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Comic-Salon 2006: Verlagsprogramme

19 Verlage haben uns bereits geantwortet. Mosaik wollte sich mit Informationen melden, was leider immer noch nicht geschehen ist.
Noch keine Rückmeldung erhielten wir von: Infinity Verlag, JNK, comicplus+, EXP Comics, Arboris, Eichborn, Heyne, Kulteditionen, Schreiber und Leser, Edition Moderne (Informationen kamen nur über Reprodukt).

Die Verlage werden alphabetisch aufgelistet.

Updates werden so schnell wie möglich durchgeführt und aufgelistet. Wir möchten diese Liste gerne so aktuell wie möglich halten.

1.) Welche Neuerscheinungen sind für den Comic-Salon 2006 geplant?

avant-Verlag:

PLAQUE 02, Magazin für Wort und Bild, SC, ca. 200 S., 19,95 €
Joann Sfar: Desmodus, der Vampir Bd. 1 + 2, HC, 32 Seiten, 12,95 €
Joann Sfar: Die Katze des Rabbiners Bd. 4. HC, 52 S., 14,95 €
Joann Sfar: Die kleine Welt des Golem, SC, 88 S., 14,95 €
Joann Sfar: Pascin, SC, 198 Seiten, 19,95 €
Manuele Fior: Ikarus, SC, 144 Seiten, 19,95 €
Gipi: Aufzeichnungen für eine Kriegsgeschichte, SC, 126 S. 19,95 €

erst im August:
David B.: Babel 2, SC, 32 S., 9,95 €

Matt Broersma: Insomnia 2, SC, 32 S., 9,95 €
Gipi: Sie haben das Auto gefunden, SC, 32 S., 9,95 €

Bunte Dimensionen:
Arcanes 1 (von 3) – Der Geisterbaron
Der Gesang der Strygen 4 (von 6) – Experimente (wird in einer Auflage von 60 Stück mit einem signierten Druck ausgeliefert)

Die Töchter der Aphrodite 3 (von 3) – Jede Karte hat zwei Seiten
Die Ewigen 4 (Ende des 2. Zyklus) – Der Brunnen der Finsternis (wird in einer Auflage von 70 Stück mit einem signierten Druck ausgeliefert)

Comicgate:
Unser erstes Printmagazin wird auf dem Comic-Salon seine Premiere feiern. Ähnlich wie auf unserer Website präsentieren wir eine Mischung aus Comics, Interviews, Artikeln, Rezensionen u.ä.
Mehr dazu hier.

Comicwerk:
Biien der Schatten 4 und Alina Fox -Tödlicher Kristall 3 (von 3) sind neu, aber bereits auf der Leipziger Buchmesse mit dabei gewesen, ansonsten kommt der Alina Fox-Film zu Erlangen auf DVD raus.

Cross Cult:

The Walking Dead 2 – Robert Kirkman und Charlie Adlard
300 – Frank Miller

Ehapa Comic Collection / EMA:
Als Vorgeschmack auf das Album „ARGSTEIN-Das Gesetz Des Waldes“ (im Dezember bei ECC) von Josef Rother und Eckart Breitschuh erscheint zum Comic-Salon Erlangen ein abgeschlossenes 16-seitiges Teaser-Special.

Edition 52:
vorher bzw. bis spätestens zum Comic-Salon:
Baru – Wut im Bauch 2
Rocco Vargas 8
Lorenzo Mattotti – Spartaco

Schuber Ubu Imperator Band 1 bis 6 (als Dankeschön und Abschiedsgeschenk) erscheint nun doch erst zur Frankfurter Buchmesse

explizit zum Comic-Salon vom eigenständigen Sublabel GComic:
Unheimlich Sonderheft 1 – Heimweh
Unheimlich 2 verzögert sich und wird wohl erst nach dem Salon erscheinen

EEE:
EEE wird in diesem Jahr nicht auf dem Comic-Salon vertreten sein.

Eidalon:

Neuerscheinungen speziell für den Comic-Salon wird es nicht geben.
Allerdings werden wir bereits einige Comics anbieten, die es offiziell erst in den nachfolgenden Monaten geben wird.
Liste der Comics (offizieller Erscheinungsmonat):
Breakfast After Noon (Mai)
Lost At Sea (Juni)
How To Draw Manga 15 (Juni)
Queen & Country 4 (Juli)
Love As A Foreign Language (August)

Epsilon:

Asanghia 1
Betelgeuze 5 (bereits Ende Mai erschienen!)
Das unsichtbare College 1
Die Unsterblichen 3
Harry Cover
Sinkha 1
Tosca

Gringo Comics:
Joe Darling 10 von Stephan Hagenow
Rattenmeute 4 von Stephan Hagenow
Fack, die Henne Teil 3 von 4 von Holger Bommer
Sigi Sparbier 5 von Haggi
Einar 4 und 5 von Stephan Hagenow

INKplosion:

“11x Fußball, ein verrückter Professor, der Regen und die Kant’sche Maxime „
11 Kurzgeschichten von:
Alexander Gellner, Regina Haselhorst, Rainer Jentsch, Beni Merk, Phillip S. Neundorf (Autor: Kent Lafter), Alexander Raphelt, Steffi Schütze (Autor Yann Krehl; Tusche und Farbe: Mana), Helmut Schulz, Magnus Siemens (Autor: Jan Brauer), Sven Strangmeyer (Autor: Yann Krehl) und Michael Vogt, Cover von Christian „Mana“ Nauck und Galeriebeiträge von Denis Metz, Pierre Pané-Farré, Simon Eckert, Dennis Treder, Murat Kaya, Lapinot
84 Seiten, TPB, komplett in Farbe, Preis: 9,80 Euro (D)

