Rolston oder Philip Bond erinnert.

Hahn und seine Mitstreiter schaffen hiermit den Drahtseilakt, der beim Thema Sexualität immer besteht: die „Hurengeschichten“ sind weder betulich-prüde-moralisch noch reißerisch-pornographisch. Wer keine Angst vor nackten Körpern hat, findet hier eine Sammlung skurriler Szenen aus dem wahren Leben, präsentiert in einer außergewöhnlichen grafischen Vielfalt.
überraschend, originell, abwechslungsreich

Bens Rezension:
Wer diese neu gestartete Heftserie vom Schwarzen Turm anhand des eindeutig wirkenden Titels in die ähnliche Porno-Schmuddelecke des Verlages (Alraune, Arsinöe) stellen will, der wird beim Lesen überrascht sein.

Klar gibt es nackte Haut zu sehen, klar geht es um Geschichten von Prostituierten, und deren Beruf ist nun mal Sex und alles was damit zu tun hat. Aber ähnlich wie beim Comic-Klassiker „Horst“ übertreibt man es mit der expliziten Darstellung nicht, sondern gibt auch dieser Reihe eine eigene Identität und geht mit einem ganz anderen Hintergedanken an die Sache ran.

Hurengeschichten, das sind Kurzstories, grafisch umgesetzt von einigen sehr guten und unterschiedlichen Künstlern (Robert Drude, Tobias Dahmen, Regina Hapel u.a.), die aus Interviews entstanden, die Autor Rochus „Rob“ Hahn mit betroffenen Prostituierten geführt hat. Diese realen „Protokolle aus dem Milieu“ schneidert Robi gekonnt auf den jeweiligen Stil des Zeichners bzw. der Zeichnerin zu. Mal wirken die Episoden traurig, mal lustig oder auch mal so bizarr, dass man fast versucht ist, den Glauben an die Wahrhaftigkeit so mancher Szenerie zu verlieren. Auf jeden Fall scheint dem Verlag wichtig zu sein, dass man den Respekt vor den betroffen Frauen und vor deren Anonymität nicht verliert oder der Comic gar billig wirkt.

Apropos billig. Leider ist das diese Erstausgabe von „Hurengeschichten“ mit 7,50€ preislich nicht unbedingt, außerdem ist die Serie ab 16 Jahren empfohlen, was den Käuferkreis zwangsläufig auch einschnüren könnte. Trotzdem bin ich insgesamt erstaunt gewesen, am Konzept interessiert und von der Gesamtqualität (Aufmachung + Inhalt) mehr als überzeugt. Ich hoffe, man wird noch einige Ausgaben davon zu sehen bekommen.
interessantes Projekt

Hurengeschichten 1
Schwarzer Turm
Autor: Rochus Hahn
Zeichner:
Renke Karow, Andi Drude, Tobi Dahmen, Clemens Kügler, Christian Partl
40 Seiten; 7,50€

Marshal Law: Fear Asylum (US)

Vielleicht bin ich ja einfach zu blöd dafür. Mir wurde „Marshal Law“ als eine bissige Abrechnung mit dem Superheldengenre angekündigt, als geistreiche Dekonstruktion, die mindestens so gut funktioniert wie „The Dark Knight Returns“ oder „Watchmen“, die aber oft übergangen wird. Das habe ich hier nun wirklich nicht entdecken können.

Aber sobald ich diese Interpretation ablegen konnte, habe ich eine etwas andere Lesart entwickeln können, mit der ich viel besser fahre: Gewalt ist lustig und Gewalt gegen Superhelden sowieso. Ich weiß nicht, was sich Pat Mills zum Frühstück spritzt, aber „Marshal Law“ ist eine zynische, bittere, blutige, gewalttätige und geschmacklose Abrechnung mit Superhelden… und auf der Ebene richtig erfolgreich. Besonders die erste Geschichte, in der der Marshal es in einem Irrenhaus mit Analogen zu den Marvel-Superhelden zu tun bekommt, ist vollgepackt mit netten Seitenhieben (der Reed-Richards-Verschnitt spricht die ganze Zeit mit seiner Ehefrau, die natürlich nur er sehen kann, weil sie ja unsichtbar ist) und ausgefeilten Geschmacklosigkeiten. Wenn man gegen Ende der Geschichte sieht, was ein Haufen Kannibalen mit dem Human Torch- und dem Punisher-Analog anstellen, dann wird man unweigerlich halblaut sagen: „Nein, nein, bitte nicht… das kannst du nicht machen, Pat Mills!“ Und anschließend wird man den Comic entweder wirklich mögen oder wütend in die Ecke pfeffern. Bei mir war ersteres der Fall.