Lappan/Achterbahn Verlag:
Lappan Verlag:

“Scheiß Fußball“ von Guido Schroeter
“Schwachkopf“ von Martin Perscheid
“Und? Lecker, dein Tintenfisch“ von Uli Stein
“Langer Samstag“ von Uli Stein
“Pohls Unarten“ von Horst Pohl
“Je oller, je doller“ von Erich Rauschenbach
“Nur fuer dich“ von Steffen Butz

Achterbahn Verlag:

“Emilys good Nightmares“ von Cosmic Debris
“4000 Touché“ von TOM
“Tarot Café 4“ von Park Sang Sun
“Tarot Café 5“ von Park Sang Sun

Panini:

Unsere Planungen sind im Augenblick noch nicht abgeschlossen, so dass wir noch nicht viel sagen können. Wir werden auf jeden Fall diverse Sonderausgaben (Variant-Hefte genau wie exklusive Comics) präsentieren. Außerdem, in Abhängigkeit von anwesenden Künstlern, auch Vorab-Präsentationen von regulären Comics.

Pony X Press:

(Pony X Press ist ein Label, unter dem sich Ans de Bruin, Andreas AE Eikenroth, Sarah Burrini und Spong zusammengetan haben, zu finden am Stand 36.)

Ans hat eine Sammlung von BDSM-Kurzgeschichten unter dem Titel „Spieltrieb“ dabei
Sarah wird eine erste Geschichte ihrer Serie „Quarks“ präsentieren.
AE hat neben seinen bewährten Klassikern “Soviel Warum“ und „Chez Kiosk“ zwei neue Comics, „Himmel & Keller“ und „The Pikiran les mort“ im Gepäck.
Von Spong kommt der erste Teil seiner längeren Geschichte „Das kurze Hallo und das lange Machsgut“.

Reprodukt:

Bis dahin erscheinen folgende Neuheiten:
Fil – Didi & Stulle 5: Die Galgenvögel von St.Tropez
Sascha Hommer – Insekt
Lewis Trondheim – A.L.I.E.E.N.
Mawil – Meister Lampe
Charles Burns – Black Hole 6
Manu Larcenet – Die wundersamen Abenteuer von Sigmund Freud – Hundejahre
Guy Delisle – Shenzhen

Salleck Publications:
Buck Danny 45

Schwarzer Turm:
Panik Elektro 4

Paper Theatre 2
Dipperz 3
Arsinoe 5
Mawil-Portfolio

Blue Evolution Vol. 1 Nr. 2, „Balance“, die neueste Ausgabe unserer Comicreihe erschien auf der Leipziger Buchmesse.
2 Spezialausgaben zum Comic-Salon:
Eine auf 50 Exemplare limitierte Auflage dieses Heftes (Vol. 1 Nr. 2; 8,- Euro) für den Comic-Salon – dieses Cover ergibt mit dem auf 50 limitierten Heft der Buchmesse Leipzig (Restexemplare gibt es auf dem Salon) und einem zur Comic Action 2006 erscheinenden Variant (ebenfalls lim. auf 50 Stück) ein großes Bild.
Eine auf 100 Stück limitierte Auflage von Blue Evolution Vol. 3 Nr. 1 in s/w mit den reinen Bleistiftzeichnungen, 7,- Euro (die Ausgabe zur Comic Action 2005 von Vol. 3 Nr. 2 mit ebenfalls 100 Stück ist mittlerweile ausverkauft).

Toonlight:
Der Cartoon-Sammelband Ganz großes Kino wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

TOKYOPOP:
Neuerscheinungen Mai:
Legend 1
Sokora Refugees 1

Neuerscheinungen Juni:
Extra Heavy Syrup 1
Gata-Pishi 1
Suspicious Secrets 1

Neuerscheinungen Juli:
Azumanga Daioh 1
Cherry Juice 1
Fantamir 1
Grenadier 1 (Manga und DVD)

Weissblech Comics:

WWC # 17 „Dämonika – Zeichen des Krieges“; Heft, 36 Seiten Vollfarbe, 3,90 Euro, von Peter Schaaff
XXX-Comics # 5; Heft, 36 Seiten Vollfarbe, 6,80 Euro, Diverse, AB 18!
Horrorschocker # 10; Heft, 36 Seiten Vollfarbe, 3,90 Euro, von Boris Koch, Klaus Scherwinski, Carsten Dörr u.a. Die Jubelnummer komplett mit Fußballhorror!
Horrorschocker Extra Album # 1; Album, 52 Seiten Vollfarbe, 10,00 Euro, Diverse

Zwerchfell:
Die kleinen Mutterficker 5, mit CD „Ischen Impossible“
Zuckerfisch 4
Grimm 8
Bizarr Bazar 5
Kosmopolit 2, mit CD
Fred 2

2.) Welche Künstler sind eingeladen und wer hat sein Kommen schon bestätigt (bzw. abgesagt)?

avant-Verlag:

Igort, Gipi, Manuele Fior, Gabriella Giandelli, Ulli Lust, Jens Harder, Jan Feindt, Tim Dinter, Kai Pfeiffer

Bunte Dimensionen:
Es kommen keine Künstler.

Carlsen Verlag:
Flix, Ralph Ruthe, Joscha Sauer, Judith Park, Christian Moser, Isabel Kreitz, Kim Schmidt, Volker Sponholz und Humberto Ramos.

Comicgate:
Wir haben die Künstler, die an dem Comicteil des Magazins beteiligt waren, eingeladen. Anna-Maria Jung und Bastian „Lapinot“ Baier haben ihr Kommen bestätigt. Michael Vogt schaut auch vorbei. Beni Merk und Arnd Böhm kommen eventuell.
Von unseren Redakteuren werden definitiv Thomas Kögel, Björn Wederhake, Christopher Bünte und Frauke Pfeiffer anwesend sein, bei einigen anderen ist es noch unsicher.

Comicwerk:

Wir teilen uns dieses Jahr einen Stand mit unseren Kollegen von TheNextArt und Elmsfire, von daher kann ich nicht genau sagen, wer von den anderen kommen wird. Was uns selbst angeht, so werden Guido Neukamm und meine Wenigkeit dabei sein (und vielleicht Marika Herzog).

Cross Cult:

Charlie Adlard (kompletter Samstag und Sonntag vormittag)

Edition 52:
Ulf K., Calle Claus, Jule K., Reinhard Kleist, Miguel E. Riveros, Alex Fechner, evtl. Uli Oesterle

Edition Moderne:

Andreas Gefe, Karlien de Villiers

Ehapa Comic Collection / EMA:

Thomas von Kummant (Hohlbeins Chronik der Unsterblichen), Benjamin von Eckartsberg (Hohlbeins Chronik der Unsterblichen), Christopher Tauber (Inter View – Pop Comics), Kai Meyer (Autor Wellenläufer), Christian „Mana“ Nauck (Zeichner Wellenläufer), Jan Birck (Fußballkerle), Anne Guillard (Valentine), Jan Reiser (Sticks & Fingers), Valentin Kopetzki (Hotze), Peter Puck (Rudi), Igor Kordey (Smoke), Zoran Janjetov (Technoväter), Mark & mike Davis (Blokhedz), Federico Nardo und Antonello Dalena (Monster Allergy), Andreas Rausch (Zappaesk), Jörg Reymann (Dex&Dogfort + Werner), Gina Wetzel (Orcus Star), DuO (Mon-Star Attack).

Der japanische Manga-Superstar GOSHO AOYAMA hat sein Kommen zum 12. Internationalen Comic-Salon Erlangen zugesagt. Damit folgt er einer Einladung der Stadt Erlangen. Gosho Aoyama ist Erfinder und Zeichner der berühhmten „Detektiv Conan“-Mangareihe (auf Deutsch erschienen bei Egmont Manga & Anime/EMA), die mit weltweit über 420 Millionen verkaufter Exemplare zu den erfolgreichsten Manga-Produktionen überhaupt zählt.

Eidalon:

JoKeR, Haimo Kinzler (SUBITO/Baumhaus Verlag)
abgesagt: Prin & Umi Konbu, Andi Watson

Epsilon:

Martin Frei und Jens Ehrenreich. Chris Deutsch hat abgesagt.

Gringo Comics:
Martin Frei, Holger Bommer, Rudolph Perez, Bernd Frenz, Stephan „Psycho“ Hagenow, Haggi, Bernd Mazanec, Holger Hofmann

INKplosion:

Christian „Mana“ Nauck, Steffi Schütze, Yann Krehl, Alex Gellner, Philipp S. Neundorf, Sven Strangmeyer, Simon Eckert, Regina Haselhorst, Alexander Raphelt, Kostja Schleger, Michael Vogt, Dennis Treder, Rainer Jentsch, Denis Metz, Adrian vom Baur, Murat „Zebruin“ Kaya, Ulf Salzmann, Lapinot, Gernod Gayk, Beni Merk, Helmut Schulz, Moritz von Wolzogen

Lappan/Achterbahn Verlag:

Guido Schroeter
Harm Bengen

Panini:

Fest steht, dass der italienische Comiczeichnerstar Giorgio Cavazzano (Spider-Man, Disney) bei uns und Ehapa signieren wird (Donnerstag und Samstag bei Panini, Freitag und Sonntag bei Ehapa).
Außerdem sind Giuseppe Camuncoli (u.a. Batman) und Olivier Coipel (Die Rächer, House of M) da.

Pony X Press:

Ans de Bruin, Sarah Burrini, Spong, AE – die ABBA des Independent-Comics.

Reprodukt:

Arne Bellstorf, dice industries, Fil, Sascha Hommer, Mawil, Andreas Michalke, Elke Steiner, Gregor Wiggert, Minou Zaribaf, Paul Karasik

Salleck Publications: 
Isabel Kreitz und Franz Zumstein (Himmelsstümer) haben zugesagt. Eventuell kommt Philippe Luguy (Tassilo). Francis Bergèse (Buck Danny) musste leider krankheitsbedingt absagen.

Schwarzer Turm:
Toni Greis, Geier, Andi Drude, Stefan Atzenhofer, Miguel Fernandez, Mawil, Wittek, Spong, Andreas Eikenroth und sicher noch einige mehr…

Fahr Sindram, Anne Pätzke, Judith Lamberger, Elyon Sommer, Melanie Föhles, Katharina Netolitzky, Carolin Walch, Inga Steinmetz, Nadia Enis und sicher noch einige mehr…

THENEXTART Verlag:

Marian Kretschmer (Zeichner Blue Evolution), Sven Loose (Autor), Sebastian Schwarzbold (Autor, Management)

Toonlight:

Denis Metz, Chris Bögle, Michael Holtschulte, Stephan Baumgarten, Philipp Jahner, Miguel Fernandez, Markus Blatz, Steffen Gumpert, Markus Arnold, Falk Hühne, Jan Bintakies, Fabia Zobel.