Die „Legion of Superheroes trifft Alien“-Geschichte fand ich persönlich ein wenig öde, was aber auch daran liegen könnte, dass der Geschmacklosigkeitslevel aus der ersten Storyline hier nicht aufrecht erhalten wird. Dafür legt Pat Mills sich in der dritten Story, in der Marshal Law auf die Maske trifft, so richtig ins Zeug. Gewalt, fetischistischer Sex und eine künstliche Gebärmutter dürften das zu der verstörendsten Geschichte machen, die ich seit verflixt langer Zeit gelesen habe. Dieses Element des Verstörenden wird noch dadurch unterstrichen, dass die Zeichnungen von Kevin O’Neill (“League of Extraordinary Gentlemen“) stammen, dessen Stil man hier im positivsten Sinne als bizarr und grotesk bezeichnen darf. Es passt eben hervorragend zur allgemeinen Stimmung, Mills und O’Neill arbeiten ausgezeichnet zusammen.

Ich würde „Marshal Law“ auf keinen Fall generell empfehlen, für diesen Comic sollte man schon einen etwas kranken Sinn für Humor haben, man sollte inflationäre und manchmal pubertäre Gewalt (die aber auch nichts anderes sein will) zu schätzen wissen und man sollte auch in der Lage sein, exzessiven Splatter zu ertragen… aber wenn man die Grundvorausetzungen mitbringt, dann ist „Marshal Law“ ein richtig schöner Headtrip, der auf guten Geschmack und Moral scheißt. Hey, DC, ihr denkt es wäre „gewagt“, die Wand mit dem Gehirn von Blue Beetle zu streichen? Ha… guckt erst mal hier rein.

Marshal Law: Fear Asylum
Titan Books
Text: Pat Mills
Zeichnungen: Kevin O’Neill
176 Seiten; $24,95

Caido

Ein kleines, eigenproduziertes Heft. Ein menschenumschlungender schwarzer Kreis ziert das Cover auf beigem Grund, ein kryptisch erscheinender Titel bildet mittig den Kontrast. Ein verzücktes „schau mal an, gar nicht uninteressant“ in meinen Gedanken lässt mich die erste Seite gespannt aufschlagen. Ähnliches sollte ich mir schließlich auch am Ende über das gerade Gelesene denken.

Wer oder was ist Caido? Nein, da habe ich auch jetzt noch keinen Schimmer. Macht aber nix. Alles was ich als Leser zu sehen bekomme, ist ein spärlichst (also gar nicht) bekleideter Typ, der in einer weißen Umgebung aufwacht, die weder lokalisierbar noch auf Begrenzungen hin absehbar ist. Querformatige 16:9-Szenen zeigen auf den nun folgenden Seiten, wie sich dieser anonyme Charakter dort zurechtfindet, er sich selbst und möglicherweise seiner ihm bestimmten Aufgabe bewusst wird.

Klar wird das so aber nicht gesagt. Oder besser: Es wird überhaupt nichts gesprochen in Eduardo Gallego Seguras Eigenwerk. Viel Platz also um die ganz klaren feinen schwarzen Striche vor dem komplett weißen Hintergrund brillieren zu lassen. Der Künstler schafft das hier erstaunlich gut. Es passiert nicht sehr viel auf den gut 28 Seiten, aber das, was umgesetzt wurde, hat Sinn und weiß zu gefallen. Besonders schön fand ich die speziellen Schraffuren, mit der Eduardo Gallego Segura seine Zeichnungen unterlegt. Gerade das kommt sehr gut auf dem glänzenden Papier rüber.

Letzen Endes kann man sich über den Inhalt verschiedenste Interpretationsmöglichkeiten aussuchen, was auch einem einfallsreichen Schluss zu verdanken ist. Kein Platz für Spekulationen lässt die Qualität des Comics an sich, die wie schon erwähnt Lust auf mehr macht.