TOKYOPOP:
Hierzu können wir noch keine Auskunft geben.

Weissblech Comics:

Peter Schaaff, Klaus Scherwinski (signiert wahrscheinlich täglich von 14.00 bis 16.00 Uhr), Rainer F. Engel, Levin Kurio, Roman Turowski
Andere sind noch nicht bestätigt.

Zwerchfell:
Stefan, Jan und Mathias Dinter, Eckart Breitschuh, Wittek, Sascha Thau, Naomi Fearn, Harald Havas, Reinhard Kiesel

3.) Habt Ihr irgendwelche besonderen Aktionen geplant?

avant-Verlag:

Signiertermine an allen Festivaltagen.
Paneldiskussionen zu „Cargo“ Comicreportagen Israel-Deutschland mit Jens Harder und Tim Dinter. Das Projekt wird zudem in einer Ausstellung vorgestellt.
Paneldiskussion zur „Kollektion Ignatz“ mit Igort, Gipi, Gabriella Giandelli und Johann Ulrich.

Bunte Dimensionen:
Nein.

Comicgate:
In Zusammenarbeit mit Cross Cult veranstalten wir ein Meet and Greet mit dem aktuellen Zeichner des Zombiecomics The Walking Dead.
In Kooperation mit dem Internationalen Comic-Salon Erlangen werden wir ein Kickerturnier veranstalten.

Comicwerk:

Besondere Aktionen haben wir bis hierhin noch nicht geplant.

Cross Cult:
Meet and Greet mit Charlie Adlard in Zusammenarbeit mit Comicgate

Edition 52:
Nein, eigentlich nicht. Es wird eine Ausstellung mit Werken von Lorenzo Mattotti geben, mit deren Organisation wir aber nichts zu tun haben.

Ehapa Comic Collection / EMA:

geplant: Szenische Lesung zu „Die Wellenläufer“ mit Bestseller-Autor Kai Meyer und Comiczeichner Christian „Mana“ Nauck.

Eidalon:

Ja, haben wir. Was es genau sein wird, wird noch nicht verraten. 😉

Epsilon:
Außer Signierstunden nichts.

INKplosion:

Bis jetzt noch nicht. 🙂

Lappan/Achterbahn Verlag:

Am Gemeinschaftsstand LAPPAN / Achterbahn werden signieren:
Freitag: Guido Schroeter
Samstag: Guido Schroeter und Harm Bengen
Sonntag: Harm Bengen

Panini:

Non-Manga-Cosplay:
Cosplays gibt es wie Sand am Meer – aber „Non-Manga Cosplay“ ist neu. Wer sich ins Kostüm wirft und sich bei uns am Stand fotografieren lässt, bekommt gleich einen Antrittspreis und kommt in die Auswahl für den Hauptpreis (das läuft nach der Messe als Internet-Voting!). Die Aktion läuft während des gesamten Salons und es sind ALLE Kostüme erlaubt, die NICHT Manga- oder Anime-Style sind.

Superhelden-Glücksrad:

Auch während der gesamten Messe dreht sich bei uns am Stand das Glücksrad – mit etwas Fortune und ein wenig Kenntnis der Superhelden-Szene ist da für den freundlichen Sammler von Nebenan einiges an Kleinoden aus der Sammlerkiste abzustauben.

“Just kick-it! like Superman“:

Unter dem Motto – und natürlich passend zur parallel laufenden WM – steht am PANINI-Stand ein Tisch-Kicker bereit. Kleine Trainingsspiele während der ganzen Messe gehören da ebenso zum Programm wie ein tägliches Turnier (Infos dazu gibt es am Stand).

Außerdem: Animes
Während des Salons werden ausgewählte Animes aus dem PANINI-Programm gezeigt. Was, wann & wo, erfahrt ihr am PANINI-Stand (Nr. 19).

Pony X Press:

Oh jaaaaaaaaaaaa … ob und in welchem Rahmen das allerdings klappt, muss man spontan sehen.
Die Playback-ABBA-Performance muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen.

Reprodukt:

Ja, Reprodukt wird 15. Dazu soll es mindestens eine Abendaktion geben, die noch festgezurrt werden muss, dann aber u.a. auf unserer Website bekannt gegeben wird.

Salleck Publications:
Signierstunden werden am Stand bekanntgegeben.

Schwarzer Turm:
Es wird wahrscheinlich eine Ausstellung mit PT (Paper Theatre)-Künstlerinnen geben.

Toonlight:
Neben den Signierterminen an allen vier Tagen wird es massig Gratispostkarten von den anwesenden Cartoonisten geben. Alles weitere ist noch in Planung.

TOKYOPOP:
Wir werden selbst nicht vor Ort sein, daher sind auch keine besonderen Aktionen geplant außer die Beteiligung an der Manga-Ausstellung.

Weissblech Comics:

Nicht direkt…

Zwerchfell:
4 Tage unter dem Motto“ Mehr Zeichner gleichzeitig am Signieren pro Quadratmeter geht nicht“ 😉
Weitere Aktionen entweder in Planung oder noch geheim.

4.) Kann man sich als Künstler mit seiner Mappe bei Euch vorstellen?
Wenn ja: welche Stilrichtungen interessieren Euch und gibt es festgelegte Termine?

avant-Verlag:

Während des Festivals ist das leider nicht möglich. Zu viel zu tun. Keine Termine zur Mappenansicht. Im Grunde empfehle ich jedem Künstler, das Programm unseres Verlages genau anzuschauen und kritisch zu beurteilen, ob er seine Arbeit in diesem Umfeld gut vertreten fühlt, bevor er mit seinen
Arbeiten vorstellig wird. Erfahrungsgemäß reduziert das die Vorstellungsrate um 99 %!

Bunte Dimensionen:
Leider auch nein.

Comicgate:
Über Interesse an der Webmagazin-Mitarbeit freuen wir uns immer. Kommt einfach an unserem Stand vorbei und sprecht uns darauf an.

Comicwerk:

Mit Mappen kann gerne jeder kommen.

Cross Cult:
Nein.

Edition 52:
Ja, sehr gerne. Es gibt keine bestimmten Mappenzeiten.

Eidalon:

Ja. Die Stilrichtung ist prinzipiell egal, allerdings sollte sie zu unseren bisherigen Veröffentlichungen passen. Festgelegte Termine gibt es nicht. Ggf. muss der Künstler aber noch einmal kommen, wenn niemand da ist, der sich seine Mappe ansehen kann.

Epsilon:
Ja. Alle Stilrichtungen, möglichst professionell. Keine Termine nötig.

Gringo Comics:
Während des Salons können Zeichner gerne ihre Arbeiten bei uns am Stand vorstellen, bevorzugt vormittags, da wir da in der Regel mehr Zeit haben. Die Zeichner sollten einen klaren Stil haben.

INKplosion:

Ja, kann man, Stilrichtung egal. Termine gibts nicht, einfach vorbeikommen und fragen.

Lappan/Achterbahn Verlag:
Unser Lektorat wird leider nicht in Erlagen sein. Zeichnungen und Entwürfe (keine Originale!) können gerne direkt an den Verlag geschickt werden oder per E-Mail gesendet werden.

Panini:

Feste „Mappen“-Termine haben wir nicht, aber es nimmt sich immer jemand Zeit für Anfragende.

Pony X Press:

Wir sind ja selbst nur kleine Selbst-Publisher … aber wenn wir jemandem helfen oder einen Rat geben können, klar.

Reprodukt:

ZeichnerInnen, die Arbeiten zeigen wollen, sind willkommen. Ein Termin dafür ist nicht zwingend notwendig, sicherheitshalber aber sinnvoll. Am ehesten interessieren uns Graphic Novels, Comics, die interessante Geschichten erzählen. Natürlich ist unser Programm weiter gefächert – wir empfehlen einen Blick auf unsere Website, um sich einen Überblick über unser Programm zu machen.

Salleck Publications:
Eher nicht. Am Stand wird immer Hektik sein.

Schwarzer Turm:
Bei uns kann man jederzeit vorbeikommen. Im Moment sind vor allem weitere Zeichner im Manga-Bereich für uns interessant.

Toonlight:
Es sind keine extra Mappenzeiten eingeplant, allerdings wird sich immer jemand am Stand finden, der ein offenes Ohr und natürlich Auge für Anfragende hat. Allerdings ist es nach dem Salon sowieso nötig, das Ganze noch einmal per Mail zu schicken.

Bevorzugter Stil: Cartoons

TOKYOPOP: 
Mappen können jederzeit immer an den Verlag geschickt werden oder auch auf Messen, wenn wir mit Mitarbeitern vor Ort sind, kann immer gerne nachgefragt werden. Auch auf Signiertouren /-stunden gibt es ab und zu die Möglichkeit vorzustellen.

Weissblech Comics:

Ja, Stilrichtungen: Horror/Erotik/Realismus
Täglich bitte erst ab 16.00 Uhr.

Zwerchfell:
Jeder kann sich mit seinen Mappen vorstellen, am Z-Stand nach Stefan Dinter fragen und dann wird begutachtet oder ein termin gemacht.Wir sind für alle Stile offen!

Vampire Boy 1 – Die Auferstehung

Eduardo Risso, bei uns u.a. bekannt als Zeichner von Vertigos Hit-Serie 100 Bullets, hat zusammen mit dem argentischen Author Carlos Trillo den Comic Boy Vampire – für unsere Ohren von Cross Cult eleganter mit Vampire Boy „übersetzt“ – erschaffen. Der Titel macht eigentlich schon alles klar: es geht um einen Vampir im Körper eines Jungen.
Die beiden interpretieren dabei einige typischen Mythen neu: man wird nicht durch einen Biss zum Vampir, Sonnenlicht heilt, anstatt zu töten, Vampire essen in einem durchaus erstaunlichen Ausmaß normales Essen, und sie wollen nicht ewig leben – zumindest nicht der eine der zwei vampirischen Erzfeinde, um die sich dieser Comic dreht.