Caido
Eigenverlag
Story und Zeichnungen:
Eduardo Gallego Segura

28 Seiten; 4,00€
besitzt Potential

Edus Website

The Essential Howard the Duck (US)

Alles was ich bisher über den Erpel Howard wusste, war, dass er der Star eines eher öden Films war, und dass ich die „Howard the Duck“-Anspielungen in „Lobo the Duck“ (Amalgam) allesamt nicht verstanden habe. Insofern bietet das „Essential“-Paperback eine ideale Gelegenheit, Bildungslücken zu schließen. Und siehe da, der Comic-Howard hat mit dem Filmenterich wenig gemein. Steve Gerber nutzt seinen Comic, um Religion, Philosophie, Moral Values, Präsidentschaftspolitik, die Comicszene, Pornographie und Gewalt im Kino zu diskutieren. Dabei setzt er Howard als Stellvertreter seiner selbst ein. Howard wurde aus seiner Entenwelt auf die Marvelerde katapultiert, allerdings hat die Marvelerde hier viele Züge unserer realen Welt an sich. Gebrochene Herzen und vom Leben gebrochene Menschen lassen sich regelmäßig finden, wobei überzogene Comicparodien wie der Erzschurke Dr. Bong oder der amerikahassende kanadische Superheld „Le Beaver“ (der nie Mitglied von Alpha Flight war, wie ich glaube) trotzdem immer wieder für Humor und Albernheiten sorgen und verhindern, dass der Comic zu depressiv wird. Trotzdem hat vor allem die gefiederte Hauptfigur durchaus Tiefe vorzuweisen. Howard hat mit psychischen Problemen und konstanter Unsicherheit zu kämpfen. Die Außenseiterrolle, die eine Ente in der Menschenwelt einnimmt, nutzt Gerber, um seine eigene Sicht der Dinge zu reflektieren und seine Entfremdung vom Lebensgefühl der Siebziger und sein Unverständnis über viele Aspekte urbanen Lebens wiederzugeben. Dabei merkt man oft, dass er den Dingen nicht weniger ratlos gegenübersteht als Howard.

Natürlich ist die Gesellschaftskritik und die politische Satire vergleichsweise brav und harmlos, oft wünscht man sich, dass Gerber dem jeweiligen Thema mehr Platz eingeräumt hätte und insgesamt ist das auch kein Vergleich zu dem, was man in den U-Comix oder später in Dave Sims frühen „Cerebus“-Comics finden konnte. Aber wenn man bedenkt, dass das hier kein Indie-Comic ist, sondern aus dem Mainstreamverlag schlechthin stammt, dann ist „Howard the Duck“ mit seinen Aussagen und seinen Andeutungen dafür schon recht bissig und gewagt. Besonders Heft 16 zeigt, dass „Howard“ aus dem Rahmen fällt. Als Gerber eine Story nicht rechtzeitig fertigstellen konnte, entschloss er sich dazu, aus dem Heft einen langen Essay über das Schreiben von Comics und über das Leben an sich zu machen, den er als Zwiegespräch zwischen dem Comicmacher Gerber und seiner Kreatur Howard präsentiert. Hier erfährt man auch, wie sehr Howard Teil von Gerbers Persönlichkeit ist, insofern ist es nicht verwunderlich, dass „Howard the Duck“ ohne Gerber erfolglos blieb und dass Gerber so lange um die Rechte an seiner Figur gekämpft hat. Was nach dem Lesen bleibt, ist eine gewisse Enttäuschung, dass diese Geschichten im Kontext dessen, was Marvel in den letzten zwei Dekaden veröffentlicht hat, immer noch radikaler und erwachsener wirken als alles, was die MAX-Schiene so zu bieten hat. Dabei erscheint „Howard“ im Gesamtkontext so radikal nicht mehr. Dennoch scheint es heute unmöglicher als jemals zuvor, dass sich Marvel wieder an so ein Projekt trauen würde, was wirklich schade ist. So bleibt ein durchaus lesenswertes Comicexperiment, das – und hier muss ich Marvel dann doch loben – vorallem wegen dem kleinen Preis für insgesamt fast 30 US-Ausgaben für Leser mit Interesse an Comichistorie immer noch einen Blick wert ist.

The Essential Howard the Duck
Marvel Comics
Text und Zeichnungen: Steve Gerber
Zeichnungen: Val Mayerik, Frank Brunner, Gene Colan u.a.
592 Seiten, $ 14,95
Gut!


Comicgate im neuen Gewand

Gegen den StrichBei den Webcomics hat sich ein neuer Cartoonist zu uns gesellt: Miguel Fernandez mit seiner Reihe „Gegen den Strich“. Hier ist schon mal ein Archiv mit neun bereits bekannten Cartoons, und ab nächster Woche gibt es wöchentlich eine neue Folge. Wir hoffen, Ihr findet Miguels Arbeiten ebenso genial wie wir!
Übrigens veröffentlicht er zum Münchner Comicfest (1.-4.09) seinen ersten Comic – „Felsfest Open Air“, erscheint beim Verlag Schwarzer Turm. Nicht nur Festivalfreunde werden sicherlich ihre helle Freude haben an diesem Comic haben, von dem Ihr Euch hier schon mal eine zehnseitige Leseprobe anschauen könnt.

Weiterhin haben wir unsere Rezensionen neu organisiert. Der Kri-Ticker, unsere Kurzkritikenkolumne, wird wieder in alter Pracht erstrahlen; d.h. dass wir dort wie zu Anfang nur sehr kurze, gesammelte Besprechungen bringen. „Schnell rein, schnell raus“, wie Sascha es so schön ausdrückt.
Wer sich von unseren Redakteuren mit kurzen Worten nicht begnügen will, dem steht ab jetzt die Möglichkeit der „ausführlichen Rezensionen“ zur Verfügung, bei denen es jeweils einzelne Besprechungen geben wird. Darin gehen dann auch Formate wie „Bens Lesetipps“ oder „Sieben auf einen Streich“ auf. Ein Archiv zu den ausführlichen Rezensionen lässt Euch auch schnell ältere Besprechungen aus dieser Reihe finden. Ebenfalls neu dabei sind die Bewertungsgrafiken mit unserem Maskottchen Eric, die Christian Ehlers für uns angefertigt hat.

Die Interviews lassen sich nun sowohl alphabetisch als auch chronologisch ordnen.

Eine praktische Funktion: über dem Text, also unter Banner und Eric, gibt es eine Art Pfadangabe. Dadurch wisst Ihr immer genau, wo Ihr Euch gerade befindet und kommt mit einem Klick zur Zwischenübersicht zurück.

Generell gilt momentan, dass wir ältere Sachen (noch) nicht mit umgezogen haben. Diese wollen wir mit der Zeit einpflegen. Bis das geschieht, findet Ihr die Inhalte auf den jeweiligen alten Unterseiten, die bei den entsprechenden Themen (Interviews, Webcomics etc.) verlinkt sind.

Fallen Euch noch Fehler auf der Seite auf oder habt Ihr Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns? Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit unseren Lesern in unserem Forum oder per mail!

Und nun viel Spaß auf dem rundum erneuerten Comicgate!

ComicCon 2005

ConventionhallDie riesige Convention-Halle wird von der Lautstärke und Optik deutlich von Videospielen,  Filmwerbung und anderen Popkulturelementen dominiert. Das war vor fünf Jahren noch nicht ganz so extrem und auffällig, aber irgendwie müssen die Massen – die Rede ist von um die 75.000 Besuchern – wohl unterhalten werden.

Mark Evanier schreibt dazu, „Die Stimmung kam mir diesmal anders vor,  sie schien noch mehr von Comics entfernt zu sein als jemals zuvor. Man hat das Gefühl, als ob das, was sich bei den Comic abspielt, nichts mehr bedeutet. Nur was beim Film passiert, zählt. Und wenn es nie ein Film wird … naja, dann bedeutet der Comic wirklich nichts.“

Und wenn man doch noch liest, wie wichtig manche Filmstudios die Con nehmen und dort bis zu einer viertel Million Dollar ausgeben, verdichtet sich das Bild. Tokyopoptüten

Nicht zu verschweigen all die Schlangen bei den Computerspielständen, an denen T-Shirts oder Ähnliches verschenkt wurden.
Am deutlichsten das Erscheinungsbild auf der Con hat allerdings Tokyopop geprägt, die riesigen Tüten wurden massenhaft mitgenommen und waren vielfach zu sehen.

Stormtrooper ElvisWenn man sich dann aber etwas mehr umschaut, sich an die ab und zu auftauchenden Stormtrooper, Superhelden und Mangamädels gewöhnt hat und merkt, dass an dem einen Ende die Artists‘ Alley liegt, die kleinen Verlage in der Mitte, die mittelgroßen kurz vor den ganzen Comichändlern sind, man noch gut zu Fuß ist und sich von den anderen Elementen fernzuhalten weiß, dann kann man sich auch unten in der Halle gut beschäftigen und seinen Spaß dabei haben.