Der namenlose Junge war vor etwa 5000 Jahren als Sohn des Pharaos Cheops geboren worden, wie man in einem der Rückblicke erfährt. Er sollte sich einen Namen aussuchen dürfen, wenn er seinen Vater als Herrscher des alten Ägypten beerbt. Diese Zukunftsplanung wurde allerdings in dem Moment über den Haufen geschmissen, als ein gleißendes Licht alle in der Umgebung tötete, auch seinen Vater. Übrig blieben alleine der Junge und Ahmasi, die Lieblingskonkubine des Pharaos, die beide zu Vampiren geworden sind. Die Dame stellte sich schnell als intrigantes, kaltblütiges Luder heraus und verfolgte unseren jungen Protagonisten durch alle Jahrhunderte, welches man auch in recht amüsanten Erinnerungen des Jungen miterlebt.
Des Kämpfens müde, aber unfähig zu sterben, lässt er sich in den vierziger Jahren unbemerkt in einen Schacht einmauern in der Hoffnung auf Ruhe. Fünfzig Jahre später werden allerdings an dieser Stelle Bauarbeiten durchgeführt, und so strahlt die lebensspendende Sonne auf ein Skelett, um es wiederzuerwecken (mit dieser Szene steigt man in den Comic ein).
Der Junge ist davon nicht sonderlich begeistert, muss aber natürlich versuchen, mit der ihm fremden Welt zurechtzukommen. Zu seinem Glück findet er in dem alten Indianer Gentle Bear einen Freund. Dieser kennt ihn bereits aus seinen Träumen und beschließt, dass der Name Running Wind gut zu ihm passen würde. An ihm, der Enkelin des Indianers, Evening Cloud, und Fever, eine blinde, übernatürlich begabte Freundin der Familie, orientiert er sich von nun an. Ahmasi hat währenddessen bemerkt, dass der Junge wieder aufgetaucht ist und stöbert ihn durch einige Finten schließlich auf. Es kommt zum Kampf…
Dies ist die grobe Rahmenhandlung des ersten Sammelbands von Vampire Boy. Zwischendurch kommt es noch zu einigen Begegungen mit unangenehmen  Leuten, die Gentle Bear, der mit seiner Enkelin die letzten Übriggebliebenen seines Stammes bildet, aus seinem angestammten Indianerhochhaus (steht auf dem ehemaligen Reservat) vertreiben wollen. Der Junge kann ihnen helfen, trotzdem wird dieses Geschehen seine Folgen haben.

Wie Frank Miller, so spielt auch Eduardo Risso mit den Möglichkeiten, die schwarz-weiße Zeichnungen ermöglichen. Ganz offensichtlich ist eine seiner Faszinationen, Gesichter im Dunkeln zu lassen, aus denen Augen und gegebenfalls Zähne weiß herausleuchten – auch wenn es keine vernünftige Erklärung wie Schattenwurf gibt, gut sieht es aus. Gegensätzlich erscheint seine Neigung, manche Panels bis auf die Person weiß bzw. schwarz zu lassen, während andere Panels kleine Gags oder nebensächliche Handlungen beinhalten, die man vielleicht erst auf den zweiten Blick wahrnimmt. Wunderbar sind seine kreativen Perspektiven, wie die aus den Augenhöhlen eines Schädels.

Inhaltlich bin ich nicht ganz so begeistert. Irgendwie ist der Comic weder Fisch noch Fleisch. Dafür, dass er sich Vampire Boy nennt, kommt da verdammt wenig von Vampiren rüber. Amüsiert noch die Umkehrung der üblichen Vampirklischees, so wartet man schlussendlich doch darauf, dass auf diesen Fakt eingegangen wird. Aber man wartet bis zum Ende vergeblich. Zwar gibt es mal hier und da ein bisschen Blut (und natürlich fast nur aus noblen Motiven), aber eher im Vorübergehen. 
Ganz offensichtlich sollen die aufgewühlten Emotionen des Jungen dargestellt werden, die Einsamkeit und Verzweiflung, nicht sterben zu können. Im Ansatz kommt das auch durch, nimmt mich aber weniger emotional mit als ich es erwartet hätte, weil die Handlung immer wieder hin- und herspringt. Auch mag ich nicht wirklich glauben, dass ein Geschöpf, das 5000 Jahre alt ist und nur den Körper eines Jungen hat, nicht weise und souverän geworden, sondern so zappelig geblieben ist. Und darüber lamentiert, dass er nie Sex haben wird. Häh? Weiß man sich da nicht selber zu helfen?
Die einseitige Darstellung der Erzfeindin Ahmasi ist ebenfalls nicht mein Ding. Wie will ich ernsthaft verkaufen, dass die Dame 5000 Jahre nichts anderes zu tun hatte außer ein feuchter Männertraum zu sein und kleinen Jungs hinterherzujagen? Auf den Grund wird nicht ernsthaft eingegangen (oder ist man wirklich so lange sauer, nur weil mir ein kleiner Bengel mal eine meiner Intrigen vereiteln wollte und sich dann meinen gemeinsamen Welteroberungsplänen widersetzte?). Sie ist halt eine ganz fiese Möpp, benutzt Männer wo und wie sie kann, und basta. [Den Witz, dass mir die Charakterisierung zu schwarz-weiß ist, behalte ich lieber für mich.]
Weiterhin, aber das stört mich bei jedem Comic, sind steif gehaltene, erzählende Gedanken. Also so etwas wie „Die Tatsache, dass ich Hohepriesterin des Schlangenkultes im Alten Ägypten war, hilft mir zu spüren, was passieren wird“ oder „Ich drehe die Lautstärke hoch. Die Nachrichten müssten jeden Moment beginnen“. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich erzähle mir nicht andauernd in Gedanken, warum mir meine Vergangenheit hilft und was ich als nächstes tun werde. Klar hilft das der Story, voranzukommen, aber das muss auch eleganter gehen. Bei anderen Comics funktioniert das doch auch.