Stan Sakai

Die Superstars der Szene sind natürlich nicht wirklich präsent und erreichbar, aber sich ein wenig mit Stan Sakai (Usagi Yojimbo; Foto rechts) unterhalten, Eric Shanower Tipps für potentielle deutsche Verlage für Age of Bronze zu geben, Steve Lieber (Foto unten) auf die Idee zu bringen, neben dem Salon in Gijón doch auch nach Frankfurt zur Buchmesse zu fahren oder sich bei den unbekannten und frischen Leuten umzuschauen, ist dann schon irgendwie vergleichbar mit Erlangen-Tagen.

Steve LieberEtwas anders wird es, wenn man sich nach oben in die zig Veranstaltungssäle begibt. Diesmal fiel mir die Wahl zwischen verschiedenen Veranstaltungen zwar nicht so schwer wie vor fünf Jahren, allerdings kann das auch daran liegen, das man älter wird. Jedenfalls kann man hier ganz gut die Zeit verbringen, sich z.B. eine Diskussion über Graphic Novels anhören; interessant hierbei, dass inzwischen sogar sechsstellige Summen für Buchverträge bezahlt werden, sofern es eine bestimmte Thematik stimmt (Holocaust bzw. Sklaverei). Einig waren sich aber die Beteiligten, dass die aktuelle Situation der Graphic Novels, besonders in den Buchhandlungen, ziemlich gut ist, insbesondere weil damit eine kritische Masse an Werken für die „normalen“ Leser verfügbar ist. Blick auf die ComicCon
Merkwürdig war darüber hinaus, dass man auf diesem Panel andere Berichterstatter aus Deutschland trifft.

Jeff Smith (Bone)Jeff Smith erzählte in seiner Stunde Redezeit über Hintergründe zu Bone und zeigte viele Fotos zu den Ursprüngen bestimmter Elemente. So existiert Old Man’s Cave in Ohio, und Aufnahmen aus Nepal zeigen die Vorbilder für Elemente der Architektur und religiösen Kultur in Bone.
Ob das jetzt einen Bone-Tourismus auslöst…?
Interessante Einblicke in seine Recherchen auf jeden Fall. Ebenso die ersten Seiten seiner DC-Serie, die er vorgestellt und gelesen hat; äußerst vielversprechend.

Etwas schade ist, dass hier immer noch keine begleitenden Comic-Ausstellungen stattfinden, so wird beim Publikum schwer eine andere Einstellung zu Comics entstehen.
ZeichnerAndererseits finden sich eh genug Originalseiten unten bei den Zeichnern und den Händlern. Eine Smax-Seite von Zander Cannon ging dann doch auf den Weg mit nach Australien, bei 50$ konnte ich nicht widerstehen. So haben die Zeichnungen aber immer den kommerziellen Aspekt, zumal für Sketche hier auch jeweils bezahlt wird. Die Zeichner müssen halt auch mal was verdienen…

PressepassLohnt sich das Ganze als Besucher aus Deutschland? Da ich eh gerade beruflich ein paar Tagen in L.A. bin, waren es so nur wenige Stunden Autofahrt, der Aufwand hat sich auf jeden Fall rentiert. Eine weite
Anreise alleine für die Con ist da eher fragwürdig, in Verbindung mit einem USA-Urlaub aber durchaus interessant. Nur sollte klar sein, was einen da erwartet: viel Trubel um Film, Spiele und Merchandise, Comics, die trotz des Namens Comic-Con dann nicht mehr die Hauptrolle spielen, des öfteren etwas merkwürdige Gestalten, aber auch große Teile der amerikanischen Kreativszene.

weitere Eindrücke:

(alle Fotos: Copyright Jochen Garcke – Verwendung nur nach vorheriger Genehmigung)

Panikmache 2005: 24-Stunden-Comics

Der Verlag Schwarzer Turm hatte am 23. April in Zusammenarbeit mit uns den Wettbewerb Panikmache 2005 ausgerufen, der sich gezielt an den Comicnachwuchs wandte. Angesprochen waren dabei sowohl Zeichner (durch einen 24-Stunden-Wettbewerb) als auch Autoren, die bis zum 1. Mai ihre Beiträge einreichen konnten. In beiden Aktionen sollten sich die Künstler mit dem Thema „Mein größter Fehler“ auseinandersetzen.
Alle weiteren Infos (Teilnahmebedingungen, Preise etc.) erfahrt Ihr auf der PM2005-Seite von Schwarzer Turm.