Zu diesem Unbehagen kommen noch weitere kleinere Fehler, die sich aber aufsummieren.
So wird z.B. in zwei Szenen der Tod der Familie des Jungen gezeigt. Beim ersten Mal hat der Vater sein komplettes Pharaonengewand an (s.o.), bei der zweiten Szene nur sein Nachtgewand…?
Ein anderes Beispiel: ein Privatdetektiv will Informationen aus Evening Cloud herausbekommen. Dazu denkt er sich „Meine Marke wird sie einschüchtern. Gut, dass ich sie nicht zurückgegeben habe, als ich bei der Polizei rausgeworfen worden bin…“ Zum Thema dämliche Gedanken habe ich mich schon weiter oben ausgelassen. Aber mich stören solche falschen Fakten einfach: ein Polizist muss immer seine Marke abgeben, wenn er suspendiert wird. Der wird doch nicht gefragt, ob er sie vielleicht als Andenken behalten möchte! Klar, das passt wieder so schön in die Geschichte, aber zu hanebüchern braucht es doch trotzdem nicht zu werden.
Ein weiterer Kritikpunkt, bei dem ich aber nicht weiß, ob er so schon im Original vorlag oder erst durch die Übersetzung zustande kam, ist die Sprache des Jungen. Wenn man das letzte Mal in den vierziger Jahren geredet hat, dann sage ich doch nicht unmittelbar nach dem Erwecken in den Neunzigern: „Verpiss Dich, Du Schlampe“. Ein andermal entfleucht ihm ein „Was geht?“ beim Kennenlernen von Evening Cloud. Ich bezweifle ehrlich gesagt stark, dass das schon zum 1945er-Wortschatz gehörte.

Wer weniger Gedanken daran hegt, wie der Comic hätte sein können und sich einfach darauf einlässt, der wird vermutlich schon seinen Spaß damit haben. Schließlich sind die Zeichnungen schön anzuschauen, die Handlung ist relativ originell und tritt nicht auf der Stelle und ab und zu gibt es auch einen Schmunzler zu verzeichnen. Ich aber bin etwas enttäuscht, da ich ihn mit den Grundvorgaben (5000 Jahre alter Vampir im Körper eines Jungen) ganz anders aufgezogen hätte und mich auch an den oben genannten Fehlern und Erzählmitteln störe.

Wie üblich bei den Cross-Cult-Bänden wird der schmucke Hardcoverband abgerundet mit Extras, in diesem Fall mit zwei Interviews. Das mit Carlos Trillo stammt aus einem spanischen Magazin aus dem letzten Jahr, das kürzere Interview mit Eduardo Risso wurde extra für diese Ausgabe vom Übersetzer Gunther Nickel geführt.
Übrigens wurde von Martin Frei extra für die deutsche Ausgabe das Logo von Vampire Boy entworfen. Und wenn man sich das Originallogo so anschaut, dann kann man nur sagen, dass unseres haushoch gewonnen hat.

Vampire Boy
Cross Cult
Text: Carlos Trillo
Zeichnungen: Eduardo Risso
144 Seiten, s/w, Hardcover; 18,- Euro
ISBN: 3936480419

Neuer Webcomic: still life

Geboren 1968 in Wien, lebt und arbeitet Reinhard Schleining heute in London. Mit einer ursprünglichen Ausbildung in Kunst (Spezialfach Medienkunst) hat er im Anschluss mehrere Jahre als Designer und Animator in den Creative Industries gearbeitet, um am Ende seine über zehn Jahre lang brachliegende schriftstellerische und zeichnerische Arbeit fortzusetzen.

Arbeiten von Reinhard Schleining erschienen u.a. in der Anthologie Literatur gezeichnet und in der kommenden Ausgabe von Panik Elektro. Reinhard war auch mit zwei Beiträgen bei unserem Spacken in Love-Wettbewerb 2005 vertreten.

still life besteht laut Reinhard aus „surrealen Dialogen zwischen meistens zwei Menschen, die dadurch, dass sie vor den zunehmend befremdlichen Hintergrund modernen Großstadtlebens gestellt werden, zwischen absurd-komisch und tragisch-traurig (und allem dazwischen) hin- und herpendeln.“

Die insgesamt 52 englischsprachigen Folgen der Reihe erscheinen bei Comicgate jeweils Samstags und werden als GIF-Animationen gezeigt. Parallel werden die Comics auch (in anderer Reihenfolge) auf dem österreichischen Comic-Portal comic.at veröffentlicht.

Der Künstler ist zu erreichen unter reinhardschleining (at) gmail.com

links.gif

“still life“ bei Comicgate – Die Übersicht

“still life“ bei comic.at

Reinhards Website

Reinhard Schleining bei Synergy Art

Epidermophytie 12

Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe von dem Berliner Comiczine mit dem erstmal unaussprechlichen Namen (der im übrigen das Fachwort für „Fußpilz“ ist) ist sind mittlerweile schon 11 Jahre ins Land gegangen.

Die Berliner Comic-Posse um Mastermind Andreas AHA Hartung konnte in den letzten Jahren immer mit meiner Unterstützung rechnen, haben mir die Jungs doch seinerzeit den Einstieg ins Comic-Biz ermöglicht und sich damit meine bedingungslose Loyalität gesichert. So dürfte es kaum verwundern, dass mich selbst zeitliche Engpässe nicht daran hindern können, ihre neueste Publikation zu supporten – wenn ausnahmsweise schon keine Zeichnung drin ist, dann wenigstens eine konsequent und hemmungslos subjektive Lobhudelei auf die neueste Wundertüte!