Als Juroren agierten beim Zeichnerwettbewerb Thomas Wittek, Frank Plein (aka Spong) und Frauke Pfeiffer (eine Kurzvorstellung der drei findet Ihr hier), die Gewinner beim Autorenwettbewerb wird Rochus „Robi“ Hahn höchstpersönlich aussuchen.

An dieser Stelle präsentieren wir nun die Ergebnisse. Damit es etwas spannender bleibt, werden wir die Beiträge in einer Art Countdown veröffentlichen, wobei wir uns täglich bis dreitäglich zu den Gewinnern hocharbeiten.

Den Anfang machen
Die 24-Stunden-Comics

Erstmal herzlichen Dank und Gratulation an alle Teilnehmer – unsere Hochachtung habt Ihr allesamt, dass Ihr Euch der Herausforderung gestellt habt, innerhalb von 24 Stunden einen sechseitigen Comic hinzubekommen!

Es wurden neun Beiträge eingesandt. Die Punkte wurden von den Juroren so verteilt, dass der ihrer Meinung nach schlechteste Beitrag einen und der beste Beitrag neun Punkte erhielt. Es konnten also minimal drei und maximal 27 Punkte erreicht werden.

Außerdem stellt sich jeder Zeichner etwas vor.
Nun viel Spaß!

26 Punkte

Wow, nur ein Punkt weniger als maximal möglich waren:
Anna-Maria

23 Punkte

Das war knapp… (nur 1 Punkt mehr als der Drittplatzierte)
Regina

22 Punkte

Auf das Siegertreppchen tritt:
Andreas

je 15 Punkte

Und schon wieder zweimal die gleiche Punktzahl:
el Haso und
Ehlers

je 11 Punkte

Auch hier eine Punktgleichheit:
Andrea und
Hanne

je 6 Punkte

Punktgleich und deshalb zu Beginn eine gemeinsame Präsentation:
Isaac Lanto und
Heiko

Kurzvorstellung der Juroren:

Wittek
Thomas „Wittek“ Wittke wurde 1964 in Dinslaken am Niederrhein geboren. Nach Ausbildung zum Druckvorlagenhersteller in Essen zog er seiner Freundin Christine wegen nach Hamburg und studierte dort Illustration an der FH für Gestaltung.
Dort war er Mitbegründer des studentischen Comicmagazins Unangenehm. Nach verschiedenen eigenen Projekten im Selbstverlag Edition Rostfrass folgte die Heftserie Bizarr Bazar im Hamburger Zwerchfell-Verlag.
Seit dem Frühjahr 2000 ist Wittek 1. Vorsitzender der Initiative Comic Kunst e.V. (INC.) und organisiert das jährlich stattfindende Heftich!-Comic-Festival in Hamburg. Außerdem ist er Hauptverantwortlicher für die Comic-Anthologiereihe „Panik Elektro“ beim Verlag Schwarzer Turm.

Spong
Frank „Spong“ Plein hat das Comiczeichnen vor vier Jahren begonnen, als er seine erste Cosmix-Ausgabe in die Hand gedrückt bekam. Später wurde er redaktionelles Mitglied, und, nach Weggang des Gründers Ollo Kessler, auch Herausgeber des Kölner Fanzines. Nach verschiedenen Beiträgen u.a. für die Comic-Anthologie PANIK ELEKTRO und die Saarbrückener Zeitung Online veröffentlichte er im Juni diesen Jahres seine Cartoon- und Comicsammlung DIE ZU BERGE STEHEN. Zur Zeit schreibt an seiner ersten längeren Geschichte, der Comic-Novelle DAS KURZE HALLO UND DAS LANGE MACHS GUT. Seine Comics über das stetige Hadern mit sich selbst und dem anderen Geschlecht tummeln sich im Schatten seiner Vorbilder Ralf König, Charles Schulz und Woody Allen.