Band 12 von Epidermophytie festigt erneut den Anspruch, weitaus mehr als „nur“ ein Comic-Magazin zu sein. Bei der Umschreibung „Artzine“ dürften sich bei den Epis wohl die Zehennägel kräuseln, aber angesichts der liebevollen Aufmachungen und dem konsequenten Willen zur Originalität der jüngsten Ausgaben kommt man um solche Definitionen kaum umhin, auch wenn sich jegliche verkopfte Kunstansprüche dem Punk unterordnen müssen! Strapazin gibt's auch woanders…

Unter dem Motto „Kannibalismus“ gab es beispielweise neben Comics im Pizzakarton Plastikbesteck als Gimmick und lancierte ominöse Websites. Der legendären Porno-Ausgabe wurde ein praktisches Taschentuch beigefügt und wenn mich nicht alles täuscht, war die #10 „Extrafett“ eines der ersten Comic-Telefonbücher mit vielen illustren Gastzeichnern, dessen Prinzip nun beim Schwarzen Turm unter Panik Elektro quasi fortgeführt wird. Von den ganzen Austellungen, Filmprojekten etc. mal ganz zu schweigen…

Ausgabe 11 hatte als Bonus „nur“ noch ein Relief-Druck-Cover – der Umschlag für Blinde sozusagen -, aber die Gestaltung des detaillierten Covers machte AHA soviel Laune, dass er den Spaß mit anderen Zeichnern teilen wollte. So entstand nun für die 12. Ausgabe die „Wimmelbild“-Thematik in bester Seyfried- bzw. Geof Darrow-Tradition und im gebührenden XXXL-Format (33 x 23,5 cm)!

Neben dem harten Kern namens Rolf Nölte, Usi und Jakob gesellt sich auch diesmal wieder etwas Berliner Comic-Prominenz dazu wie Gründungsmitglied Mawil, der den feuchten Traum seiner männlichen Anhängerschaft bebildert und wie alle anderen Zeichner die Doppelseiten weidlich ausnutzt. Auch FIL bedient sich der Erotik und geht dabei einen Tick mehr ins Detail – sehr schön, um damit zum Copyshop zu dackeln und sich die Seiten auf A3 zum Über's-Bett-pinnen kopieren zu lassen …wie auch die restlichen Seiten!
Levin „Weissblech“ Kurio bringt uns die Dorfdisco näher und erinnert damit an bessere KOMA– bzw. MAD-Zeiten. AHA höchstpersönlich arbeitet mit „Ringelpietz im Mauerpark“ seine Streetfighter-Vergangenheit und Kriegsfilm-Regisseur-Ambitionen auf, während Usi seinen „Gaijin“-Killer in ein „Hard Boiled“-Szenario versteckt. Geschickt fummelt er nebenbei einen kleinen Pseudo-Comic ins Gewühl und es ist nett zu verfolgen, wie der Gaijin seinen Job erledigt – gefällt mir ausgesprochen gut!

Die restlichen Beiträge wissen ebenfalls ausnahmslos zu überzeugen und heben diese Ansammlung durch ihre Skurrilität und Abwechslung weit über schnödes PinUp-Heftchen- oder Bilderbuch-Niveau.
Das hier ist kein Verlegenheits-Comic oder'ne banale Eierschaukel-Aktion für Comiczeichner, denen richtige Comics zu aufwändig wären – man sieht dem Ding definitiv die Arbeit und seine schwere Geburt an. So mancher Künstler dürfte an einem Bild länger gebastelt haben als an einem Comic, was wohl auch unter Umständen auch die zweimonatige Verspätung erklärt…

Für lumpige 5,- Euro gibt's also massig Gegenwert in Form von 24 Vollfarb-Postersize-Seiten im Schutzumschlag mit Beiträgen, die man am liebsten alle rausreißen und an die Wand pappen möchte. Da verdient ganz offensichtlich mal wieder kein Mensch was dran – und der Rezensent ärgert sich
über seine ausgesetzte Runde.
Kompliment!

Epidermophytie 12 – die große Comic-Wimmelbildausgabe

mit doppelseitigen Wimmelbildern von Mawil, Justine Göhrke, Levin Kurio, aha, Fil, Marcus Schäfer, Kenichi Kusano, Jakob Mebes, Alex Gellner und Hannes T. Berneis
24 Seiten, vollfarbig, 33 x 23,5 cm, Schutzumschlag; 5,- Euro
Epidermophytie – Das Berliner Comiczine

Epidermophytie 12 im Freibeutershop bestellen

Comicmovie Datenbank: V wie Vendetta

Erneut ist die Verfilmung eines Comics von Alan Moore in den Kinos – und erneut hat sich der Autor aus den Credits herausstreichen lassen. Und das, obwohl der Film bei den Kritikern recht gut ankam… 
Von gleich zwei Redakteuren gibt es deshalb nun einen sehr ausführlichen Eintrag in unserer Comicmovie Datenbank.

Allerdings haben sich Björn Wederhake und unser neuer Redakteur Christopher Strunz nicht nur mit dem Film an sich beschäftigt, sondern ihn auch im Vergleich zur politischen Botschaft des Comics abgeklopft. Ihre zwei Ergebnisse, mehr Essays denn Rezensionen, mit einer recht unterschiedlichen Bewertung des Films lassen sich hier nachlesen.