Frauke Pfeiffer
… war bereits beim Comicgate-Vorgänger Image Rules! als Redakteurin tätig und ist seit dem Start von Comicgate im Jahr 2000 mit dabei. Lange Zeit teilte sie sich die Chefredaktion mit Martin Jordan, Fritz Saalfeld und Sascha Thau, bis sich dieses Gespann aufgrund beruflicher Interessen 2003 auflöste und Frauke alleine das Szepter bei Comicgate schwang. Seit 2004 hat sie glücklicherweise wieder Unterstützung in Form von Thomas Kögel.

Panikmache 2005: Autorenwettbewerb

Der Verlag Schwarzer Turm hatte am 23. April in Zusammenarbeit mit uns den Wettbewerb Panikmache 2005 ausgerufen, der sich gezielt an den Comicnachwuchs wandte. Angesprochen waren dabei sowohl Zeichner (durch einen 24-Stunden-Wettbewerb) als auch Autoren, die bis zum 1. Mai ihre Beiträge einreichen konnten. In beiden Aktionen sollten sich die Künstler mit dem Thema “Mein größter Fehler“ auseinandersetzen.
Alle weiteren Infos (Teilnahmebedingungen, Preise etc.) erfahrt Ihr auf der PM2005-Seite von Schwarzer Turm.
Die teilnehmenden Zeichner und ihre Wettbewerbspreise wurden bereits auf Comicgate vorgestellt, die entsprechenden Seiten findet ihr hier.
Der Autorenwettbewerb

Im Gegensatz zum Zeichnerwettbewerb besteht die Jury hier nur aus einer Person: Rochus „Robi“ Hahn (den wir übrigens vor dem Wettbewerb interviewt haben).
Hier Robis Statement zum Auftakt:

Liebe Teilnehmer am Autorenwettbewerb!

Zwölf Geschichten sind eingegangen und ich habe vier der fünf Plätze vergeben.
Nachdem mir nahegelegt wurde, nicht so „gemein“ zu den Autoren zu sein wie in der „Spacken“-Jury, bemühe ich mich um besondere Sachlichkeit.
Aber, meine Erfahrung zeigt mir dies, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Genies fallen nicht vom Himmel. Zum Schreiben gehören erzählerisches Talent (das man nicht erwerben kann), Intuition, Ideenreichtum, Routine und Wissen. Um Routine und Wissen zu erwerben, braucht man eine Zeit. Es mag banal klingen, aber wer viel schreibt, lernt viel. Die zwölf, die sich jetzt beworben haben, haben es richtig gemacht. Sie stellen sich mit ihrem durchwegs nicht ausgereiften Können der Öffentlichkeit. Eine der geheimen Fähigkeiten eines guten Autors ist es, vernichtende Kritik und Misserfolge verkraften zu können.
Ich kann Euch versichern, ich war nicht immer der „Wunder von Bern-Hahn“. Ich habe verheerende Machwerke geschaffen, die wirklich auf Lagerstätten für Sondermüll gehört haben. Ich habe mit 12 meinen ersten Roman geschrieben, inspiriert von den Büchern Enid Blytons. Als ich vor Jahren einigen Freunden daraus vorlas, haben wir uns in Lachkrämpfen auf dem Boden gewunden.
Heute habe ich 23 Jahre Autorenerfahrung im Drehbuchbereich. Noch länger schreibe ich Szenarios für Comics. Und ich kann sagen, Geld gemacht habe ich beim Fernsehen, mein Herzblut aber nur bei den Comics befriedigend umgesetzt erlebt. Deswegen kann ich nur empfehlen, als Szenarist zu arbeiten. Es gibt kaum welche hierzulande, dafür aber viele Zeichner. Nun zu meinen Bewertungen. Stürzt Euch nicht von den Zinnen, wenn die Bewertung trostlos ist, ich sage Euch die Wahrheit (so wie sie mir eben erscheint) und schmiere Euch keinen Honig um den Bart.
Also legen wir mal los.

Kandidat 12: Ahmet Bekil
Kandidat 11: Johnny Speer

Kandidat 10: Frank Hebben
Kandidat 9: Andreas Eikenroth
Kandidat 8 hat ebenfalls seinen Beitrag zurückgezogen.
Kandidat 6: Clemens Gleich
Kandidat 5: Heiko Jantzen
Kandidat 4: Yann Krehl
Kandidat 3: Daniel Schumann
Kandidatin 2 hat ihren Beitrag zurückgezogen, fällt deshalb weg.
Kandidat 1: Mario Schneier

Bitte beachtet auch das abschließende Fazit von Robi.